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Donnerstag, 28. Mai 2015

Türken, Muslime und ihr verordnetes Geschichtsbild


Das renommierte Magazin "Der Hauptstadtbrief" veröffentlichte in seiner neuesten Ausgabe einen Beitrag unserer Kolumnistin Madlen Vartian. 


"Eine weitere Fremdwahrnehmung des Handelns der politischen Eliten gibt ebenso zu denken: Es geht um das anfängliche Nichthandeln, ja um das Unterbinden eines parlamentarischen Handelns zur Erinnerung an den Völkermord an den Armeniern. Die Kölner Rechtsanwältin Madlen Vartian ist Stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Armenier in Deutschland e.V. und Sprecherin des Christlich-Alevitischen Freundeskreises der CDU. Für den HAUPTSTADTBRIEF beschreibt sie, wie politisch motivierte Genozidleugnung das Zusammenleben von Menschen türkischer und armenischer Herkunft in Deutschland beeinträchtigt. Der Völkermord an den Armeniern sei keine Sache für Geschichtsexperten – er konfrontiert Eltern von Kindern, die türkische Mitschüler haben, mit einer Vergangenheit, die nicht vergehen will, solange die muslimischen Verbände an der Indoktrination von Kindern in ihren Koranschulen festhalten.
Diese Inspiration für eine erfolgreiche Integration von Muslimen, vielerlei weitere Information über Deutschlands Politik und Wirtschaft, allerlei Hintergründiges über Berlins Kunst und Kultur, kurz mancherlei Wissen, das über den Tag hinaus trägt, finden Sie im HAUPTSTADTBRIEF 129, von dem ich hoffe, dass Sie ihn anregend finden werden."

Dr. Rainer Bieling 
Redaktionsdirektor

http://www.derhauptstadtbrief.de/cms/

"In der Frage des Armeniergenozids wird deutlich, was für ein Geschichtsbild, welche Identifikationsangebote, welche Wertevorstellungen und was für ein Menschenbild die türkischen Verbände an die türkeistämmigen Zuwanderer vermitteln. Der Ruf nach kritischer Selbstreflexion, nach Aufarbeitung und Versöhnung mit der eigenen Geschichte – den Werten also, die nach dem Holocaust ein Konsens für ein friedvolles vereintes Europa geworden sind –, werden als Nestbeschmutzung und Vaterlandsverrat bewertet."
Zum Artikel: Wenn das Gestern durch das Heute geistert
http://www.derhauptstadtbrief.de/cms/index.php/component/content/article/108-der-hauptstadtbrief-129/829-wenn-das-gestern-durch-das-heute-geistert

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Labels: Armenier, Christlich-Alevitischer Freundeskreis der CDU, Der Hauptstadtbrief, Deutschland, Genozid, Geschichtsbild, Integration, Madlen Vartian, Muslime, Türken, Völkermord, Wertevorstellungen

Sonntag, 3. Mai 2015

Was Völkermord ist, bestimmt die Palästina-Lobby

von Erebuni


Was Völkermord ist, bestimmen wir. So lautet der Titel eines vor kurzem erschienenen Online-Artikels von Frau Evelyn Hecht-Galinski . In diesem Artikel nimmt sie den Gedenktag der Armenier am 24.  April zum Völkermord der Jungtürken vor genau 100 Jahren im Osmanischen Reich zum Anlass, um in endlosen wirren und einer unverständlichen Aneinanderreihung paranoider und verschwörungstheoretisch anmutender Ausführungen eine Anerkennung der vielen Völkermorde, die Israel angeblich seit 1948 an den Palästinensern begangen haben soll, einzufordern. (siehe: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21563)

Frau Evelyn Hecht-Galinski ist ihres Zeichens Autorin - so zumindest ihr Facebook-Status. Sie schreibt für die Neue Rheinische Zeitung, einem Online-Blog, der sich als Online-Zeitung mit deutsch-nationaler Aufmachung und antizionistischem Inhalt präsentiert und seinen Sitz in der Türkei, genauer in Datca/Mugla, hat. Der Name des Blogs trägt den Namen der einstigen Zeitung von Karl Marx, doch im Gegensatz zu ihm, haben die Autoren des Blogs mit Marxismus nicht im Entferntesten zu tun. Sie verbreiten lieber tagein tagaus anti-israelische und antisemitische Propaganda. 

In Wikipedia gibt es seit Jahren eine Löschdiskussion darüber, ob Hecht-Galinski überhaupt von Relevanz für das Online-Lexikon sei und nicht doch besser gelöscht werden sollte, da die gute Frau nur Hausfrau und die Tochter von Heinz Galinski ist. Ihrem selbstverlegten Buch „Das elfte Gebot“, in dem sie gegen Israel hetzt, verdankt sie es wohl, dass sie doch nicht aus der deutschen Wikipedia gelöscht wurde. 

Einige Auszüge aus ihrem letzten Post über den Genozid an den Armeniern zeigen, wessen Geistes Kind Evelyn Hecht-Galinski ist: 

„Was soll also die Fokussierung auf die Aghet? Um die Türkei in ihre "Schranken" zu weisen? Denn auch die Türkei hat sich ja für das Massaker an den Armeniern entschuldigt! Auch hat die Türkei, was gerne verschwiegen wird, schon lange zu diesem Völkermord alle Archive für eine unabhängige Historikerkommission uneingeschränkt zur Verfügung gestellt.“

Jedem, der sich bereits mit der Leugnungspolitik der Türkei auseinandergesetzt hat oder damit konfrontiert wurde, fällt auf, dass hier nur noch die Dolchstoßlegende fehlt. Alles weitere ist die gescheiterte Propagandalinie der Türkei.

Das verwundert nicht, wenn man sich ihre bisherigen politischen Aktivitäten anschaut. Es wird erkenntlich, dass sie blind gegenüber den Opfern ist, die nicht in ihr Täter/Opfer Profil passen wollen. Auffällig ist die Religionszugehörigkeit der von ihr titulierten Opfer in ihrem Beitrag. Sie spricht nur von muslimischen Opfern der Konflikte in Syrien und im Irak. 

„Und wann kommt das ausgiebige Gedenken für die nicht-christlichen Opfer, also z.B. die muslimischen weltweit? Was ist mit dem Irak, wo inzwischen mehr als 665.000 Menschen getötet wurden?“

Dass dort ein Exodus der christlichen Minderheiten, der seinesgleichen sucht, stattfand und stattfindet, spielt in ihrem Weltbild keine Rolle. Diese Tatsache würde auch ihre Argumentationslinie stören, ja gar zerstören. Wahrscheinlich weiß die angebliche Nahost-Expertin gar nicht, dass die beiden Länder große christliche Bevölkerungsteile besaßen, Gemeinschaften, die gerade u. a. wegen des Genozids vor 100 Jahren in Syrien und im Irak als Nachfahren der Überlebenden lebten und zurzeit gezielten Anschlägen ausgesetzt sind. 

Sie wirft Gauck vor, er würde nur der Armenier gedenken, weil diese Christen seien, und dabei die muslimischen Opfer im Irak und Syrien ignorieren. 
"So macht es schon stutzig, dass ausgerechnet Papst Franziskus die Katastrophe für die Armenier und die Geschehnisse im Osmanischen Reich als "ersten Völkermord" im 20. Jahrhundert bezeichnet und danach ein ökumenischer Gottesdienst am 23. April in Berlin mit einer Rede von "Pfarrer Gauck" stattfand! Also muss man schon die Frage stellen: Warum wird der Leiden der Christen gedacht, während die Leiden der Muslime außen vor bleiben?"

