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Freitag, 23. Mai 2014

CAF: Schürt Ankara Konflikte in Deutschland?


Pressemitteilung

In Istanbul sind bei Zusammenstößen zwischen Regierungsgegnern und der Polizei mehrere Demonstranten schwer verletzt worden. Die türkischen Polizeikräfte attackierten dabei ein Cem-Haus, in dem eine Trauerzeremonie für den getöteten 13-Jährigen Berkin Elvan gehalten wurde. Der Alevit Ugur Kurt wurde dabei in den Kopf geschossen und verstarb.


"Auch wenn noch nicht eindeutig geklärt ist, wie es letztendlich zu diesem tödlichen Schuss kam, wirkt es wie eine Drohgebärde gegen die alevitische Gemeinschaft. Politische Partizipation und Aufmüpfigkeit im Ausland werden mit Gegenreaktionen im Inland geahndet, heißt die Botschaft derzeit aus Ankara", sagt Ali Yildiz, Sprecher des Christlichen-Alevitischen Freundeskreises der CDU. Es werden psychologische Hürden aufgebaut, und die Ausübung elementarer Menschenrechte in Deutschland wird verhindert, wenn sich ein Demonstrant in Deutschland fragen muss: "Soll ich ein Menschenleben riskieren, weil ich friedlich auf der Straße demonstrieren gehe?". Die berechtigte Sorge besteht, dass die ohnehin bestehenden Konflikte in Deutschland noch weiter verstärkt werden.

"Der Einsatz für Bürgerrechte und Freiheiten der im Ausland lebenden Aleviten ist nicht ohne Risiko für die Hinterbliebenen in der Türkei. Denn sie werden verstärkt Opfer staatlicher Gewalt und Denunziation“, erklärt Madlen Vartian, Sprecherin des Christlichen-Alevitischen Freundeskreises der CDU. „Wir kennen diese Einschüchterungsmaßnahmen Ankaras bereits im Falle der armenischen Gemeinschaft. Der staatlichen Gewalt gegen die Gemeinschaft im Inland, folgt die Denunziation der Diaspora im Ausland. Erdogan kündigte bereits im Vorfeld an, dass er mit Bundeskanzlerin Merkel über die „spalterischen“ Umtriebe einer handvoll Aleviten sprechen wolle.“

Festzustellen ist, dass erst die finanzielle Unterstützung aus Deutschland den Weg sowohl für Tayyip Erdogan, als auch seinem politischen Ziehvater Necmettin Erbakan ebnen konnte. Erdogan stammt aus der Milli Görüs-Bewegung und steht der ihr in ihrer alevitenfeindlichen und antisemitischen Gesinnung in nichts nach, wie zahlreiche Aussagen inzwischen belegen.
Zu lange hat man die Ableger türkischer Parteien in Deutschland gewähren lassen, die vornehmlich das Ziel verfolgen, die türkischstämmige Bevölkerung in Deutschland als Instrumente Ankaras zu missbrauchen und eine Integration zu verhindern.


Sonntag, 14. Juli 2013

Der Gezi-Park Aufstand und die Armenier

Der Gezi-Park wurde auf einem armenischen Friedhof errichtet. Heute findet man bei den Grabungen alte armenische Grabsteine. In den Köpfen vieler Türken, ob westlich oder traditionell orientiert, bleiben die Armenier der Feind des Türkentums. Sie wünschen sich, dass das Armenische aus dem Gedächtnis der Menschen verschwindet. Möglicherweise haben sie recht mit ihrem Anliegen. Denn das Armenische zeigt  all' jenen spiegelbildlich auf, was das Türkentum tatsächlich ist: Eine rassistische Ideologie. Ein Mordprojekt.
Da reichen ein paar ausgegrabene armenische Grabsteine, um dies in Erinnerung zu rufen...

"Wann immer man mit Türken an einem Tisch sitzt und das Thema Armenier auch nur streift, unterbricht einen irgendwer [...]
Wie gerne hätte ich gesagt: Mein feiner Herr, hätte man die Vorfahren Ara Gülers nicht vernichtet, hätten Sie im Hilton, quasi auf den Gebeinen dieser Menschen, die sie aus ihrem Gedächtnis tilgen möchten, nicht ihren Milchreis essen können."
Armenien liegt gleich neben dem Gezi-Park
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-07/tuerkische-tage-armenier-istanbul-gezi-park

Samstag, 1. September 2012

Unheilige Allianz Baku-Budapest

Pressemitteilung des Zentralrats der Armenier in Deutschland

Armenier kündigen Demonstrationen gegen Ungarn an

Mit äußerster Empörung reagiert die armenische Gemeinschaft in Deutschland auf die Auslieferung eines in Ungarn zu lebenslanger Haft verurteilen Mörders an Aserbaidschan.

Der Zentralrat der Armenier in Deutschland (ZAD) beklagt, dass beide Länder internationales Recht eklatant verletzt haben: „Es ist unerträglich, dass das Regime in Baku den Mörder Ramil Safarow unverzüglich nach seiner Auslieferung begnadigt hat und ihn nun als Helden feiern lässt. Ebenso unerträglich ist aber auch, dass Budapest die Auslieferung zugelassen hat, obwohl jedermann hätte wissen müssen, wie schamlos Aserbaidschan alle Zusagen verletzen würde, den Gefangenen in seiner Heimat den Rest seiner Strafe absitzen zu lassen.

“Safarow hatte im Jahre 2004 in Ungarn an einem Nato-Programm „Partnerschaft für den Frieden“ teilgenommen. Mit einem Beil bewaffnet hat er dort den armenischen Leutnant Gurgen Margaryan, ebenso Teilnehmer dieses Programms, im Schlaf abgeschlachtet. Es war ein Mord aus ethnischen Gründen, in Aserbaidschan wurde der Mörder als Nationalheld gefeiert. Der ZAD begrüßt, dass die Republik Armenien die diplomatischen Beziehungen zu Ungarn eingefroren hat.

Der Vorsitzende Azat Ordukhanyan: „Ein solcher Komplott kann nicht geduldet werden und muss internationale Konsequenzen nach sich ziehen. Ein solches Rechtsverständnis, wie es Ungarn hier demonstriert hat, ist mit den Grundwerten der Europäischen Union nicht vereinbar.“


Der ZAD kündigt für den 8. September Demonstrationen vor den diplomatischen Vertretungen Ungarns in Deutschland an. International hat die Entscheidung Ungarns, Safarow an Baku zu überstellen und damit in die Freiheit zu entlassen, erhebliche Unruhe ausgelöst, auch der amerikanischen Präsident Barack Obama äußerte sich sehr besorgt. 

www.zentralrat.org


Statement by NSC Spokesman Tommy Vietor on Azerbaijan’s Decision to Pardon Ramil Safarov

President Obama is deeply concerned by today’s announcement that the President of Azerbaijan has pardoned Ramil Safarov following his return from Hungary.  Safarov confessed to the murder of Armenian Army officer Gurgen Margaryan in Budapest in 2004, and was serving a life sentence in Hungary for this brutal crime.  We are communicating to Azerbaijani authorities our disappointment about the decision to pardon Safarov.  This action is contrary to ongoing efforts to reduce regional tensions and promote reconciliation. The United States is also requesting an explanation from Hungary regarding its decision to transfer Safarov to Azerbaijan.

http://www.whitehouse.gov/the-press-office/2012/08/31/statement-nsc-spokesman-tommy-vietor-azerbaijan-s-decision-pardon-ramil-