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Samstag, 3. Mai 2014

Aserbaidschan verfolgt Menschenrechtler

In der Diktatur Aserbaidschan haben Menschen, die sich für Völkerverständigung, Frieden und Menschenrechte einsetzen einen sehr schweren Stand. So kann es passieren, dass man in ständiger Angst lebt, festgenommen, gefoltert und ermordet zu werden. 
Es kann aber auch passieren, dass das Regime mit Bulldozern anrückt, um das traute Heim einzureißen.
Dies alles ist der Menschenrechtlerin Leila Junus und ihr Ehemann in Baku erlebt. Der Ehemann erlitt jetzt einen Herzinfarkt. Leila Junus lebt in Angst. 
Die Empörung in Deutschland hält sich in Grenzen. Hauptsache das Erdgas fließt bald, ob dabei Menschen zugrunde gehen oder nicht. 
"In der vergangenen Woche wurde der regimekritische aserbaidschanische Journalist Rauf Mirkadyrow, der für die russischsprachige Tageszeitung Zerkalo die letzten drei Jahre als Korrespondent in der Türkei gearbeitet hatte, festgenommen. Mirkadyrow, der sich ebenfalls für einen Dialog zwischen Armenien und Aserbaidschan einsetzt, wird der Spionage und des Hochverrats beschuldigt. Das bedeutet eine lebenslange Haftstrafe."

Willkür gegen Menschenrechtlerin 

Sonntag, 3. März 2013

25 Jahre Unabhängigkeit in Bergkarabach (arm. Arzach)

"Bergkarabach ist ein armenisch besiedelter Staat, der während des Zusammenbruchs der UdSSR auf dem Gebiet der einstigen aserbaidschanischen Sowjetrepublik entstanden ist. Aserbaidschan betrachtet das Gebiet als Teil des eigenen Territoriums. Bislang erhielt Bergkarabach keine Anerkennung durch andere Staaten. Zudem hält Armenien mehrere aserbaidschanische Landkreise zwischen dem eigenen Gebiet und Bergkarabach besetzt."
Lage an Grenze zwischen Aserbaidschan und Bergkarabach offenbar wieder angespannter
http://www.berliner-umschau.de/news.php?id=2656&title=Lage+an+Grenze+zwischen+Aserbaidschan+und+Bergkarabach+offenbar+wieder+angespannter%0D%0A&storyid=1001360858240

Freitag, 15. Februar 2013

Bücherverbrennung und Hetzjagd gegen Schriftsteller in Aserbaidschan

Gegen den 75-jährigen Schriftsteller Akram Aylisli läuft derzeit eine Hetzjagd in Aserbaidschan. Ein Kopfgeld wurde verhängt, seine Bücher verbrannt, die Rente gestrichen und zum Mord gegen ihn aufgerufen. All' dies erfolgt nicht durch eine kleine rassistische Randgruppe, sondern durch den Diktator Ilham Aliyev persönlich, seiner Regierungspartei und der "modernen" Oppositionspartei. 

Das Video zur Bücherverbrennung hatte die aserischen Opposition stolz auf Youtube hochgeladen (weiter unten).

„Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen", sagte Heinrich Heine einst. 
In Aserbaidschan ist beides schon geschehen - gegen die Armenier. Darauf hatte Aylisli im vergangenen Jahr in einem russischen Magazin Aufmerksam gemacht. Jetzt wird man ihn zum Schweigen bringen.

"Jetzt haben nicht irgendwelche Fanatiker sondern die staatstragende Partei „Moderner Musawat“ ein Preisgeld von umgerechnet 10.000 Euro für denjenigen ausgeschrieben, der dem Schriftsteller Akram Ailisli ein Ohr abschneidet. Ailisli nämlich hat sich auf frevelhafte Weise an der heiligen nationalen Feindschaft gegen die Armenier vergriffen. In seinem neuen Roman „Steinerne Träume“ schreibt er über die Gewalt, die seine Landsleute ihren armenischen Nachbarn zum Ende der Sowjetunion angetan haben."
Preisgeld für das Ohr eines Schriftstellers
http://www.berliner-zeitung.de/politik/aserbaidschan-preisgeld-fuer-das-ohr-eines-schriftstellers,10808018,21746904.html

"He was expelled from the Union of Writers and had his presidential pension rescinded. His wife and son have also lost their jobs, while protesters have organised book-burnings of his works, held pickets outside his house, and burned effigies of him."
Bring me the ear of Akram Aylisli! Politician offers £8,000 for attack on writer
http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/books/news/bring-me-the-ear-of-akram-aylisli-politician-offers-8000-for-attack-on-writer-8492268.html

"Azerbaijan’s troubled efforts to portray itself as a progressive and Western-oriented country took a beating this week with the announcement by a pro-government political party that it will pay $12,700 to anyone who cuts off the ear of a 75-year-old novelist.
The author is Akram Aylisli, and his crime is to have written a novella called “Stone Dreams” that is sympathetic to Armenians and recounts Azeri atrocities in the war between the two countries 20 years ago"
Azerbaijan turns on one of its own with bounty on pro-Armenian author
 http://www.washingtonpost.com/world/europe/azerbaijan-turns-on-one-of-its-own/2013/02/12/977d2c8a-752b-11e2-aa12-e6cf1d31106b_story.html

