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Sonntag, 28. Juni 2015

30.06.,19 Uhr im Kulturcafe Bochum: "Wendepunkte Menschlichen Gewalthandelns im Genozid" von Dr. Kristin Platt

Vortragsveranstaltung mit Frau Dr. Kristin Platt vom Institut für Diaspora und Genozidforschung. Sehr empfehlenswert! 

"Wie ticken Radikale? 
Wer Rassismus und Fremdenhass verstehen will, muss nach den Wendepunkten fragen, die „normale Menschen“ radikalisiert. Im Rahmen des Projektes „RUB bekennt Farbe“ führt Genozidforscherin Kristin Platt in die aktuelle Forschung ein. Dabei nimmt sie insbesondere Weltanschauung und sozialen Druck in den Blick, die Radikale befähigt zu entmenschlichen und tötende Gewalt anzuwenden."



Samstag, 3. Mai 2014

DIG-Hochschulgruppe Rostock warnt vor Relativierung des Neonazismus im SPD-Europawahlkampf


Pressemitteilung der DIG-Hochschulgruppe Rostock vom 29.4.2014:

Zu der SPD-Podiumsdiskussionsveranstaltung „Europa vor dem Rechtsruck? - NPD und AfD nach der 3%-Hürde“, die am 26. April 2014 unter Beteiligung von Bundesministerin Manuela Schwesig in Rostock stattfand, erklärt der Geschäftsführer der Hochschulgruppe Rostock der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Daniel Leon Schikora:

„Dass die Rostocker SPD im Rahmen des Europawahlkampfes ihrer Partei so weit geht, demokratische Konkurrenten mit Blick auf deren europapolitische Positionen in die Nähe einer neonazistischen Partei wie der NPD zu rücken, sollte jeden alarmieren, dem an der Förderung eines Konsenses der Demokraten im Kampf gegen antidemokratische, rassistische und antisemitische Tendenzen in unserem Land gelegen ist. 

Die Neonazis der NPD treten kontinuierlich durch eine wüste Hetze gegen Juden, 'Ausländer' und politische Gegner hervor. Dahingegen sieht sich die Alternative für Deutschland (AfD) im aktuellen Europawahlkampf einer bundesweiten Kampagne militanter Feinde des demokratischen Verfassungsstaates ausgesetzt, die vor gewalttätigen Angriffen auf Eigentum und körperliche Unversehrtheit ihrer politischen Gegner nicht zurückschreckten. Wer behauptet, zwar unterscheide sich die AfD von der extremistischen NPD in ihren Mitteln, sie vertrete jedoch offensichtlich gleiche Ziele wie die Extremisten, erklärt auf diese Weise das politische Handeln der demokratischen Konkurrenten letztlich für illegitim und muss sich fragen lassen, ob er nicht bewusst und gezielt das Treiben von Extremisten begünstigt, die, wo es um den Kampf gegen 'Rechtspopulisten' und 'Europafeinde' geht, es mit Recht und Gesetz nicht allzu genau nehmen.

Was jedoch noch weitaus schwerer wiegt, ist die Bagatellisierung mörderischer rassistischer und antisemitischer Ideologien der Neonazis. Deren parteipolitische Heimat ist die NPD, nicht die AfD. Antisemitische Hetze geht hierzulande von deutschen Neonazis, Islamisten, türkischen und arabischen Nationalisten und bestimmten radikalen Linken aus. Von der AfD Mecklenburg-Vorpommerns sind uns keine Äußerungen bekannt, die irgendwie vergleichbar wären mit den Auslassungen des SPD-Politikers Dr. Norbert Nieszery über einen deutschen 'Schuldkult' im Zusammenhang mit der berechtigten Kritik an dem antiisraelischen 'Gedicht' des einstigen SS-Mitglieds Günter Grass im Frühjahr 2012.“

Fehlende Distanz zu Kooperation mit ukrainischen Neonazis

Die DIG-Hochschulgruppe stellt mit Bedauern fest, dass in der Podiumsdiskussion vom 26. April weder Ministerin Schwesig, noch die Spitzenkandidatin M-V für die Wahl des Europäischen Parlaments, Iris Hoffmann, gegen eine Kooperation der deutschen Regierung und der EU-Organe mit ukrainischen Neonazis Stellung zu nehmen bereit waren. Ministerin Schwesig wurde in der Podiumsdiskussion auf die Ukrainepolitik Außenminister Frank-Walter Steinmeiers angesprochen: Wie ist es mit der in Schwesigs Grußwort angeführten besonderen historischen Sensibilität deutscher Sozialdemokraten vereinbar, dass ein sozialdemokratischer deutscher Chefdiplomat in der Ukraine auch mit einem Neonazi wie dem „Swoboda“-Chef Oleg Tjagnibok zwecks Neubildung einer Regierung verhandelte und sich zudem ostentativ mit diesem fanatischen Antisemiten ablichten ließ? Schwesig räumte zwar ein, dass es tatsächlich bedenklich sei, mit „Swoboda“ zu kooperieren, rechtfertigte dieses Handeln jedoch unter Hinweis auf das diplomatische Ziel einer Deeskalation und strich heraus, dass es darauf ankomme, die anstehenden „freien Wahlen“ zu garantieren. Iris Hoffmann nahm zu diesem Komplex nicht Stellung.

