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Donnerstag, 11. Dezember 2014

Unser Verlust ist groß - Wir trauern um unseren Freund Ralph Giordano



Unser Verlust ist groß – Wir trauern um unseren Freund Ralph Giordano

"Die Welt hat heute Morgen keine Ähnlichkeit mehr mit der von gestern.“ Diese bewegenden Worte stammten vom jungen armenischen Wissenschaftler Dr. Mihran Dabag, die er am Tag nach der Ausstrahlung der Dokumentation "Die armenische Frage existiert nicht mehr" am 21. April 1986 im ARD an Ralph Giordanos richtete. Es war bis dahin die erste Dokumentation überhaupt zu diesem Thema gewesen. Sie veränderte das armenische Leben in Deutschland. Ralph Giordano hatte ein Tabu gebrochen. 

Er hatte sich nicht von den Morddrohungen einschüchtern lassen und dem immensen Druck nachgegeben, der seitens türkischer Rechtsradikaler und 30 000 demonstrierender nationalistischer Türken gegen ihn und den WDR ausgeübt wurde. Er hatte sich nicht den Versuchen des türkischen Konsulats und Ankaras gebeugt, die Sendung aus dem Programm zu nehmen. Seine Menschenliebe, sein Gerechtigkeitsempfinden und sein unermüdlicher Einsatz für verfolgte Gemeinschaften ließen keinen Kompromiss, kein Nachgeben, kein sich beugen vor dem Unrecht zu. 

Geprägt durch seine Verfolgungserfahrungen als Jude durch die Nationalsozialisten wurden der Antisemitismus und Rechtsradikalismus seine Lebensthemen, die er in seinen autobiografischen Werken "Die Bertinis", und „Erinnerungen eines Davongekommenen“ der Nachwelt vermachte. 

Anteil nahmen wir aber auch an seiner Lebensfreude, seiner steten Neugier und seiner Liebe zu Tieren u.a. in seinem literarischen Werk „Der Wombat“. 

Ralph Giordano war eine moralische Instanz, ein Freund des armenischen Volkes und ein unermüdlicher Streiter für die Verfolgten und Unterdrückten dieser Welt. Sein größter Wunsch war es zum 100. Jährigen Gedenken des armenischen Genozids im nächsten Jahr in der Paulskirche am 24.April 2015 sprechen zu dürfen. 

Er verstarb gestern am 10.12.2014 im Alter von 91 Jahren. Unsere Trauer und unser Schmerz sind groß. Doch in unseren Herzen und in der Erinnerung der armenischen Gemeinschaft in Deutschland wird er ewig weiterleben. 

In stiller Trauer.

Dr. Nazareth Agheguian             RA'in Madlen Vartian
Vorsitzender                                     Stv. Vorsitzende




Montag, 20. Oktober 2014

Die PKK - Helden im Kampf gegen ISIS

Es gibt gute Kurden und böse Kurden. Allerdings ist die Rollenverteilung anders, als die Türkei und ihre Schergen im Westen glauben lassen wollen. Die "guten" Kurden sollen die Peschmerga unter Barzani sein, während die "bösen" Kurden die PKK-Anhänger und Sympathisanten unter Karayilan und Co. sein sollen. Weshalb gerade Barzani der "Gute" sein soll ist einfach zu beantworten - er ist ein Vasale Ankaras den es nicht um den Kampf um Gleichberechtigung und ein Leben in Würde in der Türkei und Syrien geht, sondern vornehmlich um den Machterhalt des Barzani-Clans im Nordirak. Barzani arrangierte sich mit Ankara und richtete seine Waffen gegen die PKK und konkurrierende Kurden-Clans. Er ist der Vasale Ankaras, der sich weder um die Kurden Syriens oder der Türkei, noch um Yeziden und Aleviten schert. 

Die PKK-Kurden sollen die "Bösen" sein. Sie sind diejenigen, die ab den 70er Jahren gegen die Unterdrückung der Kurden durch Ankara aufbegehrten. Erst politisch, später dann militärisch als kurdische Dörfer in der Osttürkei dem Erdboden gleichgemacht wurden, Kurden entführt, gefoltert und ermordet wurden, Nachts türkische Soldaten in kurdische Häuser eindrangen Mädchen und Frauen vergewaltigten, während die Väter dabei zusehen mussten. 