"I could predict they would be unhappy. But I could never have predicted such horrors, such as calls for a writer to be killed, or his book to be burnt. It is very sad that our nation is humiliating itself in this way. A country that can burn books will not be respected by the rest of the world."
The book describes Azerbaijan's conflict with neighbouring Armenia through the 20th Century. But it details the massacres of Armenians by Azeris, portraying the tragedy of war from Armenia's perspective.
[...]
It's not unusual for the government to find a common enemy and unite around it, said Giorgi Gogia from Human Rights Watch. "And it's not the first time that freedom of information and free speech are under attack."
Azeri writer Akram Aylisli hounded for 'pro-Armenian' book
 http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-21459091

"In the novel, which was published in a Russian magazine last year, Aylisli refers to mob violence by Azerbaijanis against helpless Armenians in Baku.One passage vividly describes the scene of a mob beating up a man they thought was Armenian and another episode suggests that an Azerbaijani man threw an elderly Armenian woman from a balcony."
Akram Aylisli, Azerbaijani Author, Punished For Pitying Armenians
http://www.huffingtonpost.com/2013/02/08/akram-aylisli-punished-_n_2645791.html?utm_hp_ref=fb&src=sp&comm_ref=false#sb=3045713,b=facebook




Montag, 11. Februar 2013

Kein Frieden mit Baku

Wenn Aserbaidschaner sich "freundlich" über Armenien oder die Armenier äußern drohen ihnen in der Diktatur Aserbaidschan schwere Repressalien. Dies musste nunmehr ein 75-jähriger aserischer Autor am eigenen Leib erfahren.

"Im blutigen Konflikt der beiden Länder um die Provinz Berg-Karabach hatte Akram Ajlisli (75) im Buch „Steinträume“ um Mitgefühl für Armenier geworben. Präsident Ilcham Alijew entzog Ajlisli daraufhin Ehrentitel und Staatsrente. Die aserbaidschanische Menschenrechtlerin Lejla Junus warf der Regierung jetzt „Stalin-Methoden“ vor. Die Führung in Baku wolle Andersdenkende mundtot machen, betonte die Chefin des Instituts für Frieden und Demokratie in einer Erklärung.

Kritik an dem öl- und gasreichen Land an der Grenze zum Iran kam auch von der Europäischen Union."
...
Regierung: Autoritäres Aserbaidschan bestraft Autor - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/kultur/buecher/regierung-autoritaeres-aserbaidschan-bestraft-autor_aid_916645.html
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Regierung: Autoritäres Aserbaidschan bestraft Autor - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/kultur/buecher/regierung-autoritaeres-aserbaidschan-bestraft-autor_aid_916645.html

Autoritäres Aserbaidschan bestraft Autor
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Regierung: Autoritäres Aserbaidschan bestraft Autor - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/kultur/buecher/regierung-autoritaeres-aserbaidschan-bestraft-autor_aid_916645.html
http://www.focus.de/kultur/buecher/regierung-autoritaeres-aserbaidschan-bestraft-autor_aid_916645.html

Samstag, 10. November 2012

Junge Union BaWü - Wählt Maria-Lena Weiss!

Nikolas Löbel, der derzeitige Vorsitzende der Jungen Union Baden Württemberg, rudert im Steit um die Geldzuwendung des Aserbaidschanischen Studentenverbandes für den JU-Landestag zurück. Die "gespendeten" 2000 € wurden zurücküberwiesen. Die aserbaidschanischen "Studenten", die anscheinend als "Kaviar-Diplomaten" ihrer Diktatur agieren, sind empört. 

Die Mitglieder der Jungen Union Baden-Württemberg sollten sich hiervon jedoch nicht beeindrucken lassen.Wer Rückgrat hat, lässt sich nicht korrumpieren. Und ein fähiger JU-Landesführer lässt sich nicht für Kleingeld so tief herab. Löbel beschädigte nicht nur sich selbst, sondern auch die Junge Union BW. Seinen Sessel möchte er dennoch nicht räumen. 

Am Samstag (10.09.12) finden die Landesvorstandswahlen statt. Die Junge Union sollte ihren Blick auf die Herausforderin Maria-Lena Weiss richten.
Sie zeigte nämlich in dieser schwierigen Situation Haltung und erklärte: 

"Die Unstimmigkeiten innerhalb der JU gingen zuletzt so weit, dass sich seine Stellvertreterin Maria-Lena Weiss dazu entschloss, in Sinsheim bei der Wahl zum Vorsitzenden gegen ihn anzutreten. Die 31-Jährige sagt gegenüber unserer Zeitung, sie habe nichts damit zu tun, dass dieser Vorgang öffentlich gemacht worden sei. "Außerdem war ich in die Sponsorensuche nicht eingebunden", erklärt die Rechtsanwältin aus Mülheim. Sie selbst sei sehr verwundert über die Auswahl des Unterstützers gewesen. "Man hätte nicht einen solch dubiosen Sponsor an Land ziehen sollen", sagt sie. Dass Löbel sich jetzt über das Vorgehen der Kritiker beschwert, verstehe sie nicht. "Man darf hier nicht Ursache und Wirkung verwechseln. Wir als Junge Union sollten uns gut überlegen, mit wem wir auftreten." 