Gauck hatte bei einem Gedenkgottesdienst am 23. April 2015 im Berliner Dom an die Opfer des Genozids an den Armeniern vor hundert Jahren im Osmanischen Reich gedacht. Im Jahr 1915 wurden in der Nacht zum 24. April die armenischen Eliten in Konstantinopel, insgesamt 613 Schriftsteller, Geistliche, Musiker, Anwälte, Politiker, Journalisten, verhaftet und anschließend ermordet. Dieser Tag markiert den Beginn des Genozids an den Armeniern. Mit der Ermordung der geistigen und kulturellen Elite war der Weg frei geworden für die Ermordung von 1.5 Millionen Armeniern und 300000 Aramäern, die grausam abgeschlachtet oder in der Wüste dem Tod ausgeliefert wurden. Täter waren muslimische Kurden und Türken. 

Wer sich nun über ein Medieninteresse zum 100. Jahrestag wundert, und die Gedenkveranstaltung zum Genozid an den Armeniern zum Anlass nimmt, um diesen zu leugnen und anschließend auf fünf Seiten über muslimische Opfer zu schreiben, der disqualifiziert sich nicht nur intellektuell und argumentativ, sondern verhält sich schlichtweg pietäts- und würdelos gegenüber den Opfern. (Übrigens es fällt einem schwer überhaupt von Artikel zu sprechen, der weder Hand noch Fuß hat, geschweige denn einen Kopf, der beim Schreiben zum Einsatz gekommen sein soll.)

"Was würde übrigens passieren, wenn die Türkei die mehr als 1,5 Millionen syrischer Flüchtlinge, die sie bereits aufgenommen hat, ausweisen würde und an ihre Bündnispartner abschieben würde? Oder wenn sie es wie der "Jüdische Staat" machte - Gefängnisse für Asylsuchende schwarze Flüchtlinge bauen, diese zu internieren, um sie dann in ihre Heimatländer abzuschieben und Folter und Tod auszusetzen? Und wann kommt das ausgiebige Gedenken für die nicht-christlichen Opfer, also z.B. die muslimischen weltweit?"

Ihr Hass gegenüber Christen und Juden geht soweit, dass sie diese pauschalisiert und verteufelt und den Staat Israel, - übrigens das einzig demokratische Land in dieser Region, in dem auch Muslime aber auch Christen leben - unentwegt abfällig als  "Judenstaat" bezeichnet. Nicht einmal Theodor Herzl hatte in seinem Werk "Der Judenstaat" einen homogenen Staat im Blick gehabt, sondern wünschte sich einen Staat, der allen seinen Bürgern die gleichen Rechte zugestehen und in der die Einheimischen die einwandernden Juden mit offenen Armen empfangen würden.  


"Denken wir also an die Nakba, die Katastrophe, der systematischen Vertreibung des palästinensischen Volkes, der ethnischen Säuberung Palästinas durch den "Jüdischen Staat". Ilan Pappe, der israelische Historiker, dessen Verdienst es im Besonderen ist, dass diese Ereignisse im Jahr 2007 so exakt beschrieben wurden, hat im Zusammenhang der systematischen Auslöschung der Erinnerung den Begriff des "Memorizid" geprägt.
Ich erinnere in diesem Zusammenhang an den wunderbaren Artikel von Anneliese Fickentscher und Andreas Neumann in der NRhZ vom Januar 2008."

Man könnte eine Menge anderer Zitate aus Galinskis Artikel nehmen, um ihre Unlogik, ihr Unwissen und ihre Verzerrungen der Tatsachen zu beleuchten. Doch vieles muss und sollte man nicht mehr kommentieren, denn sie stehen für sich und für ihre Gesinnung.

Abschließend lässt sich feststellen: Was anfänglich geschmacklos begann und im Hinblick auf den gesamten Artikel sich ziemlich verachtend gegenüber dem Gedenken der Nachfahren der Opfer erwies, stellt sich letztendlich als eine Projektion ihrer eigenen Absichten und Vorstellungen dar. Denn nur sie und ihre Anhängerschaft entscheiden mit ihrem rassistischen Weltbild darüber, was ein Genozid ist. Dabei verdrehen sie die Tatsachen auf eine Weise, wie es ihnen gerade in ihr verqueres Weltbild passt.
Eingestellt von Madlen Vartian um 01:35 Keine Kommentare:
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Labels: Armenier, Evelyn Hecht-Galinski, Gaza, Genozid, Islam, Israel, Israelis, Juden, Judenstaat, Leugnung, Muslime, Osmanisches Reicht, Palästina, Palästinenser, Türkei, Völkermord

Dienstag, 21. Oktober 2014

Aiman Mazyek - Ein Lakai radikaler türkischer Verbände

v.l.n.r: Bekir Alboga-DITIB, Erol Pürlü-VIKZ, Ali Kizilkaya-Milli Görüs, Aiman Mazyek-ZdM




















Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, dessen Stellvertreter aus dem rechtsradikalen türkischen Verband der Grauen Wölfe (ATIB) stammt, steht im Interview des Hessischen Rundfunk Rede und....Nichtantwort. 

Die gesamte Zeit die gleiche kaputte Platte: Schuld sind die Medien, die PKK, die Deutschen, aber nicht die radikalen Verbände in seinem Dachverband und nicht die Feindbilder türkischer und arabischer Zuwanderer gegen Christen und den Westen. Auffällig ist, wie abschätzig Mazyek über Kurden spricht. Die PKK habe zu Gewalt aufgerufen und als Reaktion hätten sich Neosalafisten gewehrt. Man beachte hier die Wortwahl Mazyeks. Die PKK, also die Kurden, stellt er als Aggresoren dar, während die Salafisten verharmlost werden. 

Diese Rhetorik gleicht denen türkischer Verbände und entspricht der Sprachregelung Ankaras. Seine türkische Ehefrau dürfte ihm Erdogans Reden regelmäßig übersetzen. 
Eins sei hier gesagt: In den islamischen Ländern des Nahen Osten herrschen Ressentiments und Verschwörungstheorien gegenüber dem Westen und der Christenheit. Eine Aufklärung und Aufarbeitung, sowie kritische Auseinandersetzung mit den vorherrschenden Ressentiments ist den Ländern des Nahen Ostens fremd. Selbst das NATO-Land Türkei verfolgt noch heute Christen, erklärt Armenier und Co. zu inneren Feinden, leugnet den Genozid an den Armeniern (manche rühmen sich sogar damit, Armenier, Yeziden u.a. abgeschlachtet zu haben), unterdrückt Kurden und unterstützt ISIS und Co. 
Diese Geisteshaltung gegenüber Christen, Juden und Andersgläubigen wird nicht an der deutschen Grenze abgelegt, sondern nach Deutschland hineingetragen. Der Konfliktimport rührt also nicht von den "Feinden der Türkei" - den Kurden, Armeniern und Co., wie uns Mazyek weißmachen möchte, sondern von den Unterdrückern und Radikalen, mit denen er sich in einer Reihe wähnt.  
Mazyek verwendet die Rhetorik der türkischen Verbände in Deutschland. Schürt die althergebrachten Feindbilder und zeigt nicht eine Spur von Selbstkritik.

Er vermittelt damit den Eindruck eine Marionette der türkischen Verbände zu sein. Ein deutsch-syrischer Lakai, der von der Bundesregierung hofiert wird, dürfte Ankara sehr gelegen kommen.