Schikora gibt zu bedenken, „dass die Propagierung des Kampfes gegen einen 'Rechtsruck' in 'Europa' in einem unüberbrückbaren Gegensatz steht zum offenkundigen Einverständnis mit einer Politik der Begünstigung des Faschismus in einem der größten europäischen Länder, das an die EU grenzt, und dessen Beitrittsperspektive gern im Munde geführt wird. Mehr noch: Letztlich erscheinen die Dämonisierung von Demokraten als 'Europafeinden' und die Rechtfertigung der Kooperation mit tatsächlichen Neonazis als zwei Seiten einer Medaille: Wo heute umstandslos die AfD gewissermaßen für eine NPD light erklärt wird, ist nicht auszuschließen, dass - in ebendieser Logik - morgen die NPD den Ruf einer etwas radikaleren AfD erlangt. Jedenfalls stellt für uns jedweder Versuch, Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus zu relativieren, ein No-Go dar.“

Dienstag, 15. April 2014

Integrationsbeauftragte Özoguz auf der Suche nach einer anderen Gesellschaft?

Kaum ist die Tinte trocken und die Einschränkung der Optionspflicht auf den Weg gebracht, ist Frau Özoguz auf der Suche nach irgendeinem Thema. Nun kommt das neue Scheibchen, um einen Lagerkampf in der Gesellschaft zu beschwören.

Es heißt,  kommunales Wahlrecht für (Nicht EU-) Ausländer. 

Man fragt sich bereits jetzt, was soll danach kommen? Es bleibt nicht einleuchtend, warum ihre Forderung für Landtagswahlen oder gar Bundestagswahlen nicht gelten soll. Der Verweis auf EU-Recht, wie Herr Volker Beck es getan hat, ist da zu wenig. Unbekannt scheint der Beauftragten für Integration zu sein, dass Ihr Musterbeispiel, das Tempelhofer Feld, ein Landesthema ist und kein kommunales.

Die SPD reduziert Integration ausschließlich auf die Möglichkeit an Wahlen teilnehmen zu können. Gerade die Wahlen zu den kommunalen Integrationsräten oder Migrationsbeiräte zeigen jedoch, dass die Möglichkeiten zur Teilhabe nicht genutzt werden. Nicht nur das, die SPD bezweckt einzig von ihrer Orientierungslosigkeit in der Integrationspolitik abzulenken. Da ist der Ausverkauf von sinnvollen Staatsstrukturen der leichte Weg, kostet nichts. 

Frau Özoguz, ist also die große Dienerin der Ausländer, die einzige Fürsprecherin,gehört zur guten Tante SPD? Im Gegenteil, sie nimmt die wahren Herausforderungen für die vielfältige Gesellschaft nicht ernst. Wahlrecht und ausschließlich der deutsche Rassismus, mehr ist nicht in der Tüte vorhanden. Einzig die Hoffnung dann einen Teil der Stimmen zu bekommen, um über der 20% Marke schwimmen zu können, ist die Zielsetzung. Die autochtonen Deutschen sind schon wieder das Problem, es langweilt mich. 

Integration heißt nicht nur Teilhabe, Integration heißt Übernahme von Verantwortung für unsere Gesellschaft und ihre Werte. Viele Menschen flüchten nach Deutschland, weil unser Land ein tolles Land ist. Wir wünschen uns, dass das so bleibt. Das ständige "Gesellschaftsforming" nervt.  

Die SPD meint: Wir sind das Volk und sie ist volker.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Rassisten erklären den Rassismus

Bild:Die Jahrhundertlüge - "der angebliche arm. Völkermord"
Muslime und Juden sind die Guten. Christen sind die Bösen. Der Völkermord der muslimischen Türken an den Armeniern, die Verfolgung der Kopten in Ägypten, die Vertreibung der Chaldäer im Irak, die gezielte Vertreibung der Christen in Syrien, die Unterdrückung der Christen im Iran oder das Verbot des Christentums in Saudi-Arabien - alles human und gut! 
Vom Sklavenhandel und den Kastrationen der Schwarzafrikaner - kein Wort!