Maria-Lena Weiss ist die richtige Frau für diesen Posten! Sie hat das nötige Gespür. Wählt sie!
Löbel dagegen gehört abgewählt und in die hinteren Ränge versetzt. Sowas wie ihn braucht weder die Junge Union, noch die CDU.

"Nach kritischen Medienberichten hat Löbel nun beigedreht. In einer internen Mail, die stern.de vorliegt, schreibt er an seine Parteifreunde: "Auf Grund der Diskussion und der sensiblen aktuellen Lage halte ich es jedoch für besser, am Vertrag mit dem Studentennetzwerk nicht weiter festzuhalten und diesen rückgängig zu machen." Der Wert des Sponsorings hätte laut Löbel 2000 Euro betragen. Als Vermittler der Finanzspritze wird der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete und Regierungssprecher Otto Hauser verdächtigt, der seit zwei Jahren als Honorarkonsul von Aserbaidschan amtiert. Hauser bestreitet das energisch, räumte aber ein, dass er das Sponsoring für unbedenklich gehalten habe."
JU im Ländle serviert dubiosen Sponsor ab
http://www.stern.de/politik/deutschland/berlin-vertraulich-ju-im-laendle-serviert-dubiosen-sponsor-ab-1920792.html

"Nur wenige Tage, nachdem die Sache an die Öffentlichkeit kam, reagierte JU-Chef Löbel. In einem Brief an die Vorsitzenden der JU-Kreisverbände im Land und die Geschäftsstelle der CDU, der dieser Zeitung vorliegt, schreibt der Mannheimer: "Aufgrund der Diskussion und der sensiblen Lage halte ich es für besser, am Vertrag mit dem Studentennetzwerk nicht weiter festzuhalten und diesen rückgängig zu machen."
Löbel spannt Geldgeber vom Kaukasus ein
http://www.morgenweb.de/nachrichten/sudwest/lobel-spannt-geldgeber-vom-kaukasus-ein-1.781079

„Die Junge Union lässt sich ihren Landestag vom regimetreuen Studentennetzwerk aus Aserbaidschan finanzieren. Dies offenbart die Doppelmoral der JU bei Menschenrechtsfragen“, kritisierte Julien Ferrat, Mitglied im LandessprecherInnenrat. „Nachdem bereits auf Bundesebene die Abschaffung sämtlicher Studierendenvertretungen als Ziel beschlossen wurde, droht die Junge Union allmählich ein Fall für den Verfassungsschutz zu werden“, so Ferrat weiter. red
Junge Union trennt sich von Sponsor aus Aserbaidschan
http://www.kommunalinfo-mannheim.de/regionalteil-suedwest/288-junge-union-trennt-sich-von-sponsor-aus-aserbaidschan.html

"Kroes hatte den Staatspräsidenten Ilham Aliyev bei ihrer Ankunft gebeten, inhaftierte und auf ihre Verhandlung wartende Journalisten und Blogger besuchen zu können. "Als ich ankam, stand ich vor verschlossener Tür“, sagte Kroes. Die EU-Vizepräsidentin erklärte, sie wolle dem Präsidenten eine Liste von Namen inhaftierter Journalisten zukommen lassen. Zwar habe ihr der Präsident versichert, dass das Internet in Aserbaidschan offen und frei sei. "Es geht aber auch darum, was passiert, nachdem man sich geäußert hat", sagte Kroes."
IGF: EU-Kommissarin vor verschlossener Gefängnistür
http://www.heise.de/newsticker/meldung/IGF-EU-Kommissarin-vor-verschlossener-Gefaengnistuer-1746929.html



Mittwoch, 7. November 2012

Die einzige demokratische Diktatur der Welt

Wenn Autokraten als "lupenreine Demokraten" und arabische Monarchen als "moderate Islamisten" bezeichnet werden können, dann geschieht großes Unrecht, Aserbaidschan nicht als "demokratische" Diktatur zu bezeichnen.  

Aserbaidschan ist ein Vorbild dafür wie Demokratie, Diktatur und Kleptokratie eine Symbiose bilden können. Ebenfalls ist Aserbaidschan vorbildlich im Hinblick auf seine Rohstoffvorkommen und politischen Absichten. Vollmundig und großspurig erklärt der demokratisch gewählte Diktator Aliyev der Weltöffentlichkeit von den unerschöpflichen Öl und Gasvorkommen des kaspischen Meeres, die Europa für immer von Russland unabhängig machen würden. Dem ehemaligen armenischen Präsidenten Robert Kochiarian blieb er jedoch die Antwort schuldig, ob sich im kaspischen Meer neben der angepriesenen Menge an Öl und Gasvorkommen, noch genug Platz für ein Tropfen Wasser befände.

Wahrscheinlich nicht! Das kaspische Meer besteht nämlich hauptsächlich aus Öl und Gas. Der aserische Kaviar für die europäische Diplomatie entstammt dagegen aus den eigens dafür angelegten großen Aquarien Aliyevs. Der Vorsitzende der Jungen Union Baden-Württemberg könnte gemeinsam mit Philip Mißfelder demnächst davon kosten dürfen.