Hörenswert: Radio-Interview mit Mazyek (von hr-iNFO-Redakteuren Volker Siefert und Oliver Günther.)
http://www.hr-online.de/website/radio/hr-info/index.jsp?rubrik=78495&key=standard_document_53286645&mediakey=hrinfo%2F20141016_Mazyek_audio_128k&type=a



Eingestellt von Madlen Vartian um 11:46 3 Kommentare:
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Labels: Aiman Mazyek, Armenier, Ditib, Feindbilder, Islam, Konflikte, Koordinationsrat, Kurden, Muslime, Naher Osten, Terrorismus, Türkei, VIKZ, Zentralrat der Muslime

Samstag, 9. August 2014

Schielauge des Westens

Kirche in Bagdad
Wir haben es immer wieder gesehen. Erfahrung bestätigt: der Westen hat ein Schielauge. 
Im ehemaligen Irak läuft gerade das Paradebeispiel einer islamisch motivierten ethnischen Säuberung an Hunderttausend Christen und Jesiden ab. Die Dschihadisten fordern eine Konversion zum Islam, Zahlung einer erniedrigenden Dschizya und Leben als ,,Untermensch” im islamischen Kalifat oder eben den Tod. Und weder von den vielen Islamverbänden in Deutschland, noch von zahlreichen Friedensaktivisten hören wir etwas. Krieg sei keine Lösung und die Anwendung von Gewalt – zum Beispiel auch im zweiten Weltkrieg gegen Hitler – sei prinzipiell illegitim, ist die Logik, der wir gehorschen sollen, sagen uns Geopolitiker aus der Reihe der Theologieexperten.

Die einzige Demokratie und funktionierender Rechtsstaat im Nahen Osten, Israel, nimmt es alle zwei Jahre nicht hin, von einem terroristischen Clan mit Raketen bombardiert zu werden. Schon wird vor der Domplatte in Köln wieder Völkermord an Palästinensern propagiert. Dass die Terroristen des vom EU-Beitrittskandidaten Türkei unterstützten Hamas ihre Waffenlager in Krankenhäusern und Moscheen unterbringen und absichtlich aus zivilen Einrichtungen schießen, um die Anzahl der toten Palästinener in die Höhe zu treiben, ist leider eine Logik, die wir hinnehmen sollen, sagen uns selbsternannte Friedensexperten.

Mit etwas Distanz zur Contemporary Denkart ist die Inkonsistenz und die Widersprüchlichkeit, ja das Paradox dieser Logik leicht erkennbar. Der Westen hat sich aufgrund von Schuldgefühlen – realen wie eingebildeten – unterbewusst ein Maßstab zurechtgelegt, der selbst-, und fremdschädigender hätte nicht sein können. Während man verfolgten Christen weltweit durch die Brille der Säkularität mit Indifferenz begegnet, haben muslimische Tote einen ,,Mehrwert”. Das gilt jedoch nicht, wenn es unter ihresgleichen passiert. Denn das ist irrelevant, passiert immer, und stellt lediglich Brudermord dar. Das Sterben von Muslimen wiederum durch die Hand Israels jedoch ist eine Ultimativsünde, dem nicht mal das katholische Fegefeuer ein Ausgleich wäre.

In einem öffentlichen Diskursraum, dessen Regeln in den letzten Jahrzehnten von Feinden des westlichen Modells der Demokratie, Freiheit, Individualrechten wie Religions-, und Meinungsfreiheit, gesetzt wurden, erstaunt mich eine derartige kafkaeske Logik kaum. Orwell hätte nicht besorgter sein können. So gilt laut dem amerikanischen Präsidenten der aktuelle Eingriff aus der Luft explizit dem Schutz von US-Amerikanern im Irak und den Jesiden. Ein Eingriff zum Schutze der christlichen Minderheiten, die ebenso betroffen sind, wäre sicherlich als Kreuzzug interpretiert worden. Allein diesen Eindruck muss man ja erwehren. Wenn es sein muss, indem man die Christen ihrem Schicksal überlässt. Der Westen hat so autoritären Regimen, die nichts von Ausgleich und Kompromissen verstehen und ständig mit Gewalt drohen, einfach nachzugeben.

Ist das eine Logik, die uns im 21. Jahrhundert schützen soll? Ist das die Geisteshaltung, der wir unser Leben in dieser Zeit geopolitischer Verwerfungen anvertrauen sollen? Ich bin mir nicht mehr sicher, ob der Westen ohne eine Rückbesinnung auf ihre Identität und Erbe aus griechischer Philosophie, dem römischen Begriff des Rechts und Staats, sowie einer judeo-christlichen Tradition überlebensfähig ist. Er gleicht zunehmend einem Hochhaus, dessen Bewohner die ersten Etagen für nicht mehr notwendig erachten. Hauptsache die oberen Etagen glänzen. Zumindest für unsere Finanz-, und Politeliten. Und für eine kurze Zeit.

Adem Dolas


Eingestellt von Unknown um 11:36 Keine Kommentare:
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Labels: Christen, Hamas, Irak, ISIS, Islam, Islamismus, Israel, Muslime, Syrien, Terror, Verfolgung, Vertreibung

Mittwoch, 31. Juli 2013

Rassisten erklären den Rassismus

Bild:Die Jahrhundertlüge - "der angebliche arm. Völkermord"
Muslime und Juden sind die Guten. Christen sind die Bösen. Der Völkermord der muslimischen Türken an den Armeniern, die Verfolgung der Kopten in Ägypten, die Vertreibung der Chaldäer im Irak, die gezielte Vertreibung der Christen in Syrien, die Unterdrückung der Christen im Iran oder das Verbot des Christentums in Saudi-Arabien - alles human und gut! 
Vom Sklavenhandel und den Kastrationen der Schwarzafrikaner - kein Wort!

Das Schulungsheft des Netwerkes "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage" manipuliert Geschichte und Gegenwart. Statt Informationen werden Desinformation und Propaganda verbreitet.
Die Frage drängt sich auf, wer ein Interesse daran haben kann, die öffentliche Meinung derart zu manipulieren? Wer finanziert und fördert dieses Netzwerk?

"Das Heft thematisiert nur die Vorurteile gegen Zuwanderer. Die Bösen sind weiß, christlich und rechts; die Guten nichtweiß, islamisch und links."
Rassistischer Antirassismus für den Unterricht http://www.welt.de/kultur/article118537332/Rassistischer-Antirassismus-fuer-den-Unterricht.html

Eingestellt von Madlen Vartian um 12:20 Keine Kommentare:
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Labels: "Schule ohne Rassismus", Extremismus, Juden, Linksradikalismus, Muslime, Propaganda, Rassismus, Rechtsradikalismus, Völkermord an den Armeniern

Samstag, 20. Juli 2013

Feminismus auf dem Vormarsch im Kurdengebiet

"Im Leben einer jeden Bürgerrechtlerin gibt es einen alles verändernden Moment. Bei Nebahat
Akkoç war es der 13. Januar 1993. Es war der einzige Morgen, an dem sie das Frühstück nicht mit ihrem Mann Zübeyir einnimmt. Am Abend zuvor hatten sie Gäste, es war spät geworden, sie war noch müde. Ganz gegen ihre Gewohnheit blieb sie liegen und bat ihn: Bitte frühstücke alleine! Er aß und verließ das Haus. Kurz darauf hörte sie die Schüsse."