Frauen und Männer kämpfen seither in der PKK für Gleichheit, Freiheit und ein würdevolles Leben. 

Die Finanzierung des Kampfes gegen die Türkei erfolgte zumeist über illegale Drogen- und Waffengeschäfte, Schutzgelderpressungen und Hehlerei. Unterstützung erhielten sie unter anderem von der Sowjetunion, da sie sich dem Kommunismus und den Werten des Sozialismus verbunden fühlten. Gegen den türkischen Staatsterror waren sie die Helden, die in den Kampf zogen. 

Der Westen schaute der blutigen Politik der Türkei gegen die Kurden zu. Die NATO-Partner ignorierten die Kurden und belieferten die Türkei weiter mit entwickelten Waffensystemen und Spionageequipments. Sie setzten die PKK auf ihre vermeintlichen "Terrorlisten" und unterstützten die Türkei bei der Unterdrückung der Kurden. Nicht die Türkei soll die Kurden, sondern die PKK soll die Türkei terrorisiert haben, sagten sie. 

Diese Lesart ist ebenso zynisch wie falsch. Der Terrorismus ist nämlich historisch betrachtet für Ankara die Fortführung der Politik mit anderen Mitteln und hat traurige Tradition. Zur Dezimierung der Armenier gründete bereits Sultan Abdulhamit II. in den 1890ern die paramilitärischen Hamidiye-Regimenter. Später hießen sie unter den Jungtürken  "Teskilat-i Mahsusa" und waren für das schmutzige Mordgeschäft während des Genozids an den Armeniern 1915 zuständig. Die Teskilat-i Mahsusa wurde dann 1923 in den türkische Geheimdienst "MIT - Milli Istibaharat Teskilati" überführt, die wiederum spezielle Mordkommandos wie die türkische Hizbullah, die TIT (Türk Intikam Tugayi) und die gefürchtete JITEM gründete. 

Inzwischen verfolgt Ankara die Kurden nicht nur innerhalb der türkischen Grenzen, sondern auch in den Nachbarstaaten. Die ISIS, Al-Nusra, Al-Kaida - Mörderbanden, die jahrelang als "syrische Opposition" bezeichnet wurden, verfolgen das Ziel, die Pluralität Syriens auszulöschen und einen homogenen, sunnitisch-muslimischen Staat zu gründen. 

Die einzigen, die hiergegen erfolgreich Widerstand leisten, sind die Kurden. Genauer: Die PKK. Die PKK führt derzeit den Kampf gegen Unterdrückung und Barbarei, während der Westen erneut der Türkei die Stange hält. 

Wer ist also der Terrorist? Die PKK, die gegen die Barbarei kämpft oder die Türkei, die diese - in fortgeführter staatlicher Tradition - unterstützt?


"Yet it was YPG and PKK forces that provided the decisive support on the ground to the Iraqi Kurds, allowing KRG peshmerga to regain territory lost to Isis in Iraq. The US in great part owes the limited success of its airstrikes in north Iraq to the PKK and YPG."

Why did the US help the Kurds in Iraq but leave Isis to massacre them in Syria?http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/oct/07/us-kurds-iraq-isis-massacre-syria-kobani?CMP=twt_gu

"In Cizre legte sich niemand folgenlos mit den Mächtigen an. Dazu gehörten die Militärs, Jitem-Leute, aber auch Mitglieder der radikal-islamischen türkischen Hizbullah. Sie herrschten über Leben und Tod in Cizre, der tristen Grenzstadt am Tigris, als draußen in den Bergen der Kampf zwischen der Armee und der PKK tobte. Zum Bürgermeister ließ sich damals ein brutaler Clanführer namens Kamil Atak ernennen, ein ehemaliger Schäfer, der seine Gefangenen mit Vorliebe an die Hizbullah-Kämpfer "verfütterte", wie es ein Lokalpolitiker in Cizre formuliert." [...]
"Wir mordeten nachts, während der Überstunden, wenn die regulären Soldaten nicht mehr anwesend waren." Und weiter: "Viele unserer Gefangenen wurden vom Gericht oder der Gendarmen angezeigt, viele aber auch von ganz normalen Mitbürgern denunziert. Eine Befragung durch die Jitem-Leute hat niemand überlebt."
Kurdenverfolgung in der Türkei: "Wir mordeten nachts, während der Überstunden"
http://www.spiegel.de/politik/ausland/kurdenverfolgung-in-der-tuerkei-wir-mordeten-nachts-waehrend-der-ueberstunden-a-626351.html