"Noch im Mai wurde eine brisante Expertise des Instituts European Stability Initiative veröffentlicht. Darin geht es um Aserbaidschans Kaviar-Diplomatie gegenüber Vertretern des Europarats. Demnach erhielten Aserbaidschans „Freunde“ vor jeder Sitzung etwa ein Pfund Kaviar (Kilopreis bis 1400 EUR). Später, bei Einladungen nach Baku, waren die Gaben noch viel generöser: wertvolle Seidenteppiche, Gold, Silber, sogar Geld. Dazu mehrere Zitate Alijews wie „Wir haben exzellente Beziehungen zu Europa und ich schere mich nicht um den Europarat.“ Und: dass „wir wohl nie eine Demokratie wie in Westeuropa aufbauen können“.
Die Kaviar-Diplomatie


Sonntag, 28. Oktober 2012

Aserbaidschan kauft Junge Union Baden-Württemberg

Die JU-Baden Württemberg, genauer der Vorstand unter dem Vorsitz des Jurastudenten Nikolas Löbel, lässt sich von der Diktatur Aserbaidschan den Landesparteitag, verdeckt über Zuwendungen des aserbaidschanischen "Studentenverbandes", finanzieren. Der Landesparteitag der Jungen Union Baden-Württemberg kostet ca. 10 000 €. Für die Studenten aus Aserbaidschan scheint dies ein Schnäppchen zu sein. 

Die diktaturfreundliche Haltung im Positionspapier der Jungen Union Deutschlands gegenüber Aserbaidschan erhält vor diesem Hintergrund eine neue Perspektive. Möglicherweise reichen die "Spenden" Aserbaidschans bis zur Bundesorganisation der Jungen Union  Deutschlands. Die einseitige Positionierung und Parteilichkeit Philip Mißfelders in der Karabach-Frage für Aserbaidschan und seine feindselige Haltung gegenüber Armenien dürften nunmehr einer genauen Überprüfung unterzogen werden müssen.

Wenn Jugendparteiorganisationen sich von Diktaturen wie Aserbaidschan korumpieren lassen, muss frühzeitig die Notbremse gezogen und die Vorstände ausgewechselt werden. Nikolas Löbel hat sich ausgelöbelt. Die Junge Union Baden-Württemberg sollte ihn vom Amt jagen.
"Wie Recherchen der Stuttgarter Zeitung ergaben, ist das Studentennetzwerk der autokratisch seit Anfang der 1990er Jahre vom Clan des Präsidenten Ilham Alijev regierten ehemaligen Sowjetrepublik zumindest ein Finanzier des JU-Landestages [...]
Zu verantworten hat das Engagement JU-Landeschef Löbel. Doch auf die Fragen der StZ,warum es zu der Zusammenarbeit kam oder etwa zu der Höhe des finanziellen Beitrags aus Aserbaidschan, schweigt sich der 26-Jährige aus."
Aserbaidschan finanziert den Landestag der Jungen Union mit
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.sponsorenaffaere-bei-der-cdu-baden-wuerttemberg-aserbaidschan-finanziert-den-landestag-der-jungen-union-mit.1d40a3cd-b697-4d36-b0cf-fde333ef9183.html

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Israelische Drohne von Armenien abgeschossen

Armenien und Aserbaidschan stehen kurz vor einem Krieg. Dieser Umstand wird von Israel und den USA mit Waffenlieferungen an Aserbaidschan noch weiter verschäft. Die martialische Vernichtungsrhetorik Bakus gegen Armenien erhöht sich mit zunehmender Modernisierung der eigenen Armee.

Die ersten aus Aserbaidschan stammenden Drohnen sichteten die Armenier nunmehr über Karabach und schossen kurzerhand eine ab. Baku ist verärgert. Das Kriegsmaterial stammt aus Israel und kostet sie insgesamt 1,6 Milliarden US-Dollar.

Israel ist ein Freund und Förderer der aserbaidschanischen Dikatur und seit jeher für seine Feindseligkeiten gegenüber Armenien bekannt. Israel unterstützte bereits in den 90er Jahren Aserbaidschans Politik der  ethnischen Säuberung an der armenischen Zivilbevölkerung und lieferte Waffen- und Kriegsmaterial zur Unterstützung der Ausrottungspläne Aserbaidschans.
Israel übernahm zudem die schmutzigen Propagandatätigkeiten für Baku und rechtfertigte die Gräueltaten international damit, die Armenier seien undankbare Bürger, die das Land ausbeuten und an das christliche Russland verraten würden. Die Armenier würden ihren Reichtum auf Kosten der muslimischen Aserbaidschaner horten und sie wirtschaftlich in Geiselhaft nehmen. Armenier seien zudem die größten Antisemiten, die einst mit den Nazis kollaboriert hätten.

Als seien diese Behauptungen nicht absurd genug, propagierte Israel außerdem, nicht die Türken hätten an den Armeniern, sondern die Armenier hätten an den Türken einen Völkermord im Jahre 1915/16 begangen. Der glühende Zorn der Aseri-Türken gegen die Armenier sei daher verständlich.