Der Feminismus erobert die Kurden-Gebiete   http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-07/feminismus-diyarbakir-tuerkei
Eingestellt von Madlen Vartian um 23:31 Keine Kommentare:
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Labels: Bürgerrechte, Diyarbakir, Feminismus, Frauenrechte, Islam, Kurden, Menschenrechte, Muslime, Osttürkei

Montag, 11. Februar 2013

Güner Balci: Es geht um Sex


"Es geht nicht um Kultur und nicht um Religion. Es geht, davon ist Güner Yasemin Balci überzeugt, im Grunde um nichts anderes als Sex. Solange in der türkisch-muslimischen Gesellschaft Frauen nur die Wahl haben zwischen Heiliger und Hure, solange gibt es keine Gleichberechtigung – und wird die türkische Community in Deutschland nicht richtig Fuß fassen. Statt darüber nachzudenken, wer wessen Ehre schützen muss, solle man lieber über Bildungswege nachdenken, meint Balci. „Wenn eine Frau nicht mehr dem Bild der Heiligen entsprechen muss“, sagt sie, „fehlt die Grundlage für Konflikte“.

Türkische Literatur in Stuttgart - Zurück in die Steinzeit
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.tuerkische-literatur-in-stuttgart-zurueck-in-die-steinzeit.87a85372-866f-4ce1-82b7-a6e66478015c.html

Eingestellt von Der Kosmopolit um 00:45 1 Kommentar:
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Labels: Anatolien, Ehre, Güner Balci, Islam, Macho-Kultur, Muslime, Sexualität, Türken, Türkinnen, türkische Gesellschaft

Sonntag, 10. Februar 2013

Der Islam und die Sklaverei


"An die Sklaverei der Europäer wird auf der senegalesischen Insel Gorée erinnert. Dort wurden Tausende eingepfercht und nach Amerika verschifft. Solche Erinnerungsorte fordert N'Diaye auch für den noch brutaleren Menschenhandel der Moslems. Für den Anthropologen ist dieser ein Völkermord, denn die Kastration der Verschleppten löscht die nachkommenden Generationen aus. Ein Völkermord, begangen im Namen Allahs - der allein die Versklavung von Moslems verbietet. Der Koran habe die Sklaverei an sich niemals unterbunden, sagt N'Diaye. "Im Gegenteil, es gibt viele Stellen im Koran, die die Versklavung von Nicht-Muslimen empfehlen. Und im Gegensatz zur Ächtung der Sklaverei im Europa der Aufklärung gab es nie auch nur einen arabischen Intellektuellen, der sich je für die Sache der Schwarzen eingesetzt hat."
  http://www.3sat.de/page/?source=%2Fkulturzeit%2Flesezeit%2F144916%2Findex.html

Eingestellt von Der Kosmopolit um 23:59 1 Kommentar:
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Labels: Afrika, Araber, Arabien, Islam, Moslems, Muslime, Schwarze, Sklaverei, Türkei

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Wolfgang Benz disqualifiziert sich

Wolfgang Benz zählte einst zu den angesehenen Wissenschaftlern in Deutschland. Als Leiter des Zentrums für Antisemtismusforschung sprach er die facettenreichen Ausprägungen der Ressentiments gegenüber Juden an, die sonst keiner erkennen und ansprechen wollte. 
Vll. ist er uns auch heute noch ein paar Schritte voraus, allerdings auf einem irregeleiteten Weg, der stark an das Verhalten korrumpierter Politiker erinnert.
Weshalb gerade Necla Kelek als Türkin und Muslimin nicht kritisch über den Islam schreiben dürfen soll und weshalb ausgerechnet ihre persönlichen Erfahrungen nicht Ausgangspunkt einer wissenschaftlichen Aufarbeitung sein dürfen, bleibt uns Benz in seiner Antwort schuldig. Womöglich ist diese Art der Herangehensweise zu konkret, zu lebensnah und damit zu schwierig zu bewältigen? 
Jedenfalls sind Benz "Studien" nicht auf eine "wissenschaftliche Erkenntnis" gerichtet, sondern haben den üblen Geschmack einer politischen Programmatik einer bestimmten Gruppe. Denn wer entschieden die kritische Auseinandersetzung mit Missständen als "Islomophobie" bezeichnet und diesen mit dem Antisemitismus gleichsetzt, betreibt keine Wissenschaft, sondern Agitation und Propaganda.
Das weiß Herr Benz selbst. Schade, das es so mit ihm enden musste.

"Aus den Juden des 19. Jahrhunderts werden im Computer des Professors flugs die Muslime des 21. Jahrhunderts. Wer einzuwenden wagt, dass dadurch Juden und Muslime gleichgesetzt würden und der Holocaust marginalisiert werde, beweist nur:

"Ebenso starke Emotionen wie dahinter zurückstehende intellektuelle Fähigkeiten."

Demzufolge wird aus dem Historiker Heinrich von Treitschke, der den Antisemitismus mitbegründete, im 21. Jahrhundert der Muslimfeind Thilo Sarrazin. Einer der Gründe für die Islamfeindschaft besteht für ihn im:

"Aggressivem Philosemitismus." [...]
Als Islamkritikerin macht der Professor unter anderem die Publizistin Necla Kelek aus. Der Umgang mit Kelek ist symptomatisch für das Buch. Über Kelek sagt er: Es sei Wagnis, an dem schon viele gescheitert sind ...
"... persönliche Erfahrung mit der Erforschung ihrer Umstände zu verknüpfen."
Ideologisch und voller Vorurteile
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/lesart/1930609/

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Labels: Antisemitismus, Deutschland, Islam, Islamophobie, Muslime, Necla Kelek, Philosemitismus, Wolfgang Benz, Zentrum für Antisemitismusforschung

Dienstag, 27. November 2012

Die Türkei spielt Osmanisches Reich

Die bunte Seite: Das osmanische Reich war zunächst multiethnisch und multireligiös.
Die dunkle Seite: Alle Völker mussten sich der Herrschaft des Islam unterwerfen. Dies führte über die Jahrhunderte unweigerlich zu einer Amputation der Kulturen und Assimilation der Völker. Regelmäßige Massaker, Denunziationen, Verfolgungen bestimmten den Alltag. 

Die Pluralität des Osmanischen Reiches war damit nicht Folge der osmanischen Herrschaft, sondern zunächst der Zustand nach der Eroberung der Gebiete. Ein Zustand, den es dann mit der Zeit zu überwinden galt.

Der Gründung der türkischen Republik war der Völkermord an den Armeniern und die Vertreibung und Pogrome an Griechen und Aramäern vorangegangen. Dies stellte die erste Etappe der Homogenisierung dar. Es galt die nicht-muslimischen Elemente zu vernichten. Die zweite Etappe war auf die Türkisierung gerichtet. Diese scheiterte allerdings an der Kurdenfrage.
Das Spielchen "Osmanisches Reich" krankt somit an der eigenen systemischen Instabilität der Türkei.