"Kurden beteiligten sich mit Raubüberfällen, Vergewaltigungen und Mordorgien. Widerstand gegen die Deportationen gab es nur vereinzelt." [...]
"Das Vorgehen sei planmäßig gewesen und von einem "Komitee für Einheit und Fortschritt" gelenkt worden. "Das war, wenn man so will, so etwas wie die NSDAP und diese so genannte Spezialorganisation, diese Sonderorganisation (Teskilati Mahsusa), das war die SS. So war das organisiert. Es gibt ein paar Quellen, wo die Deutschen staunen und sagen: Für orientalische Verhältnisse ist das eigentlich unglaublich, wie die in relativ kurzer Zeit von einem Jahr es geschafft haben, die Armenier umzubringen oder zu assimilieren", sagt Gust."
Der vergessene Völkermordhttp://www.stern.de/politik/geschichte/osmanisches-reich-der-vergessene-voelkermord-539507.html

Samstag, 9. August 2014

Schielauge des Westens

Kirche in Bagdad
Wir haben es immer wieder gesehen. Erfahrung bestätigt: der Westen hat ein Schielauge. 
Im ehemaligen Irak läuft gerade das Paradebeispiel einer islamisch motivierten ethnischen Säuberung an Hunderttausend Christen und Jesiden ab. Die Dschihadisten fordern eine Konversion zum Islam, Zahlung einer erniedrigenden Dschizya und Leben als ,,Untermensch” im islamischen Kalifat oder eben den Tod. Und weder von den vielen Islamverbänden in Deutschland, noch von zahlreichen Friedensaktivisten hören wir etwas. Krieg sei keine Lösung und die Anwendung von Gewalt – zum Beispiel auch im zweiten Weltkrieg gegen Hitler – sei prinzipiell illegitim, ist die Logik, der wir gehorschen sollen, sagen uns Geopolitiker aus der Reihe der Theologieexperten.

Die einzige Demokratie und funktionierender Rechtsstaat im Nahen Osten, Israel, nimmt es alle zwei Jahre nicht hin, von einem terroristischen Clan mit Raketen bombardiert zu werden. Schon wird vor der Domplatte in Köln wieder Völkermord an Palästinensern propagiert. Dass die Terroristen des vom EU-Beitrittskandidaten Türkei unterstützten Hamas ihre Waffenlager in Krankenhäusern und Moscheen unterbringen und absichtlich aus zivilen Einrichtungen schießen, um die Anzahl der toten Palästinener in die Höhe zu treiben, ist leider eine Logik, die wir hinnehmen sollen, sagen uns selbsternannte Friedensexperten.

Mit etwas Distanz zur Contemporary Denkart ist die Inkonsistenz und die Widersprüchlichkeit, ja das Paradox dieser Logik leicht erkennbar. Der Westen hat sich aufgrund von Schuldgefühlen – realen wie eingebildeten – unterbewusst ein Maßstab zurechtgelegt, der selbst-, und fremdschädigender hätte nicht sein können. Während man verfolgten Christen weltweit durch die Brille der Säkularität mit Indifferenz begegnet, haben muslimische Tote einen ,,Mehrwert”. Das gilt jedoch nicht, wenn es unter ihresgleichen passiert. Denn das ist irrelevant, passiert immer, und stellt lediglich Brudermord dar. Das Sterben von Muslimen wiederum durch die Hand Israels jedoch ist eine Ultimativsünde, dem nicht mal das katholische Fegefeuer ein Ausgleich wäre.