Die US-Waffenlieferungen an Aserbaidschan dürften ein weiteres interessantes Thema sein, das jedoch im Artikel der Global Post nicht thematisiert wird. Vielmehr wird pauschal behauptet, der Iran würde Armenien mit Waffen beliefern. Dies ist unwahr.
Wahr ist jedoch, dass Armenien Offensivwaffen aus Russland bezieht. Drohnen und Defensivwaffen stellt Armenien hingegen längst im eigenen Land her. 

"Global Post reports Israel, Russia and Iran violating UN-imposed embargo by selling arms to Armenia, Azerbaijan. Observers: Border skirmishes may escalate to wider regional conflict."
Report: Israel sells drones to Azerbaijan


"27 years off and on over the past three decades. “Everyone is now saying that the war is coming. We know that it could start at any moment [...] Blank said Israel has made a risky move by supplying Azerbaijan with drones and other high tech equipment, given the tenuous balance of power between the heavily fortified Armenian positions and the more numerous and technologically superior Azerbaijani forces. If ignited, he said, “[an Armenian-Azerbaijani war] will not be small. That’s the one thing I’m sure of.” "
Drone violence along Armenian-Azerbaijani border could lead to war

Montag, 3. September 2012

Ungarn unter internationalem Druck


"Der Fall hat nicht nur eine auffallend schnelle Verurteilung durch US-Präsident Obama provoziert, sondern auch in Ungarn selbst außerordentlich hohe Wellen geschlagen. Zum ersten Mal kritisieren sogar die regierungsfreundlichen Zeitungen die als "moralischen Bankrott" bezeichnete Kapitulation vor Aserbaidschan. Möglicherweise muss Justizminister Navracsics oder Außenminister Martonyi über die Klinge springen, um die folgenschwere Fehlkalkulation Viktor Orbáns zu beschönigen."
Orbán in der Falle
http://derstandard.at/1345166035754/Orban-in-der-Falle

"Der neue Streit löste international Sorge um die Stabilität in der Region aus. Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton mahnte beide Länder zur Zurückhaltung. Auch Russland und die USA äußerten sich beunruhigt. Medienberichten zufolge kritisierte Budapest gegenüber dem aserbaidschanischen Botschafter die Begnadigung Safarows. Demnach sei vereinbart gewesen, dass Safarow seine Haftstrafe in Baku bis zum Ende verbüßen sollte [...]
[Präsident Sargsyan bezeichnete] Aserbaidschan  als ein Land, "das jeden Mistkerl verherrlicht, der Menschen tötet, nur weil sie Armenier sind."
Neue Spannungen zwischen Armenien und Aserbaidschan
 http://derstandard.at/1345166047093/Neue-Spannungen-zwischen-Armenien-und-Aserbaidschan

"They (Azerbaijanis) have been warned," he said, calling Azerbaijan a country where "illicit orders set free and publicly glorify every bastard who kills people only because they are Armenians".
Armenia 'ready for war' after Azerbaijan axe-killer pardon
http://www.focus-fen.net/index.php?id=n286505

Sonntag, 2. September 2012

Heldentum auf aserbaidschanisch

"Es lebe die Humanität. Es lebe die Menschlichkeit, Menschenwürde und das Postulat der Völkerverständigung in Aserbaidschan!" - Das ist natürlich ironisch gemeint. 
Aliyev hat sich mal wieder selbst übertroffen. Nachdem er für die Eurovision über Nacht Bulldozer an seine Untertanen schickte, um ihre Häuser niederzureißen, Aufmüpfige niederknüppeln und Sexvideos kritischer Journalisten seines Reiches auf Youtube veröffentlichen ließ, amnestierte er nun einen Mörder. 

Der Held von Baku, ein feiger Hund. Ein Mörder, der heimtückisch einen schlafenden armenischen Offizier ermordete. An den wachen armenischen Offizier Gurgen Margarjan traute er sich offensichtlich nicht heran. 
So sind sie, die aserbaidschanischen Soldaten.

"Die Führung der islamisch geprägten Ex-Sowjetrepublik Aserbaidschan empfing den verurteilten Mörder Ramil Safarow nach seiner Entlassung am Freitag wie einen Nationalhelden. Der aserbaidschanische Präsident Ilcham Alijew begnadigte den Offizier.
Verteidigungsminister Safar Abijew beförderte ihn zum Major, wie das regierungskritische Internetportal contact.az in Baku berichtete. Außerdem erhielt Safarow eine neue Wohnung sowie Wehrsold für die achteinhalb Jahre, die er in ungarischer Haft gesessen hatte. Er hatte bei dem Nato-Lehrgang zum Thema Partnerschaft für den Frieden 2004 den Armenier Gurgen Margarjan im Schlaf getötet [...]
Präsident Sargsjan sprach von "abscheulichen Ereignissen" in Aserbaidschan und Ungarn. Er hatte bereits am Freitag einen Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Ungarn erklärt. Er warf dem EU-Mitglied vor, die Spannungen im Südkaukasus anzuheizen."
 http://www.blogger.com/blogger.g?blogID=5663430304922460700#editor/target=post;postID=4376271475748226346
Aserbaidschan feiert Axt-Mörder von Budapest

"Moscow issued no public comment on the decision to free Safarov, but Washington said it was 'communicating to Azerbaijani authorities our disappointment'." 
Armenia Furious After Azerbaijan Pardons Convicted Killer


Ungarn schämen sich für Premierminister

Viele Ungarn schämen sich für ihren korrupten Premierminister.
Er ließ sich  korrumpieren, beschädigte Ungarns Ansehen und setzte sich über jegliches Recht hinweg. Nunmehr macht ein Dokument des aserbaischanischen Justizministeriums die Runde,  das wohl darlegen soll, er sei getäuscht worden.
Also ein Gaukler ist er auch noch! Nur, wer soll darauf hereinfallen? Die Ungarn sind feine Menschen. Sie sollten ihn nicht davonkommen lassen.