"Tatsächlich ist die Ausbreitung türkischer Interessen auf dem Balkan eine bislang viel zu wenig beschriebene Geschichte. Wirtschaftsbeziehungen, die teilweise mit wirtschaftlichem Druck einhergehen, sowie die Gründung türkischer Gülen-Schulen sind Vektoren dieses Vordringens."
Erdogan träumt von einem neuen Reich der Osmanen
http://www.welt.de/politik/ausland/article111529978/Erdogan-traeumt-von-einem-neuen-Reich-der-Osmanen.html

"Die Türkei führte nur, solange es keine anderen Führer gab. Damit ist die gesamte Politik eines "neo-osmanischen" Einflusses der Türkei an seine Grenze gestoßen.
Erdogan und Davutoglu sollten das bedenken – sie werden bald Hilfe brauchen bei neuen Krisen in Syrien, in der Kurdenfrage und im Irak. Ein etwas bescheideneres Auftreten wäre da hilfreich. Zuallererst vielleicht, indem sie im Verhältnis zu Israel wieder auf Dialog setzen."
http://www.welt.de/politik/ausland/article111403814/Die-Tuerkei-hat-ihre-Chance-auf-Macht-verspielt.html

"Extremisten in Paris, Tel Aviv und Washington” missverstünden den Konflikt zwischen Islam und dem Westen als einen zwischen Moderne und Tradition, und forcierten die "Moderne” – damit seien sie nicht besser als muslimische Extremisten, die ganz auf "Tradition” setzten. In Wahrheit gehe es um eine Abwägung und pragmatische Vermischung von Moderne und Tradition.
Islamkritik, so Kalin, sei heute ein Symptom repressiver Regime. Europa behandele seine Muslime schlecht und weigere sich, für seine muslimischen Minderheiten eine Kultur der Koexistenz zu schaffen.
Erdogan-Berater sieht gottlosen Westen als Verlierer
http://www.welt.de/politik/ausland/article109889050/Erdogan-Berater-sieht-gottlosen-Westen-als-Verlierer.html


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Labels: Anatolien, Deutschland, Europa, Islam, Kleinasien, Muslime, Naher Osten, Osmanisches Reich, Recep Tayyip Erdogan, Türkei

Samstag, 6. Oktober 2012

Die türkische Angst vor Kurdistan

Der türkische Angriff auf Syrien galt nicht dem syrischen Militär oder gar Assad, sondern den Kurden Syriens. Die Angst, dass sich nach dem östlichen Kurdistan, ein südliches und dann ein westliches, mitten auf dem derzeitigen Staatsgebiet der Türkei, bilden könnte, greift um sich. Premier Erdogan muss jedoch abwägen, ob er dies militärisch verhindern oder einen massiven Popularitätsschwund riskieren möchte. Die Mehrheit der Türken ist nämlich gegen einen Krieg mit Syrien.

"Die Türkei sucht schon länger nach einem Anlass, die syrischen Kurden zu attackieren. Die Granaten, die jetzt von syrischer Seite auf türkisches Gebiet geflogen sind, haben diesen Anlass geliefert. Trotzdem wird Ankara keinen großen Krieg gegen Damaskus beginnen."
Die Türkei sucht Freibrief für Kampf gegen syrische Kurden 
http://www.derwesten.de/politik/die-tuerkei-sucht-freibrief-fuer-kampf-gegen-syrische-kurden-id7163162.html

"Schon in der Nacht auf Dienstag kam es zu einem Grenzvorfall, welcher aber von den internationalen Medien weitestgehend unbeobachtet blieb.
„Die haben einfach das Feuer eröffnet, ohne Vorwarnung, ohne Grund“, berichtet einer der verwundeten kurdischen Kämpfer der YPG („Volksverteidigungseinheiten“). Die YPG ist eine seit Juli bestehende kurdische Miliz, welche weite Teile des Nordostens von Syrien kontrolliert. „Wir waren auf Patrouille in Til Lelon, als türkische Soldaten auf uns das Feuer eröffneten. Mein Freund Hogir Besir Erebo wurde zum Märtyrer, zwei weitere von uns schwer verletzt. Ich habe zum Glück nur leichte Verletzungen davongetragen.“
Warum die Kurden zögern   
http://www.taz.de/Kurden-im-Syrienkonflikt/!103016/


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Labels: Alawiten, Araber, Damaskus, Krieg, Kurden, Kurdistan, Muslime, Schiiten, Sunniten, Syrer, Syrien, Türkei, Türken

Sonntag, 9. September 2012

"Du Jude" wieder in Mode

"Die Juden sind verfluchte Hurensöhne«, sagt der 17-jährige Levent. »Selbst schuld, dass der Scheiß-Rabbiner eins auf die Fresse bekommen hat«, ergänzt Murat. »Muss er halt nicht mit seiner Kack-Judenmütze auf die Straße gehen.« Und Ömer findet: »Besser zu stark als zu schwach drauftreten [...] Rechnet man die Zahlen hoch, gibt es rund 500.000 antisemitisch eingestellte Deutsch- Türken."

Selbst schuld, der Scheiß-Rabbiner
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/13919

"Wir ficken deine Frau, wir ficken deinen Gott", schrien die "mutmaßlich arabischstämmigen" Täter (wie es so schön heißt), bevor sie Daniel A. bewusstlos prügelten."
 Europas bedrohte Juden
http://www.welt.de/print/wams/debatte/article108922274/Europas-bedrohte-Juden.html

"Solch ein Angriff wie der auf einen Rabbiner in Berlin sei ein Angriff "auf uns alle", sagte der Vorsitzende des Koordinierungsrates der Muslime, Ali Kizilkaya, der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung". Dagegen müsse die Gesellschaft etwas tun. Der Appell Graumanns aber sei nicht nötig gewesen: "Muslime brauchen da keine Lehrstunde."
Muslime wehren sich gegen Graumann-Aufruf
 http://www.welt.de/politik/deutschland/article108942412/Muslime-wehren-sich-gegen-Graumann-Aufruf.html

"Du Jude. Es gibt nicht nur Hinter-, sondern auch Schulhöfe, wo das als sozialadäquates Schimpfwort gilt. Jüdische Fußballmannschaften bekommen auf dem Platz zu hören, dass man sie hätte vergasen sollen. Wer mit der Kippa durchs falsche Großstadtviertel läuft, wird angepöbelt. Die Prügel für den Rabbiner Daniel Alter, den arabischstämmige Jugendliche vor den Augen seiner Tochter zusammenschlugen - ein Extremfall, aber kein Ausnahmefall. Die Juden sind der Feind. Weil sie böse sind, die Palästinenser töten und die Weltherrschaft wollen, wie das die Leute im Fernseher sagen, der zu Hause läuft."
Antisemitismus geht uns alle an
http://www.sueddeutsche.de/politik/nach-angriff-auf-rabbiner-antisemitismus-geht-uns-alle-an-1.1456326

Eingestellt von Der Kosmopolit um 21:10 4 Kommentare:
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Sonntag, 2. September 2012

Thomas Traub - Alevitentum und Islam gehören zu Hamburg

Der Autor Thomas Traub ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kirchenrecht der Universität zu Köln und war an einem Forschungsprojekt zum Islam im säkularen Verfassungsstaat beteiligt. Im folgenden Beitrag erörtert er den Hamburger-'Staatsvertrag' mit den alevitischen und islamischen Verbänden aus juristischer Sicht.
"Die islamischen Religionsgemeinschaften werden also insoweit nicht den christlichen Kirchen gleichgestellt, sie können auch in Zukunft keine hoheitlichen Befugnisse ausüben, wie beispielsweise Beamte beschäftigen und Steuern erheben.
Dies ist offenbar auch der entscheidende Grund, warum im offiziellen Sprachgebrauch der Stadt Hamburg die weit verbreitete Bezeichnung "Staatsvertrag" nicht verwendet wird [...] In Zukunft sollen die islamischen und alevitischen Religionsgemeinschaften als gleichberechtigte Verantwortliche einen gemeinsamen, gemischt-religiösen Religionsunterricht mitgestalten."

