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Sonntag, 3. März 2013

Heinsohn und Friedman antworten Erdogan

Der türkische Premier Erdogan redet sich um Kopf und Kragen. Die Liste seiner absurden Aussagen ist so lang wie seine über ein Jahrzehnt währende Führung der Türkei. Über den sudanesischen Diktator und Völkermörder Omar el-Bashir sagte Erdogan 2009, dass Muslime keine Völkermorde begehen könnten. Die Bestrafung von Volksverhetzern und Hassrednern durch eine Gesetzinitiative in Frankreich, welches die Leugnung von Genozid unter Strafe stellen sollte, bezeichnete Erdogan als Hass gegen Muslime und Türken.
Nunmehr bezeichnet er den Zionismus als ein "Verbrechen gegen die Menschlichkeit". 

Es bleibt die Hoffnung, dass Erdogan irgendwann darauf kommt, dass nicht der Zionismus, sondern der Panturkismus/Turanismus ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellt. Denn diese Ideologie, die nach wie vor das türkische Selbstverständnis prägt, ist die Grundlage für den ersten Völkermord des 20.Jahrhunderts an den Armeniern und zugleich "role model" für den Holocaust gewesen. 

Prof. Dr. Gunnar Heinsohn und Michel Friedman fragen sich daher angesichts der neuerlichen Eskapaden Erdogans gegen Israel, weshalb der Türke nicht zuerst vor seiner eigenen Haustür kehrt und den Genozid an den Armeniern aufarbeitet und versteht, bevor er sich zum Zionismus äußert. Hier ein paar Geschichtsstunden von Heinsohn und Friedman für die vielen deutsch-türkischen Erdogans unter uns: 

"Bis heute tut sich die Türkei umgemein schwer, an ihre juristische Pionierleistung von 1919 wieder anzuknüpfen. Stattdessen wird Angriff zur Waffe gegen alle, die an ihre Völkermorde erinnern. Israelis mit der Religion Henry Morgenthaus, auf den Armenier sich berufen, liefern dafür ein ideales Ziel." 

“Verbrechen gegen die Menschheit”

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/verbrechen_gegen_die_menschheit

"Was Erdogan zu Recht in der Welt fordert, nämlich den Islam zu respektieren, das erfüllt er gegenüber der christlichen und jüdischen Religion in seinem Land nicht. Die Meinungsfreiheit erlebt unter seiner Regierung Rückschläge. Die eigene historische Verantwortung der Türkei gegenüber den Armeniern wird immer noch geleugnet."
Erdogan mimt den türkischen Ahmadinedschad
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article114073445/Erdogan-mimt-den-tuerkischen-Ahmadinedschad.html

Freitag, 11. Januar 2013

Der böse Jude

Derzeit tobt ein Krieg in den deutschen Feuilletons über die Frage, ob die "Broders dieser Welt" als verrückt abzustempeln und in die Psychatrie zu deportieren sind, wenn sie jemanden der antisemitische Ressentiments bedient und die Existenz Israels für die Kriege dieser Welt verantwortlich macht als Antisemiten bezeichnen. 

Hintergrund ist, dass Henryk M. Broder mehrfach in seinen Artikeln auf die antisemitischen Ressentiments Jakob Augsteins hinwies, die sich in seinen Artikeln über Israel offenbarten. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum (SWC) setzte zum Ende des Jahres 2012 Jakob Augstein auf die Liste der 10 antisemitischen/antiisraelischen Personen, wo er auf Platz 9 landete. Ein Sturm der Entrüstung brach daraufhin los, weil das SWC unter anderem Henryk M. Broder für seine Entscheidung zitierte. Unter anderem! Denn das Broder-Zitat war lediglich eines unter vielen. Doch auf genau dieses eine Zitat stürzte sich ganz Deutschland. Denn dieses eine Zitat stammte vom deutschlandweit bekannten bösen Juden, der einfach nicht den Mund halten will, sich zu allem und zu jeden äußert und dadurch den "Dialog" zwischen den "guten" opportunistischen Salonjuden und politisch korrekten Antisemiten stört. 
Von Sachlichkeit ist seitens der Augstein-Helfer nicht der Hauch einer Spur. Die Angriffe gegen Broder sind allesamt persönlicher Natur.