Auf Facebook hat sich längst eine ungarische Gruppe gegründet, die sich für ihren korrupten Premierminister entschuldigt. Chapeau!
Hey Armenia, sorry about our Prime Minister


Tüm Ermeni halkından özür diliyorum; Macar Armenolog Hükümetinin attığı adımdan ötürü utanıyor


Ես ներողություն եմ խնդրում ողջ հայ ժողովրդից. Հունգարացի հայագետը ամաչում է իր Կառավարության քայլի համար

Hintergrund:

Am 19. Februar 2004 ermordete der aserbaidschanische Offizier Ramil Safarow im Zuge einer NATO-Konferenz, den armenischen Offizier Gurgen Margarjan mit einer Axt. Safarov war in das Hotelzimmer des armenischen Offiziers eingedrungen und hatte den schlafenden Margarjan mit einer Axt den Schädel gespalten. Die ungarische Polizei bezeichnete damals die Tat als besonders heimtückisch (siehe auch http://www.aga-online.org/news/detail.php?locale=de&newsId=1). Nur acht Jahre später lieferte Ungarn den gerichtlich verurteilten Mörder Safarow an sein Heimatland Aserbeidschan aus, wo Präsident Alijew Safarow umgehend amnestierte. In der aserbeidschanischen Gesellschaft sowie in türkisch-nationalistischen Kreisen wird er schon lange als Held und Vorbild gefeiert – Genoziddrohungen gegen Armenier im Internet berufen sich auf Safarows ungeheuerliche Tat. Der Auslieferung ging ein finanzieller Deal zwischen den Staaten Aserbeidschan und Ungarn voraus. Baku versprach ungarische Staatsanleihen in Höhe von 3 Milliarden Euro zu erwerben. 

 

Samstag, 1. September 2012

Unheilige Allianz Baku-Budapest

Pressemitteilung des Zentralrats der Armenier in Deutschland

Armenier kündigen Demonstrationen gegen Ungarn an

Mit äußerster Empörung reagiert die armenische Gemeinschaft in Deutschland auf die Auslieferung eines in Ungarn zu lebenslanger Haft verurteilen Mörders an Aserbaidschan.

Der Zentralrat der Armenier in Deutschland (ZAD) beklagt, dass beide Länder internationales Recht eklatant verletzt haben: „Es ist unerträglich, dass das Regime in Baku den Mörder Ramil Safarow unverzüglich nach seiner Auslieferung begnadigt hat und ihn nun als Helden feiern lässt. Ebenso unerträglich ist aber auch, dass Budapest die Auslieferung zugelassen hat, obwohl jedermann hätte wissen müssen, wie schamlos Aserbaidschan alle Zusagen verletzen würde, den Gefangenen in seiner Heimat den Rest seiner Strafe absitzen zu lassen.

“Safarow hatte im Jahre 2004 in Ungarn an einem Nato-Programm „Partnerschaft für den Frieden“ teilgenommen. Mit einem Beil bewaffnet hat er dort den armenischen Leutnant Gurgen Margaryan, ebenso Teilnehmer dieses Programms, im Schlaf abgeschlachtet. Es war ein Mord aus ethnischen Gründen, in Aserbaidschan wurde der Mörder als Nationalheld gefeiert. Der ZAD begrüßt, dass die Republik Armenien die diplomatischen Beziehungen zu Ungarn eingefroren hat.

Der Vorsitzende Azat Ordukhanyan: „Ein solcher Komplott kann nicht geduldet werden und muss internationale Konsequenzen nach sich ziehen. Ein solches Rechtsverständnis, wie es Ungarn hier demonstriert hat, ist mit den Grundwerten der Europäischen Union nicht vereinbar.“


Der ZAD kündigt für den 8. September Demonstrationen vor den diplomatischen Vertretungen Ungarns in Deutschland an. International hat die Entscheidung Ungarns, Safarow an Baku zu überstellen und damit in die Freiheit zu entlassen, erhebliche Unruhe ausgelöst, auch der amerikanischen Präsident Barack Obama äußerte sich sehr besorgt. 

www.zentralrat.org


Statement by NSC Spokesman Tommy Vietor on Azerbaijan’s Decision to Pardon Ramil Safarov