Vereinbarung mit muslimischen Verbänden -
Der Islam gehört zu Hamburg
 http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/hamburg-vereinbarung-islam-muslimische-verbaende/2/
 
"Die Kritik des hessischen Integrationsministers ist berechtigt. In den Beiräten sitzen nämlich Vertreter, die keineswegs alle Muslime gleichermaßen repräsentieren. Auch mit der religiösen Neutralität des Staates ist es bei den staatsnahen Beiräten nicht weit her.  
Dass der nordrhein-westfälische Gesetzgeber sich trotzdem auf verfassungsrechtlich dünnes Eis begibt, ist wenig verwunderlich. Seit der Wissenschaftsrat die Beiräte Anfang 2010 empfahl, um die islamische Theologie an staatlichen Universitäten etablieren zu können, sind sie in aller Munde. Die Idee ist einfach: Weil der Islam keine kirchenähnlichen Organisationen hervorgebracht hat, das Grundgesetz aber die Zusammenarbeit mit Religionsgemeinschaften verlangt, werden Beiräte gebildet. Diese setzen sich aus Vertretern der in Deutschland bestehenden islamischen Verbände und anderen sachkundigen Muslimen zusammen."
Kritik am islamischen Religionsunterricht -
NRW sichert sich den staatsnahen Islam
http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/kritik-am-islamischen-religionsunterricht-nrw-sichert-sich-den-staatsnahen-islam/



Eingestellt von Der Kosmopolit um 20:31 Keine Kommentare:
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Freitag, 31. August 2012

Multi-Kulturalisten und die bittere Realität

Wenn es um Differenz geht, sind Multi-Kulti-Apologeten erstaunlich eintönig. Für sie ist alles, was irgendwie "orientalisch" wirkt gleich muslimisch. So verbreiten sie inbrünstig, dass 4 Millionen Muslime in Deutschland leben und voller Eifer den Islam praktizieren würden.
Wie sehr das an der Realität vorbeigeht und wie lebensfern diese Annahme ist, zeigt eine Studie des Bundesinnenministeriums.

"Laut BMI-Studie sagen 14 Prozent der als "Muslime" Kategorisierten über sich selbst zudem, sie seien "nicht oder eher nicht gläubig". Viele dieser Zähl-Muslime sind säkular ausgerichtet und feiern passioniert das (iranische oder kurdische) Neujahrsfest, den Ramadan dagegen begehen sie so inbrünstig wie die meisten hiesigen Christen das Pfingstfest. Zieht man 500.000 bis 800.000 Aleviten, rund 100.000 orientstämmige Christen und kleinere religiöse Sondergruppen wie die Jeziden ab, die alle weder fasten noch das Fasten brechen noch das Fastenbrechen feiern, bleibt nur ein Urteil: Von vier Millionen Muslimen zu sprechen, die hierzulande ihre Tradition "leben", führt in die Irre."

Politiker versagen bei Ramadan-Gratulation
http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article108783550/Politiker-versagen-bei-Ramadan-Gratulation.html
Eingestellt von Madlen Vartian um 01:07 2 Kommentare:
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Donnerstag, 23. August 2012

Eser Polat - Der Islam und seine sieben Zwerge

Gedanken über die Religionsfreiheit

Kennen Sie Märchen? Ja? Ich auch! Mein Lieblingsmärchen war „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. Aus einem ganz banalen Grund: Damals war ich auch noch ein kleiner Zwerg und fand die Idee, dass so ein Sahneschnittchen wie Schneewittchen bei mir wohnen würde ziemlich gut. Wie ich die anderen sechs Zwerge loswerden würde, war mir damals als 6 Jähriger noch nicht so klar, schließlich war ich de facto Einzelkind und hatte die Gehässigkeiten unter Geschwistern nicht kennen gelernt. Aber diese Frage hat sich ja, Allah sei Dank, erübrigt. Ich bin jetzt groß. Und ich lese jetzt andere Märchen.

Zum Beispiel ein Märchen mit dem Namen „Der Islam und seine sieben Zwerge“. Es handelt von den sieben Zwergen des Islam, die in einem Land leben, das - so behaupten die Zwerge - von bösen, intoleranten Wesen bewohnt wird. Von großen, blonden und blauäugigen Wesen, die sogar islamophob sind. Und stellen Sie sich vor, diese Wesen sollen dichten UND denken! Ja Sie haben richtig gelesen. Denken!!! Allah möge ihnen ihre Sünde verzeihen! Sie wissen ja nicht, dass schon Allah für sie denkt und sie folglich nicht mehr denken müssen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Dieses intolerante, islamophobe und gottlose –Verzeihung – allahlose Märchenland heißt „Deutschland“. Unsere sieben Zwerge vertreten dort eine große Gruppe von „Muslimen“. Das behaupten die Zwerge zumindest. Denn diese Gruppe ist eigentlich so groß, dass unsere sieben Zwerge des Islam nur einen Bruchteil dieser „Muslime“ vertreten. Deshalb sind sie ja auch „Zwerge“. Logisch! Aber auch das ist eine andere Geschichte.

In diesem Märchen geht es darum, dass in Deutschland keine Religionsfreiheit herrscht. Ja, Sie haben richtig gehört. In Deutschland gibt es keine Religionsfreiheit! Und unsere sieben Zwerge des Islam fühlen sich fürchterlich entrechtet und diskriminiert. Sie betrachten sich sogar als Bürger zweiter Klasse. Ach, was rede ich da: Sie seien Bürger dritter Klasse, wenn überhaupt. Denn sogar der Bulgare sei jetzt in der EU. Diesem Mistvolk habe man bei der Sommerreise in die Türkei immer die Markscheine in den Pass legen müssen und ihre Grenzsoldaten hätten permanent stangenweise Zigaretten geschnorrt. Oder die blöden Polen, die jetzt sogar ein Gewerbe in Deutschland anmelden dürfen um den „Autohandel“ zu professionalisieren. Sie jedoch, die Muslime, seien nun die „neuen Juden Deutschlands“. Auch das behaupten unsere Zwerge. Ernsthaft!

Ja, ein trauriges Märchen ist das. Ich als Alevite habe da ein historisches, möglicherweise genetisch bedingtes Interesse an Geschichten und Märchen, bei denen es um unterdrückte Völker, Ethnien, Glaubensgemeinschaften oder sonstige Gruppen geht. Klar, hat doch meine Glaubensgemeinschaft, ja sogar meine Familie, viel Schlechtes erlebt.

Ich leide da wie ein Straßenköter! Auch ernsthaft!

Gerade als Alevite geht es mir besonders ans Herz, wenn unsere sieben Zwerge des Islam davon berichten, dass sie in Deutschland entweder gar keine Moscheen bauen dürfen oder nur unter lautem Protest dieser Deutschen. Oder wenn berichtet wird, welch' Leiden bei den Zwergen entsteht, wenn die kleinen Töchter nicht bereits mit 12 Jahren verhüllt werden können, ohne dass die Deutschen blöd kucken. Auch wenn die kleinen Kinder bei Klassenfahrten nicht der Klassengemeinschaft entzogen werden dürfen, sind unsere Zwerge sehr traurig.

Ganz besonders traurig waren die Zwerge, als man auch in Deutschland „Karikaturen“ genannte Bilder eines barttragenden Menschen veröffentlich hat. Da wurde die Religionsfreiheit ganz besonders böse eingeschränkt.

Die sieben Zwerge des Islam haben es in diesem deutschen Märchenland wahrlich nicht einfach!

„Der Islam und seine sieben Zwerge“ ist auch deshalb mein liebstes Märchen, weil es der Realität in Deutschland diametral entgegensteht. Und weil es ein wunderbares Lehrstück über Heuchelei, Scheinheiligkeit und Doppelmoral der islamischen Verbände in Deutschland ist.

