Posts mit dem Label Christentum werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Christentum werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 16. April 2017

Zum 90. Geburtstag von Papst emeritus Benedikt XVI.


Es ist ein Verdienst von Papst emeritus Benedikt XVI., nicht zuletzt in seiner Regensburger Rede die Hellenisierung des Christentums und, damit verbunden, das Vernunftpotential der Katholizität verteidigt zu haben, und zwar gegen jene politisch-theologischen Tendenzen einer Apotheose der Unvernunft, der äußersten Barbarei, wie sie von "Gotteskriegern" wie Bush jun. und Obama bin Ladin, Breivik und den Schlächtern von Daesh repräsentiert wurden und werden.

Am heutigen Ostersonntag, den orthodoxe und katholische Christen trotz unterschiedlicher Kalender in diesem Jahr gleichzeitig feiern, wird Benedikt, der als Bischof von Rom auf eine Annäherung nicht zuletzt an das Patriarchat von Moskau und ganz Russland hinwirkte, 90.

Sonntag, 18. Januar 2015

Mazlum Dogan: Die unantastbare Religion

In Paris stürmten zwei vermummte und schwer bewaffnete Männer die Redaktion des französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo" und ermordeten mit dem Schlachtruf „Allah’u akbar!“ (dt.: „Allah ist groß!“) zwölf Menschen. Es muss jedoch nicht lange nach den
Motiven für die Tat gesucht werden, denn Charlie Hebdo hat als Satiremagazin auch den Islam und seinen Propheten auf’s Korn genommen.

Soweit so schlimm, denn radikale Muslime würden diese Form der Satire am liebsten stets mit dem Tode bestrafen. So ist es dann auch in Paris gekommen. Zehn Karikaturisten und zwei Polizisten verloren ihr Leben, weil zwei fanatische Islamisten es nicht mehr hinnehmen wollten, dass Menschen Karikaturen zeichnen und Witze verfassen. Der Islam ist unantastbar.

Mit den Werten einer aufgeklärten Gesellschaft hat das freilich nichts zu tun. Der Islam überwiegt jede Presse- und Meinungsfreiheit. Nach ihrem Verständnis ist der Islam absolut – das Nonplusultra. Diese hässliche Fratze der Islamisten zeigt sich derzeit wohl am auffälligsten im Irak und in Syrien, wo der sog. „Islamische Staat“ wütet und ganze religiöse Minderheiten vernichten möchte. Oder auch in Pakistan, wo radikale Dschihadisten der Taliban vor kurzem eine Schule stürmten und Dutzende Kinder ermordet
en. Abtrünnige werden hingerichtet. Wer nicht konvertiert, wird enthauptet. Und es ist dieselbe Fratze, die sich in Paris gezeigt hat.

Als der deutsch-ägyptische Islamwissenschaftler Hamed Abdel-Samad letztes Jahr das Buch „Der islamische Faschismus“ verfasste und veröffentlichte, wurde er sogleich mit einer Mord-„Fatwa“ belegt. Eine Fatwa ist nichts anderes als ein Urteil einer islamischen Autorität. Eine Art Parallel-Justiz. Derartige Urteile sind nicht zu unterschätzen, denn oftmals werden sie auch in die Tat umgesetzt. Dass jemand wie Abdel-Samad zur Zielscheibe radikaler Muslime wurde und auch generell in der muslimischen Welt kein gern gesehener Mensch ist, erklärt sich durch sein Wirken und Tun: Er erklärt die Zusammenhänge zwischen dem Islam (seit seiner Entstehung) und dem Islamismus. Er verleugnet nicht die Zusammenhänge, wie die großen islamischen Verbände es allzu gerne tun, sondern setzt sich für die Anwendung der Ideen der Aufklärung beim Islam ein.

Und genau das ist der Stichpunkt: Aufklärung.