President Obama is deeply concerned by today’s announcement that the President of Azerbaijan has pardoned Ramil Safarov following his return from Hungary.  Safarov confessed to the murder of Armenian Army officer Gurgen Margaryan in Budapest in 2004, and was serving a life sentence in Hungary for this brutal crime.  We are communicating to Azerbaijani authorities our disappointment about the decision to pardon Safarov.  This action is contrary to ongoing efforts to reduce regional tensions and promote reconciliation. The United States is also requesting an explanation from Hungary regarding its decision to transfer Safarov to Azerbaijan.

http://www.whitehouse.gov/the-press-office/2012/08/31/statement-nsc-spokesman-tommy-vietor-azerbaijan-s-decision-pardon-ramil-























Freitag, 31. August 2012

Aufruf zum Genozid - das ist Aserbaidschan

Im Jahr 2004 ermordete der aserbaidschanische Offizier Ramil Safarow im Zuge einer NATO-Konferenz, den armenischen Offizier Gurgen Margarjan mit einer Axt. Safarov war in das Hotelzimmer des armenischen Offiziers eingedrungen und hatte den schlafenden Margarjan mit einer Axt den Schädel gespalten.

Seitdem ist Ramil Safarow ein Volksheld in Aserbaidschan und beflügelt die Vernichtungsfantasien aserbaidschanischer Nationalisten -  Erwachsener, wie Jugendlicher. Befeuert wird der Armenierwahn sowohl von der Aliyev-Diktatur, als auch von der sogenannten "Opposition". 

Der Mörder ist nach achtjähriger Haftstrafe nunmehr von Ungarn nach Aserbaidschan überführt worden, wo ihn Diktator Ilham Aliyev kurzerhand mit viel Ruhm und Ehr' begnadigte.
Die Ungarn wussten, dass es sich so abspielen würde, doch Geld stinkt bekanntlich nicht und so ließen sie sich die Überführung drei Milliarden Euro kosten.

Ein guter Deal? Nicht wirklich! Ungarn verkauft seine Würde und Aserbaidschan verschwendet 3 Milliarden Euro für einen feigen Mörder.
Das hätte Aliyev mal lieber in den Ausbau der Kanalisation in den Provinzen oder die Alphabetisierung der immer größer werdenden Zahl der Analphabeten in Aserbaidschan investieren sollen.

Der armenische Präsident reagierte konsequent, mit dem vollständigen Abbruch der Beziehungen mit Ungarn. Chapeau!

„Sie haben faktisch ein Komplott mit Aserbaidschan geschmiedet…Wir müssen darauf reagieren.“  Laut Sargssjan handelt es um einen Mord aus ethnischen Gründen, der von einem EU-Mitgliedsland gerechtfertigt worden sei. Armenien setzt ab Freitag die diplomatischen Beziehungen und sämtliche offiziellen Kontakte mit Ungarn aus, so der Präsident.

Zuvor hatten armenische und ungarische Medien berichtet, dass Aserbaidschan ungarische Staatsanleihen im Wert von bis zu drei Milliarden Euro kaufen wolle. Laut armenischen Experten lässt sich Aserbaidschan auf diesen Deal ein, um so Safarow „freizukaufen“."


Armenien bricht Beziehungen mit Ungarn ab
http://de.ria.ru/politics/20120831/264301413.html


Auf youtube wird indes zum Völkermord an den Armeniern aufgerufen und der Mörder Ramil Safarov als Vorbild für die aserbaidschanische/türkische Jugend gepriesen. Einher geht dies mit der Verherrlichung der faschistischen pantürkischen Ideologie der Ülkücü-Bewegung ("Grauen Wölfe").
Der Völkermord dient dabei als legitimes, notwendiges Mittel zur Erreichung eines völkisch-homogenen Verbundes der Turkvölker ("Turan/Turanismus").
Wer behauptet, der Iran sei eine Bedrohung für die Menschheit, der dürfte diese Bilder noch nicht gesehen haben. 


Armenian nation will never forgive - Yerevan breaks diplomatic relations with Hungary (VIDEO)
http://news.am/eng/news/119182.html


Montag, 6. August 2012

Todfeind Journalist - Die verfolgte Berufsgruppe

Nichts fürchtet eine Diktatur mehr als das freie Wort. Für das autokratische System spielt es dabei keine Rolle, ob wahres, falsches, dummes, witziges oder zynisches ausgesprochen oder geschrieben wird. Es kommt allein darauf an, dass es auf einem freien Gedanken beruht.
Wer in der Lage ist außerhalb des Systems zu denken, ist auch in der Lage einen Ort ohne dieses System zu denken und somit für sich und sein Land eine Veränderung zu wünschen.

Journalisten gehören daher nicht zufällig zur weltweit am stärksten verfolgten Berufsgruppe:
"Dass Journalisten oder Menschenrechtsaktivisten in konstruierten und von Widersprüchen gekennzeichneten Prozessen wegen Drogenbesitzes verurteilt werden, ist ein bekanntes Muster in Aserbaidschan...
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Menschenrechte: Aserbaidschanische Journalisten als Geisel im Konflikt mit Iran - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/diverses/menschenrechte-aserbaidschanische-journalisten-als-geisel-im-konflikt-mit-iran_aid_794168.html
Reporter ohne Grenzen zählt die Präsidenten Aserbaidschans und Irans, Ilham Alijew und Mahmud Ahmadinedschad, zu den größten Feinden der Pressefreiheit weltweit. Auf der ROG-Rangliste der Pressefreiheit steht Aserbaidschan auf Platz 162 und Iran auf Platz 175 von 179."