In einem öffentlichen Diskursraum, dessen Regeln in den letzten Jahrzehnten von Feinden des westlichen Modells der Demokratie, Freiheit, Individualrechten wie Religions-, und Meinungsfreiheit, gesetzt wurden, erstaunt mich eine derartige kafkaeske Logik kaum. Orwell hätte nicht besorgter sein können. So gilt laut dem amerikanischen Präsidenten der aktuelle Eingriff aus der Luft explizit dem Schutz von US-Amerikanern im Irak und den Jesiden. Ein Eingriff zum Schutze der christlichen Minderheiten, die ebenso betroffen sind, wäre sicherlich als Kreuzzug interpretiert worden. Allein diesen Eindruck muss man ja erwehren. Wenn es sein muss, indem man die Christen ihrem Schicksal überlässt. Der Westen hat so autoritären Regimen, die nichts von Ausgleich und Kompromissen verstehen und ständig mit Gewalt drohen, einfach nachzugeben.

Ist das eine Logik, die uns im 21. Jahrhundert schützen soll? Ist das die Geisteshaltung, der wir unser Leben in dieser Zeit geopolitischer Verwerfungen anvertrauen sollen? Ich bin mir nicht mehr sicher, ob der Westen ohne eine Rückbesinnung auf ihre Identität und Erbe aus griechischer Philosophie, dem römischen Begriff des Rechts und Staats, sowie einer judeo-christlichen Tradition überlebensfähig ist. Er gleicht zunehmend einem Hochhaus, dessen Bewohner die ersten Etagen für nicht mehr notwendig erachten. Hauptsache die oberen Etagen glänzen. Zumindest für unsere Finanz-, und Politeliten. Und für eine kurze Zeit.

Adem Dolas


Mittwoch, 2. April 2014

Kessab/Syrien – armenische Kleinstadt militärische Zielscheibe des türkischen NATO-Partners

Am 21.03.2014 überquerten Al-Qaida Einheiten die türkische Grenze nach Syrien und griffen die historisch von Armeniern bewohnte Ortschaft Kessab an. Etliche Bewohner flohen. Wer zurückblieb wurde von den Al-Qaida Millizen ermordet oder zur Konversion zum Islam gezwungen. Durch türkische Medienberichte wurde bekannt, dass die Türkei den Angriff auf die armenische Ortschaft durch die Al-Qaida logistisch unterstützt hat. 

„Wir verurteilen die Unterstützung der Al-Qaida durch den NATO-Partner Türkei“, erklärt Dr. Nazareth Agheguian,Vorsitzender des ZAD. „Die Türkei unterstützt ausländische islamistische Terroristen, die gezielt Angriffe auf armenische und christliche Bürger Syriens verüben. Das weckt Erinnerungen an die Vernichtung der Armenier 1915 und das von der Türkei verwirklichte Großprojekt einer christenfreien Region.“

Die armenische Gemeinschaft fürchtet weltweit die Zerstörung des multiethnischen und multireligiösen Syriens durch islamistische Terrorgruppen, die vom NATO-Partner Türkei unterstützt werden.

Dr. Nazareth Agheguian: „Die NATO ist aufgefordert, den Schutz der Christen in Syrien zu garantieren und auf den NATO-Partner Türkei einzuwirken.“

Die NATO und die westliche Staatengemeinschaft  ist aufgefordert Stellung zur aktuellen Situation zu beziehen und eine klare Haltung gegen islamistische Terrorgruppen in Syrien und ihre Unterstützung durch die Türkei einzunehmen.

Die nach Latakia geflohenen armenischen und alawitischen Einwohner aus Kessab sollen in ihre Heimatstadt in Sicherheit zurückkehren können.

Hintergrundinformationen:
Kessab – eine Kleinstadt im Nordwesten Syriens mit Wurzeln bis zu Zeiten des Königs Tigranes II. dem Großen (95 v. Chr.), war Teil des historischen Kleinarmeniens und ist bis heute mehrheitlich von Armeniern bewohnt. In der Vergangenheit hat die strategisch bedeutsame Stadt eine Schlüsselrolle gespielt und ist Zeugin grausamer Akte geworden.