Das Schulungsheft des Netwerkes "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage" manipuliert Geschichte und Gegenwart. Statt Informationen werden Desinformation und Propaganda verbreitet.
Die Frage drängt sich auf, wer ein Interesse daran haben kann, die öffentliche Meinung derart zu manipulieren? Wer finanziert und fördert dieses Netzwerk?

"Das Heft thematisiert nur die Vorurteile gegen Zuwanderer. Die Bösen sind weiß, christlich und rechts; die Guten nichtweiß, islamisch und links."

Montag, 6. Mai 2013

Ohanes Altunkaya - Istanbul am 24.April 2013 – das gemeinsame Gedenken mit türkisch-kurdischen Aktivisten war ein historischer Moment


98 Jahre sind vergangen, seitdem in Istanbul die politische, geistige und intellektuelle Elite der Armenier in der osmanischen Türkei am 24. April festgenommen und ermordet wurde. Dieser Tag markiert den Beginn des ersten Völkermordes des 20. Jahrhunderts – den Genozid an den Armeniern. Anlässlich des 98. Jahrestages nahm am 24. April 2013 zum ersten Mal eine armenische Delegation aus der europäischen Diaspora (AGBU Europe) an einer Gedenkveranstaltung auf dem Taksim-Platz in Istanbul teil. An den von mutigen türkischen und kurdischen Aktivisten seit 2011 organisierten Gedenkfeiern nahm in diesem Jahr auch die europäische Menschenrechtsorganisation EGAM (European Grassroots Anti-Racist Movement) teil.

Rund 3.000 Menschen gedachten auf dem zentralen Taksim-Platz in Istanbul/Türkei den 1,5 Millionen armenischen Opfern durch die jungtürkische Regierung in den Jahren 1915/16. Organisiert wurde diese Mahnwache  von der anti-rassistischen Bewegung "DurDe" ("Sag Stop"). Die Aktivisten sind wegen ihres Einsatzes täglichen Anfeindungen und Drohungen ausgesetzt. Denn der Nationalismus in der Türkei ist keine Ausnahme von nationalistischen "Kreisen" oder "Randgruppen", sondern ein gesamtgesellschaftlicher Mainstream. Die "DurDe"-Mitglieder sind eine kleine, aber hoffnungsträchtige Bewegung in der Türkei, die aus Türken, Kurden, Armeniern und Aramäern/Assyrern aus der Zivilgesellschaft besteht, die sich gegen den vom Staat verordneten Rassismus stellen.

Historische Bedeutung

Die diesjährige Gedenkveranstaltung war in dreifacher Hinsicht von historischer Bedeutung: Zum einen hatte sich die Teilnehmerzahl um 50% zum Vorjahr auf den bisherigen Höchststand von 3.000 Teilnehmern erhöht.
Zum anderen hat sich zum ersten Mal eine europäische Delegation zusammengefunden, um gemeinsam mit den „DurDe“-Aktivisten den Genozid an den Armeniern inmitten Istanbuls zu gedenken.
Überdies war zum ersten Mal seit 98 Jahren eine Gruppe von Vertretern der armenischen Gemeinschaften  Europas, gemeinhin Diaspora-Armenier genannt, anwesend.


Donnerstag, 16. August 2012

Islam und Volkstum bei Deutsch-Türken

Die Studie überrascht nicht. Während noch bis vor 10 Jahren die Kemalisten - ähnlich wie die Nationalsozialisten - die Religion als ein wesentliches, aber dem türkischen "Volkstum" nachrangiges Merkmal betrachteten, stehen unter der AKP Volkstum und der sunnitische Islam gleichrangig nebeneinander. 
Die Aktivitäten der türkischen Verbände - DITIB, Gülen-Bewegung, Milli Görüs, Atib - treiben diesen Prozess mit größter Geschwindigkeit voran.

Was bemerkenswert ist, ist die Erkenntnis, dass die Unterstützer dieses Prozesses überwiegend in der SPD und bei den Grünen sitzen.
"Seit einiger Zeit verteilen Salafisten unter dem Motto 'Lies' in Deutschland kostenlos deutschsprachige Korane. Wie finden Sie das?" antworteten 20 Prozent der 15 bis 29-Jährigen mit "sehr gut", 43 Prozent mit "eher gut". (Siehe Grafik in der Fotostrecke). In dieser Altergruppe gaben 34 Prozent an, sie würden "wahrscheinlich" oder "ganz sicher" für die Aktion spenden, zwei Prozent hatten die Salafisten bereits finanziell unterstützt( ...)
Die komplette Studie mit dem Titel "Deutsch-Türkische Lebens - und Wertewelten" wird am Freitag in Berlin vorgestellt, Teilergebnisse liegen SPIEGEL ONLINE bereits vor."
Der Spiegel: Junge Deutsch-Türken finden Koran-Aktion gut
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/salafisten-junge-deutsch-tuerken-finden-koran-aktion-gut-a-850346.html