Aserbaidschanische Journalisten als Geisel im Konflikt mit Iran
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Donnerstag, 2. August 2012

Aserbaidschan verwöhnt seine Untertanen

Der Eurovision Song Contest hat es nicht geschafft aus Aserbaidschan eine Demokratie und aus Ilham Aliyev einen lupenreinen Demokraten zu machen. Vielleicht ist das auch garnicht mal so schlecht, denn während wir uns in demokratischen Ländern oft darüber beklagen, dass unsere Volksvertreter sich nicht allzusehr für die Bürger interessieren, können sich die Untertanen einer Diktatur nicht über zu wenig Interesse und Zuwendung ihrer Führer beschweren.

Der führende Aliyev-Clan interessiert sich so sehr für ihre Untertanen, insb. für seine Journalisten, dass sie sogar Kameras in deren Schlafzimmer installiert und die eigene volksnähe mit der Veröffentlichung demonstriert.
"Khadija Ismayilova wurde selbst zum Opfer von Einschüchterungen. Ihr Fall erregte weltweites Aufsehen im März dieses Jahres. Man hatte versucht, sie mit intimen Fotos und einem Sex-Video zu erpressen. In ihre Wohnung war eingebrochen worden, überall wurden Kameras installiert, und sie wurde bei jeder Gelegenheit gefilmt, auch beim Sex mit ihrem Freund. Man werde sie „extrem bloßstellen“, sollte sie ihre journalistische Arbeit nicht einstellen, lautete die Drohung. Ismayilova blieb hart, einige Tage später kursierte ein kompromittierendes Video im Netz."
Die Kameras sind weg, die Albträume bleiben
http://www.fr-online.de/medien/aserbaidschan-nach-dem-esc-die-kameras-sind-weg--die-albtraeume-bleiben,1473342,16763142,view,asFirstTeaser.html

Mittwoch, 25. Juli 2012

Kölner Klagemauer-Aktivist Walter Herrmann verprügelt Armenierin

Wer jemals in Köln auf der Domplatte stand, kennt sie - die Kölner Klagemauer von Walter Herrmann. 
Was als Friedensmauer begann, endete vor Jahren als Hetzmauer gegen alles, was auch nur im Entferntesten mit Juden, Israel oder dem Zionismus in Verbindung gebracht werden kann. 
Ihrem Ruf als "Friedensmauer" tat dies keinen Abbruch.

Eine Armenierin, die völlig naiv glaubte, dass es sich tatsächlich um eine Friedensmauer handele, wurde von Walter Herrmann attackiert, geschlagen und als "islamfeindlich" beschimpft, weil sie ein Plakat auf der "Klagemauer" anbringen und auf die Menschenrechtsverletzungen der Diktatur Aserbaidschan aufmerksam machen wollte. Anschließend wurde sie mit Handschellen in eine Kölner Wache abgeführt. 

Lest den unglaublichen Bericht hier:
Iveen A.:
“Walter Herrmann hat mir die Freiheit genommen, die Klagemauer für meine Meinung zu nutzen. Dass ich nach all dem, was ich erlebt habe nun ausgerechnet wieder in Deutschland zum Schweigen gebracht wurde und dann auch noch von einem angeblichen Friedensaktivisten, das verstehe ich nicht.”

Freitag, 20. Juli 2012

Falsche Berichterstattung deutscher Medien - Bewusst oder aus Unkenntnis?

Die Welt schrieb in ihrem Artikel am 19.07.2012 folgendes:

"Selbst Aserbaidschan, traditionell wegen einer großen Aseri-Minderheit im Iran und Versorgungswegen für seine Exklave Nachitschewan dem Nachbarland freundlich gesonnen, rückte zuletzt ab. Vor dem Eurovision Song Contest enttarnten die aserischen Sicherheitsdienste Hisbollah-Mitglieder, die Anschläge auf westliche Botschaften geplant haben sollen. Prompt verschwanden zwei aserische Autoren während einer Iran-Reise. Seit Monaten schwelt zwischen den Ländern eine diplomatische Auseinandersetzung."
Welt: Iran nach dem Anschlag von Bulgarien noch tiefer in der Bredouille

Diese Information ist schlichtweg falsch. Aserbaidschan hatte seit seiner Unabhängigkeit in den 90ern immer ein sehr gespanntes, fast schon feindseliges Verhältnis zum Iran gepflegt, da der Iran den pantürkischen Träumen zur Errichtung eines Groß-Aserbaidschan im Wege steht.
Im Norden Irans lebt eine große aserisch-stämmige Bevölkerung, die Baku seit jeher versucht zu infiltrieren und gegen Teheran aufzuhetzen. Dies geschah bisher mit mäßigem Erfolg, da sich die aserischstämmigen Iraner in erster Linie als Iraner empfinden und sich stark der persischen Kultur verbunden fühlen, statt der Türkischen.
Wie ich meine zu Recht.

Ein Überblick über die politische Entwicklung Aserbaidschans könnt ihr hier nachzulesen:  
Acht Blickwinkel - Aserbaidschan