Fast vier Jahre lang durfte ich an Sitzungen der Deutschen Islamkonferenz der Bundesregierung teilnehmen. Kein Märchen! Ich hatte die wunderbare Gelegenheit die sieben Zwerge des Islam hautnah mitzuerleben. Am Sitzungstisch, im Plenum, bei der Bundespressekonferenz aber auch zu sechst in einem engen Regierungsaufzug. Dort, im engen Aufzug durfte ich „hautnah“ miterleben, wie es um die Toleranz der sieben Zwerge steht, wenn ihnen ein junger Alevite im Wortsinne „zu nahe“ kommt. Ob ich ein Muslim sei, wollten sie wissen, mir die Antwort regelrecht abnötigen. Falls ja, würden die Zwerge auch die deutschen Aleviten repräsentieren. Falls nein, sollte ich verschwinden, da ich ja dann rein begrifflich nichts mit dem Islam zu tun hätte. Irgendwie logisch…wenn man das Denken eingestellt hat.

Die Religionsfreiheit, welche die sieben Zwerge des Islam in Sinne haben, ist ihre eigene Religionsfreiheit. Dabei merken sie nicht, dass sie in Deutschland eine weitreichende, fundamentale Religionsfreiheit genießen. Dort wo es Probleme gibt, z.B. bei der Frage nach der rechtlichen Verfasstheit, also dem Status der Verbände, bei dem Bau von Moscheen, generell bei der verfassungsrechtlichen Güterabwägung geht es nicht um das „ob“ der Religionsfreiheit, sondern allenfalls um das "wie". Und bei dieser Frage ist Deutschland – fast schon mit vorauseilendem Gehorsam – engagiert und außerordentlich liberal. Es gibt in Deutschland mehrere Tausend(!) Moscheen. Es gibt tausende Imame, die ihrer Tätigkeit nachgehen. Niemand hindert Frauen daran, ein Kopftuch zu tragen. Muslimische Kinder werden nirgendwo in den christlichen Religionsunterricht gezwungen. Kein Muslim muss an Weihnachten unter dem Christbaum stehen und „Oh, du Fröhliche“ singen, auch wenn ich Aiman Mazyek – einen der sieben Zwerge – gerne einmal unter dem Bäumchen sehen würde. Niemand zwingt den Muslimen in Deutschland Essensregeln auf, niemand schreibt ihnen vor, was sie zu denken haben. Auch wenn letzteres in der Leugnung einer der fürchterlichsten Tragödien der Menschheit, dem Genozid an den christlichen Armeniern im Osmanischen Reich münden kann. Manchmal, ja manchmal wird sogar den Deutschen vorgeschrieben, was sie über den Islam zu denken haben. Man versucht es wenigstens.

Ja das alles zeigt eigentlich die „Toleranz“ dieser „Deutschen“ im Märchenland „Deutschland“. Dennoch sind die sieben Zwerge des Islam überzeugt, dass es in Deutschland keine Religionsfreiheit gibt, dass Deutschland ein zutiefst islamophobes Land ist.

Wenn all dies nur bedeuten würde, dass unsere sieben Zwerge des Islam ein wesentliches Organ, das Allah ihnen gegeben hat nicht nutzen, also nicht mit ihrem Hirn denken, dann könnte ich getrost so weiterleben. Dann wäre das nicht mehr und nicht weniger als die Verschwendung von intellektuellem Potential. It’s not my business!

Aber es bedeutet leider viel mehr. Wenn der Zentralrat der Muslime, der Koordinierungsrat der Muslime, der Islamrat, DITIB, ATIB, IGMG, VIKZ, mithin unsere sieben Zwerge des Islam, tatsächlich behaupten, wegen all der geschilderten Umstände gäbe es in Deutschland keine Religionsfreiheit, dann fällt es mir schwer zu sagen, dass alles im Auge des Betrachters liegt und eine Frage der Perspektive ist.

Nein, dass einzige was ich dann noch kann, ist ein anderes Organ zu nutzen, dass Allah mir gegeben hat: Ich kann dann nur noch meinen Magen entleeren!

So viel Scheinheiligkeit, Doppelmoral und Heuchelei ist schwer zu ertragen, insbesondere wenn die Freiheit der eigenen Glaubensgemeinschaft von einigen dieser Organisationen oder ihrer Glaubensbrüder selbst massiv eingeschränkt wird!

Aleviten, Christen, Juden, Schiiten oder Atheisten haben in sunnitisch-muslimischen Ländern nicht einmal die elementarsten Grundrechte. Wir reden hier nicht vom Grundrecht auf Religionsfreiheit, wir reden vom Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, vom Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, vom Grundrecht der Meinungsfreiheit, vom Grundrecht der Versammlungsfreiheit, vom Grundrecht der Bewegungsfreiheit, vom Grundrecht auf Eigentum, vom Grundrecht auf ein faires und rechtsstaatliches Gerichtsverfahren und noch vieles mehr.

Ich kann schon wieder einige hören: „Wir leben aber in Deutschland“ oder „Wir können uns doch nicht auf das gleiche Niveau begeben.“

Ja. Richtig. Kein Einwand! Darum geht es in dieser Debatte jedoch nicht.

Wenn ein „Wohlstandsdeutscher“ sich nach dem üppigen und leckeren Weihnachtsessen darüber beklagt, wie wenig und wie schlecht er in Deutschland gegessen hat, stellt sich für jeden vernünftigen Menschen mit Herz doch aber die Frage, wie der Charakter dieser Person in Anbetracht von tausenden Kindern, die täglich an Hunger sterben, zu bewerten ist. Wenn diese Person das auch noch öffentlich äußert, in seiner Funktion als Vorsitzender von „Brot für die Welt“, der „Welthungerhilfe“ oder der „Caritas“, dann muss dies doch erst recht hinterfragt werden!

Zum Beispiel ein Verband wie DITIB, der schon rein namentlich aber auch institutionell mit dem türkischen Religionsministerium verbunden ist, kann sich doch nicht ernsthaft vor die deutsche Öffentlichkeit stellen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit behaupten, wie schlecht es ihnen in Deutschland eigentlich geht und dass sie keine Religionsfreiheit hätten.

Und niemand in der Republik, schon gar kein Politiker hat genug Hintern in der Hose, um sich solche Äußerungen mit Hinweis auf die Zustände in der Türkei zu verbitten. Zustände, die einen direkten Konnex zu DITIB haben und auf die DITIB sicher Einfluss nehmen könnte.

Wir sind alle Erwachsen genug, um nicht mehr an Märchen zu glauben. Von meinen Abgeordneten, Ministern und Kirchenvertretern erwarte ich als Angehöriger einer tatsächlich entrechteten, echten religiösen Minderheit, dass sie diesem Märchen ein Ende setzen und auf die wahren Defizite in Sachen Religionsfreiheit in den Herkunftsländern so mancher Islamfunktionäre hinweisen und Abhilfe einfordern. Richtig, wir wollen uns nicht auf das Niveau muslimischer Bananenrepubliken begeben. Wenn wir jedoch die Situation insbesondere der religiösen und ethnischen Minderheiten in den muslimischen Ländern verbessern wollen, wenn wir einen wahren arabischen oder besser noch muslimischen Frühling erleben wollen, dann geht das nur mit der Einbeziehung unserer sieben Zwerge des Islam in Deutschland und Europa. Nur wenn sich die offiziellen Vertreter der Muslime in Deutschland und Europa eindeutig zu den Grundfreiheiten und Menschenrechten in ihren Herkunftsländern bekennen und diese einfordern, nur dann kann auch dort ein Umdenken allmählich beginnen.