Den ersten tragischen Rückschlag erlitten die Bewohner Kessabs 1909, als osmanische Militärtruppen sie vertrieben und zur Flucht nach Latakia zwangen.
1915 – während des vom Osmanischen Reich systematisch organisierten Genozids an Armeniern - wurden die Einwohner erneut Opfer nationalistischer Bestrebungen und ließen in der Wüste von Deir ez-Zor auf erbarmungslose Weise ihr Leben.

Seit nun mehr als 3 Jahren herrscht Krieg in Syrien und Unruhen verschiedener Fronten durchziehen das Land. So ist auch in den letzten Tagen Kessab schweren Angriffen erlegen: mehr als 600 Familien sind bei Nacht und Nebel vor Attacken   islamistischer Gruppen der Al-Nusra Front und der Al-Qaida geflohen. Diese wurden durch die unbewachte Grenze der Türkei geschleust. Erneut – nach fast 100 Jahren – sind die die Bewohner zur Zielscheibe türkisch-nationalistischer Intentionen geworden.


Kontakt:
Pressestelle des Zentralrats der Armenier in Deutschland e.V.
Tel.: 0221 - 16863001
Mobil: 0178- 81 81 002

Sonntag, 8. Dezember 2013

Deutsche- und U.S.-Terroristen morden Aramäer in Syrien

Angesichts der Tatsachen klingt es schon fast verharmlosend, wenn man davon spricht, dass der Westen, sprich die USA und Europa, die Terroristen in Syrien - oder wie sie liebevoll auch genannt werden  "syrische Opposition" - unterstützt. Vielmehr wird dieser Abschaum unter anderem in Deutschland rekrutiert und nach Syrien versendet.

Nunmehr fürchtet man sich in Deutschland, dass dieses Mörder-Pack lebend wieder zurückkehren könnte. Die deutsche Hoffnung, das sie dort unten so viele Syrer wie möglich ermorden bis sie selbst von einer Kugel getroffen werden, zerplatzt damit. 
Wer anderen eine Grube gräbt...

Derzeit ermordet dieser Abschaum aus Deutschland die Aramäer in Syrien. 
"In Syrien hat ein grausames Massaker an Christen stattgefunden. Es gab Massengräber, zu Tode gefolterte Frauen und Kinder, verwüstete Kirchen. Täter waren die vom Westen unterstützten Rebellen gegen das Assad-Regime."
Die Welt ignoriert das größte Massaker an Christen in Syrienhttp://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/26441/Default.aspx?hp=article_title

"170 Islamisten aus Deutschland kämpfen derzeit im syrischen Bürgerkrieg – Tendenz steigend. Der Chef des Verfassungsschutzes fürchtet vor allem deren Rückkehr."

Dienstag, 14. August 2012

"Als zehnjährige habe ich mich verleugnet"

Kurdin und Alevitin zu sein, ist in der Türkei ein doppelter Grund angefeindet zu werden: 
 "1978, in dem Jahr, in dem ich nach Deutschland gekommen bin, wurden in meiner Heimatstadt Maras alevitische Häuser markiert und die Bewohner umgebracht, 1980 geschah ähnliches in Corum. 1993, als ich zufällig mit meinem Sohn in Istanbul war, habe ich die schockierenden Bilder von einem Brandanschlag auf ein Hotel im anatolischen Sivas gesehen. Dort hielten alevitische Künstler ein Kulturfest ab. In diesem Haus haben 35 Menschen ihr Leben verloren (...) Als Zehnjährige habe ich verleugnet, dass ich Kurdin und Alevitin bin, damit ich in der Schule Freunde bekomme. Damals war ich stolz, dazuzugehören. Aber es war eine traurige Assimilation."
„Gemobbt, schikaniert und beleidigt“


Montag, 6. August 2012

Unser Freund Saudi-Arabien

Zu Saudi-Arabiens Exportschlagern zählt nicht nur das Öl, sondern auch der Terrorismus. Die gewaltsame Verbreitung des Wahabismus, einer primitiven Form des Islam, mittels Terrorismus und Massenmord durchzieht seit einem halben Jahrhundert die außenpolitischen Aktivitäten dieser absolutistischen Monarchie. Das Königreich zählt zu den blutrünstigsten Regimen der Welt, welches nicht-sunnitische Gemeinschaften verfolgt, Frauen steinigt, Unschuldige foltert und ermordet und gleichzeitig vom Westen als "moderat" und zur "Achse des Guten" zählend hofiert und chauffiert wird.