Der Wind scheint sich im öffentlichen Diskurs zu drehen. Die Opportunisten spüren das und springen auf die vermeintlich bequemere Seite. Nämlich auf die Seite derjenigen, die wissen, wie sie ihre Ressentiments in einer glänzenden Verpackung der Öffentlichkeit präsentieren können. So, dass der stinkende Inhalt zunächst nicht zu erkennen ist. Man aalt sich nunmal lieber am äußeren Glanz, statt sich mit dem Dreck innen drin auseinanderzusetzen.
Das ist in etwa die Situation um Jakob Augstein und seinen oppportunistischen jüdischen Streithelfern einerseits und den wachsamen Spürnasen, den Broders dieser Welt, andererseits.  

Wer die Hintergründe nicht kennt, sollte das hier vom bösen Juden lesen: 
"Niemand sprach Augstein das Recht ab, Israel zu kritisieren, mir wurde aber das Recht abgesprochen, Augstein für seine "Kritik" an Israel zu kritisieren, wobei mir von einem Kollegen sogar nahegelegt wurde, etwas mehr Demut und Dankbarkeit an den Tag zu legen: "Es spricht für den deutschen Rechtsstaat, dass Henryk M. Broder bis heute frei herumläuft ..." Ja, damit hat der deutsche Rechtsstaat seine schwerste Bewährungsprobe tadellos bestanden."
Die modernen Antisemiten argumentieren subtil
"Die Antisemitismus-Anschuldigung hat sich nicht auf Augstein als Person, sondern seine Zitate bezogen, so das Wiesenthal-Zentrum. Augstein solle sich endlich erklären." 
Simon-Wiesenthal-Zentrum Organisation differenziert Antisemitismus-Vorwurf gegen Augstein


Die Top Ten 2012

Freitag, 9. November 2012

Martin Walser droht Michel Friedman

Der greise Schriftsteller Martin Walser löste  in der Frankfurter Paulskirche mit seiner Festrede anlässlich der Verleihung des Friedespreises des deutschen Buchhandels im Jahre 1998 einen Sturm der Entrüstung aus, als er die "Instrumentalisierung des Holocausts" kritisierte und von der "Auschwitz-Keule" sprach.

Michel Friedman ist das damals wohl entgangen. Jetzt holt er nunmehr nach 14 Jahren das nach, was er damals verpasst hat und bezeichnet Walser und Günter Grass im Nachhinein als "Antisemiten". Walser will jetzt rechtlich gegen ihn vorgehen.


"Manche Menschen werden klug geboren, andere brauchen etwas länger. Der “jüdische Publizist” Michel Friedman hat soeben “den Schriftstellern Martin Walser und Günter Grass Antisemitismus und Rassismus” vorgeworfen. Dabei hatte der “Krawattenmann des Jahres 2000” erst vor kurzem der Pfeife des Jahrhunderts einen halben Persilschein ausgestellt: dieser sei „kein Antisemit“, er spiele allerdings „mit antisemitischen Klischees“; nu hat offenbar auch Friedman begriffen, dass man einen, der gerne kokelt, einen Brandstifter nennen kann. Eine erstaunliche intellektuelle Leistung. Wie aber nennt man einen Publizisten, der Monate braucht, um zwei und zwei zusammen zu zählen. Einen Spätzünder?"

Die schnellste Krawatte des Jahrzehnts

"Der Schriftsteller Martin Walser hat Antisemitismus-Vorwürfe des jüdischen Publizisten Michel Friedman scharf zurückgewiesen. "Ich kann mir überhaupt nicht denken, worauf sich Herr Friedman bezieht. Ich habe niemals ein Pamphlet oder Gedicht zu diesem Thema verfasst", sagte Walser. "Sollte er das nicht widerrufen, werde ich ihn wegen Beleidigung verklagen."
Walser kontert Friedman