Schäbig ist es, wenn man so tut, als ob die echte Unfreiheit in der islamischen Welt einen gar nichts angeht.
Frech ist es, in Anbetracht dieser Unfreiheit die Rahmenbedingungen in Deutschland schlecht zu reden.

Zu hoffen bleibt, dass ich mich irre, unsere sieben Zwerge des Islam sich als wahre Riesen entpuppen und endlich mal was Vernünftiges zum gesamten Gemeinwohl beitragen. Aber auch das klingt eher wie ein Märchen… und an die glauben wir ja nicht…oder?

Zum Autor:  
Eser Polat ist Jurist und Mitglied im bayerischen FDP Landesvorstand.

Eingestellt von Madlen Vartian um 23:38 21 Kommentare:
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Labels: Aleviten, ATIB, Christenverfolgung, Ditib, Eser Polat, Glaubensfreiheit, Islam, Islamfunktionäre, Islamkonferenz, Milli Görüs, Minderheiten, Muslime, muslimischen Verbände, Religionsfreiheit, VIKZ

Freitag, 17. August 2012

Berlin -"Wir fackeln euch ab"

Wer meint, die Integration unserer "türkischen und muslimischen Mitbürger" und das friedliche Zusammenleben in Deutschland sei mittels Döner essen, Tee trinken und Dialog machen zu erreichen, ist entweder naiv oder ignorant oder saudumm oder alles zusammen. 
Das diese "Mitbürger" ihre ureigenen völkischen Vorstellungen, Ideologien und Feindbilder nach Deutschland transportiert haben und an die nächsten Generationen der Türken in Deutschland weitergeben, kommt diesen "Döner mit türkischem Tee fressenden Dialog-Deutschen" garnicht in den Sinn.

Sie verfolgen Christen, verbrennen Aleviten, verunglimpfen nicht-Moslems als "Gavur" ("Ungläubige") und warten nur darauf, das zu wiederholen, was sie bereits in der Türkei getan haben:
Einen Genozid an den Armeniern, Pogrome an Aleviten, Verfolgung der Christen und Verbrechen an den Kurden. Die Liste lässt sich endlos fortsetzen.

Vergangene Woche versammelte sich der Mob vor dem Wohnhaus einer alevitischen Familie in BERLIN und skandierte "Tod den Aleviten" und drohte damit sie zu "verbrennen" wie einst in Sivas/Türkei 1993. 

Die Relativierer, Ignoranten und Opportunisten, kurzum das Pack, das sich mit ihren "türkischen Mitbürgern" beim Döner essen solidarisiert, dürfte jetzt darin einen weiteren Grund sehen, noch mehr "Döner-Tee-Dialog"-Abende zu veranstalten.

Die Alevitische Gemeinde zu Berlin schilderte in einer Pressemitteilung den Sachverhalt. Handeln ist gefragt. Es müssen nicht Menschen brennen, um das Problem zu erkennen und es zu lösen. 

16.8.2012
Presseerklärung der Alevitischen Gemeinde zu Berlin e.V.
Am 10. August 2012 eskalierte ein einfacher Nachbarschaftsstreit in Berlin Tempelhof zu einem „Glaubensfeldzug“ gegen eine alevitischen Familie.
Nach einem ungelösten Streit rief eine der beiden Konfliktparteien Familienangehörige und Freunde an, die sich daraufhin in kurzer Zeit vor dem Wohnhaus der alevitischen Familie
versammelten. Anschließend fing die Gruppe von 20 bis 25 Männern an, die alevitische Familie, die im Erdgeschoss wohnt, mit hasserfüllten Parolen in türkischer Sprache zu
beschimpfen und zu bedrohen: „Wir werden die Aleviten wie in Sivas verbrennen! Aleviten werden in der Hölle landen! Tod den Aleviten!“
Von der Türkei kennt man das. Aber mitten in Deutschland?

Morddrohungen gegen Aleviten gehören in der Türkei leider zum Alltag. Aleviten werden aufgrund ihrer Glaubensinhalte als Ketzer und Häretiker verunglimpft, verfolgt und wie 1993 in Sivas geschehen, lebendig verbrannt. Insbesondere in der islamischen Fastenzeit finden Angriffe auf Aleviten statt. Noch vor ca. drei Wochen eskalierte in Malatya/Sürgü ein Streit, der sich daran entzündete, dass eine alevitische Familie in dieser Zeit nicht fastete und von den Sunniten in Ruhe gelassen werden wollte und endete in einem „Glaubenskrieg gegen die gottlosen Aleviten“. 200 bis 250 Männer umzingelten das Haus der wehrlosen Familie und versuchten sie vor den Augen der Öffentlichkeit zu töten. 

Neu für uns Aleviten ist jedoch, dass ein Angriff in Berlin Tempelhof, mitten in Deutschland, mit ähnlichem Motiv stattfand. Die Freiheit der Religionsausübung gehört zu den Grund- und Menschenrechten und ist in allen Verfassungen und in den Menschenrechtserklärungen der Vereinten Nationen niedergelegt. Die Religionsfreiheit findet aber ihre Grenzen dort, wo die Rechte von Individuen verletzt werden.
Alevitische Gemeinde zu Berlin e.V.

http://www.alevi.org/


TAZ: Angriff auf liberale Muslime - Mob vor der Tür  http://www.taz.de/Angriff-auf-liberale-Muslime/!99887/




Eingestellt von Madlen Vartian um 23:04 6 Kommentare:
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Labels: Aleviten, Berlin, Muslime, muslimischer Mob, Pogrom, Rassenhass, Rechtsradikalismus, Sunniten, Türken, türkischer Nationalismus

Donnerstag, 2. August 2012

"Verstehen Sie Spaß" auf ägyptisch

Eine ägyptische Moderatorin sitzt einem ägyptischen Schauspieler gegenüber und interviewt ihn. Eine vermeintliche Zuschauerin wird dazugeschaltet, die sich darüber beschwert, dass der ehrenwerte Schauspieler mit einem "dubiosen israelischen Sender" ein Interview führe und sich daher schämen solle.
Der Schauspieler erstarrt, die Zuschauerin wird weggeschaltet und die Sendung mit einer Werbepause unterbrochen.
In der Pause hakt der Schauspieler bei der Moderatiorin nach, ob es sich tatsächlich um einen israelischen Sender handele. Sie bejaht. Er beschwert sich, man habe ihn also angelogen und sich als deutscher Sender ausgegeben. Ein Mann vom Produktionsteam kommt dazu und provoziert ihn. Der Schauspieler regt sich derart auf, dass er anschließend das Studio auseinandernimmt und die Moderatorin schlägt.

Dieser Vorgang wiederholt sich noch mehrmals mit weiteren Studio-Gästen, die ihrer Wut, in einem vermeintlichen israelischen Sender verulkt worden zu sein, durch das Zertrümmern und Verprügeln des Produktionsteams Luft verschaffen.

Zum Ende folgt die Aufklärung und alle verbrüdern sich wieder. "Wir sind alle Ägypter. Hoch lebe Ägypten".

Warum ein Format wie "Verstehen Sie Spaß" in Ägypten problematisch sein kann. Und warum man sich nicht als Jude oder Israeli in Ägypten ausgeben sollte, seht ihr hier.



Eingestellt von Madlen Vartian um 13:32 1 Kommentar:
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Labels: Ägypten, Ägypter, Antisemitismus, Araber, Israel, Israelis, Juden, Memri TV, Muslime, Prügelei, Schlägerei
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