Jede Form der (z.B. religionskritischen) Aufklärung wurde bisher in der islamischen Welt im Keime erstickt. So erinnert man sich noch an den türkischen Religionskritiker und Bürgerrechtler Turan Dursun, der einst ein angesehener Imam und Mufti war und später den Islam und seinen Propheten öffentlich kritisierte. Dursun wurde später von radikalen Islamisten erschossen. Ein deutlich prägenderes Ereignis war der Brandanschlag im anatolischen Sivas, wo rund 15.000 Islamisten am 14. Juli 1993 – ebenfalls mit dem Schlachtruf „Allah’u akbar!“ – Jagd auf Aleviten machten und 35 Menschen ihr Leben verloren. Einer der Gründe für diese Tat war, dass der alevitische Intellektuelle Aziz Nesin das Buch „Satanische Verse“ von Salman Rushdie ins Türkische übersetzen wollte. Radikale Muslime sind der Auffassung, dass Rushdie in seinem Buch den islamischen Propheten verunglimpfe. Kurzerhand wurden 35 Menschenleben ausgelöscht.

Auf die Aufklärung wird mit bestialischer Gewalt geantwortet. Es gibt keine Kompromisse, wenn die Religion als „unantastbar“ erklärt wird – weder in Sivas noch in Paris. Der Islam sei noch nicht „durch das Feuer der Aufklärung gegangen“, schrieb der Orientalist Navid Kermani im Jahre 2003. Zahlreiche blutige Attentate, Massenmorde und Gräueltaten später, sollte Kermani immer und immer wieder Recht behalten, denn was einige im Namen des Islams praktizieren, hat mit Humanismus und den Ideen der Aufklärung wenig gemein.


Mazlum Dogan ist Bundesvorsitzender des Bundes der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V. (BDAJ). Er studiert Jura an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.


Sonntag, 8. Dezember 2013

"Gott darf ruhig alles hören, wir sind mit ihm per Du"

"Armenier achten Autoritäten, aber sie zeigen sich nicht als sündige Selbstbeschuldigte, die bußbereit auf Knien rutschen oder sich auf den Boden werfen. Erst wird vor dem Altar gebetet, dann geschwatzt. "Gott darf ruhig alles hören, wir sind mit ihm per Du", sagt eine Reiseleiterin und überlässt es ihrer Gruppe zu überlegen, von wem Gott sich wohl siezen lässt."
Wo der Kommunismus als Witz noch weiterlebt
http://www.welt.de/reise/nah/article122658915/Wo-der-Kommunismus-als-Witz-noch-weiterlebt.html

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Iraner in Deutschland - Vom Islam zum Christentum

Das armenische Christentum gilt den meisten Menschen im Nahen Osten als Anknüpfungspunkt für das christliche Europa und die Christenheit. Das sich Iraner dem Christentum zuwenden und Aleviten mit Armeniern und orthodoxen Christen gesellschaftlich und politisch zusammenarbeiten, u.a. im Christlich-Alevitischen Freundeskreis der CDU, ist vor dem Hintergrund ihrer Erfahrung in den Herkunfsländern verständlich.

Das Feindbild Christentum besteht vornehmlich bei zwei Akteueren im Nahen Osten - den Islamisten und der Türkei.


"Viele Iraner haben, wie Mehran, den Islam als politisches Unterdrückungssystem kennengelernt, das mit Kontrolle, Angst, und Gewalt arbeitet. Der Islam ist für sie unglaubwürdig geworden, während sie im christlichen Glauben Freiheit gefunden haben. Für diese Freiheit haben sie einen hohen Preis bezahlt.
[...]
"Es hat mich sehr überzeugt, wie meine armenischen Freunde leben, ihre Freundlichkeit, ihr Leben als Christen." Doch Muslime, die sich für das Christentum interessieren, leben im Iran gefährlich. Ihnen ist der Besuch armenischer Kirchen verboten, Spitzel und Geheimpolizei überwachen, wer ein- und ausgeht."

Vom Islam zum Christentum
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1873220/