Die Verbündeten Saudi-Arabiens - u.a. die USA und Deutschland - sollten vielleicht mal tacheles mit ihnen sprechen. So, wie es sich unter guten Freunden nunmal gehört. Denn während die USA, ganz im Geiste der Freiheit und Demokratie, Al-Kaida und andere Terroristen  gegen das "Assad-Regime" in Syrien bewaffnet und dahingehend unterstützt, eine weitere sunnitische Theokratie herbeizubomben, kann uns Christen eine private Weihnachtsfeier bei unserem "Alliierten" Saudi-Arabien schon das Leben kosten.
"Auf der ICC-Webseite heißt es, dass saudi-arabische Sicherheitsbeamte die Christen während ihrer Haft geschlagen, belästigt und bedrängt hätten, zum Islam überzutreten. Da die inhaftierten Christen diesen Druck nicht nachgaben, wurden sie gequält. Laut Berichten von Menschenrechtsgruppen und der Kommission für Internationale Religionsfreiheit, einer US-Regierungsagentur, sei es gegenüber den 29 Frauen und 6 Männern zu sexuellen Übergriffen und sonstigen Tätlichkeiten gekommen. Die Kommission stellte fest, dass "einige der inhaftierten Männer erklärt hätten, dass sie während der Verhöre körperlichen Züchtigungen ausgesetzt waren und dass die weiblichen Häftlinge aufdringlichen und demütigenden Körperhöhlenuntersuchungen unterzogen wurden. Obwohl es zu keiner formalen Anklage kam, wurden den Häftlingen in der Folge das 'illegale Zusammenkommen' mit dem anderen Geschlecht vorgehalten."

Saudi-Arabien: 35 Christen nach monatelangem Martyrium freigelassen

Todfeind Journalist - Die verfolgte Berufsgruppe

Nichts fürchtet eine Diktatur mehr als das freie Wort. Für das autokratische System spielt es dabei keine Rolle, ob wahres, falsches, dummes, witziges oder zynisches ausgesprochen oder geschrieben wird. Es kommt allein darauf an, dass es auf einem freien Gedanken beruht.
Wer in der Lage ist außerhalb des Systems zu denken, ist auch in der Lage einen Ort ohne dieses System zu denken und somit für sich und sein Land eine Veränderung zu wünschen.

Journalisten gehören daher nicht zufällig zur weltweit am stärksten verfolgten Berufsgruppe:
"Dass Journalisten oder Menschenrechtsaktivisten in konstruierten und von Widersprüchen gekennzeichneten Prozessen wegen Drogenbesitzes verurteilt werden, ist ein bekanntes Muster in Aserbaidschan...
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Menschenrechte: Aserbaidschanische Journalisten als Geisel im Konflikt mit Iran - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/diverses/menschenrechte-aserbaidschanische-journalisten-als-geisel-im-konflikt-mit-iran_aid_794168.html
Reporter ohne Grenzen zählt die Präsidenten Aserbaidschans und Irans, Ilham Alijew und Mahmud Ahmadinedschad, zu den größten Feinden der Pressefreiheit weltweit. Auf der ROG-Rangliste der Pressefreiheit steht Aserbaidschan auf Platz 162 und Iran auf Platz 175 von 179."

Aserbaidschanische Journalisten als Geisel im Konflikt mit Iran
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Menschenrechte: Aserbaidschanische Journalisten als Geisel im Konflikt mit Iran - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/diverses/menschenrechte-aserbaidschanische-journalisten-als-geisel-im-konflikt-mit-iran_aid_794168.html


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Menschenrechte: Aserbaidschanische Journalisten als Geisel im Konflikt mit Iran - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/diverses/menschenrechte-aserbaidschanische-journalisten-als-geisel-im-konflikt-mit-iran_aid_794168.html