Freitag, 31. August 2012

Tscherkessen fliehen zurück in den Kaukasus

Die syrischen Tscherkessen versuchen in den Kaukasus zurückzukehren, da sie eine Islamisierung Syriens befürchten. Eine kollektive Rückkehr dürfte ihnen jedoch verwehrt sein, denn weder Assad noch Russland haben ein Interesse daran, dass die Tscherkessen das Land verlassen und dadurch Assad einen seiner größten Unterstützer verliert. In Syrien leben 100 000 Tscherkessen und ihre Loyalität zum säkularen Regime ist ungebrochen.
"Die Tscherkessen sind die Ureinwohner des nordwestlichen Kaukasus. Sie bestehen aus zwölf Stämmen, die nie einen eigenen Staat hatten und im Mittelalter georgischen Königen als Gardetruppe dienten. Von ihnen wurden sie auch zum Christentum bekehrt. Den Islam nahmen sie erst an, als Russland im 16. Jahrhundert begann, sie im Zeichen des Kreuzes zu unterwerfen. Das gelang trotz überlegener Waffen erst im großen Kaukasuskrieg. Nach dem Sieg 1864 deportierte der Zar den Großteil der Volksgruppe ins Osmanische Reich. Als die osmanische Regierung den Balkan 1878 nach dem russisch-türkischen Krieg räumen musste, ließen sie sich an der türkischen Schwarzmeerküste und im Osten des Reiches nieder – im heutigen Jordanien, im Libanon und in Syrien. Viele kämpften später für die französische Fremdenlegion."
Flucht aus Syrien in den Kaukasus?
 http://www.badische-zeitung.de/ausland-1/flucht-aus-syrien-in-den-kaukasus--63083902.html


"Seit Ende des vergangenen Jahres bitten syrische Tscherkessen Moskau ganz offiziell, in ihre angestammten Gebiete zurückkehren zu dürfen. Es sind der nördliche Kaukasus und Regionen am Schwarzen Meer. Anfang des Jahres nahmen Vertreter der Minderheit aus Syrien an einem Kongress der Tscherkessen in Russland teil und beeilten sich ihre Loyalität Moskau gegenüber zu versichern."
Flucht der Minderheiten aus Syrien
http://www.fr-online.de/aegypten-syrien-revolution/fluechtlinge-aus-syrien-flucht-der-minderheiten-aus-syrien,7151782,16952966.html


Montag, 6. August 2012

Unser Freund Saudi-Arabien

Zu Saudi-Arabiens Exportschlagern zählt nicht nur das Öl, sondern auch der Terrorismus. Die gewaltsame Verbreitung des Wahabismus, einer primitiven Form des Islam, mittels Terrorismus und Massenmord durchzieht seit einem halben Jahrhundert die außenpolitischen Aktivitäten dieser absolutistischen Monarchie. Das Königreich zählt zu den blutrünstigsten Regimen der Welt, welches nicht-sunnitische Gemeinschaften verfolgt, Frauen steinigt, Unschuldige foltert und ermordet und gleichzeitig vom Westen als "moderat" und zur "Achse des Guten" zählend hofiert und chauffiert wird.

Die Verbündeten Saudi-Arabiens - u.a. die USA und Deutschland - sollten vielleicht mal tacheles mit ihnen sprechen. So, wie es sich unter guten Freunden nunmal gehört. Denn während die USA, ganz im Geiste der Freiheit und Demokratie, Al-Kaida und andere Terroristen  gegen das "Assad-Regime" in Syrien bewaffnet und dahingehend unterstützt, eine weitere sunnitische Theokratie herbeizubomben, kann uns Christen eine private Weihnachtsfeier bei unserem "Alliierten" Saudi-Arabien schon das Leben kosten.
"Auf der ICC-Webseite heißt es, dass saudi-arabische Sicherheitsbeamte die Christen während ihrer Haft geschlagen, belästigt und bedrängt hätten, zum Islam überzutreten. Da die inhaftierten Christen diesen Druck nicht nachgaben, wurden sie gequält. Laut Berichten von Menschenrechtsgruppen und der Kommission für Internationale Religionsfreiheit, einer US-Regierungsagentur, sei es gegenüber den 29 Frauen und 6 Männern zu sexuellen Übergriffen und sonstigen Tätlichkeiten gekommen. Die Kommission stellte fest, dass "einige der inhaftierten Männer erklärt hätten, dass sie während der Verhöre körperlichen Züchtigungen ausgesetzt waren und dass die weiblichen Häftlinge aufdringlichen und demütigenden Körperhöhlenuntersuchungen unterzogen wurden. Obwohl es zu keiner formalen Anklage kam, wurden den Häftlingen in der Folge das 'illegale Zusammenkommen' mit dem anderen Geschlecht vorgehalten."

Saudi-Arabien: 35 Christen nach monatelangem Martyrium freigelassen