Posts mit dem Label ATB werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label ATB werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Türkischer Rechtsextremismus in Österreich

In Österreich und Deutschland scheinen die Probleme mit dem türkischen Rechtsradikalismus ähnlich gelagert zu sein. Mangelndes Wissen, mangelnde Sensibilität und noch dazu die falschen Ansprechpartner aus der Zuwanderergemeinschaft erschweren die nötige Information über die "Szene". 

Wenn in Deutschland selbst türkischstämmige Abgeordnete und sog. "Multiplikatoren" unbekümmert Vereine der türkischen Rechtsradikalen besuchen und deren Ideologie und Gesinnung herunterspielen, wird es besonders kritisch. In NRW gibt es hierfür genug Beispiele.

"Die Faschisten sind hier meist in Vorfeldorganisationen wie Kultur- oder Sportvereinen organisiert", sagt Schmidinger. Besonders junge Männer mit türkischem Migrationshintergrund und ohne Zukunftsperspektiven seien für die rechtsradikalen Ideen anfällig. 

[...] 

"Schörkhuber und Schmidinger warnen jedoch davor, dass die türkischen Rechtsextremen zu wenig ernst genommen und verharmlost würden. Dabei würden sie auf die Jugendlichen einen nicht zu unterschätzenden Einfluss ausüben. Lokalpolitiker würden wegen einer potenziellen Wählerschaft den Kontakt mit türkischen Vereinen suchen, die der extremen Rechten nahe­stehen."
Rechtsextremismus: Graue Wölfe im Schafspelz
http://kurier.at/nachrichten/oberoesterreich/4512638-rechtsextremismus-graue-woelfe-im-schafspelz.php

Mittwoch, 12. September 2012

CAF kritisiert Kenan Kolat und Islamverbände

Kenan Kolat ein Hemmschuh für die Integrationspolitik 
  
Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Deutschland (TGD) stellt sich gegen Aufklärungskampagne und erklärt damit Bildung zum islamfeindlichen Gut.

Der  CAF  begrüßt  ausdrücklich  die  Aufklärungskampagne des Bundesinnenministeriums.

Der  CAF  begrüßt  ausdrücklich  die  Aufklärungskampagne  des Bundesinnenministeriums für muslimische Jugendliche, die mit einer  „VERMISST“- Plakataktion  gegen  eine  Radikalisierung gewarnt  werden  sollen. Türkische Migranten-Verbände,  darunter  der  Vorsitzende  der  Türkischen  Gemeinde Deutschland, Kenan Kolat, sehen darin eine "Stigmatisierung" aller Muslime. 

 „Das Kenan Kolat hysterisch die UNO und OSZE anschreibt, weil er eine Aufklärung muslimischer Jugendlicher vor radikalen Gruppierungen befürchtet, ist mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbar“, erklärt Madlen Vartian, Sprecherin des CAF. „Möglicherweise möchte er eine Aufklärungsarbeit verhindern, da er selbst mit radikalen türkischen Verbänden in einem Boot sitzt.“ 

So  rief  Kenan  Kolat  kürzlich  in  einem  Schreiben  türkische  Verbände  u.a.  die rechtsextremistische  ATB,  dem  Dachverband  der  „Grauen  Wölfe“,  und  die islamistische  Milli-Görüs  (IGMG)  zu  einer  Konferenz  anlässlich  der  NSU-Morde  für September  2012  auf,  um  gemeinsam  mit  diesen  radikalen  Verbänden  den angeblichen „institutionellen und strukturellen Rassismus“ in Deutschland stärker zu
thematisieren. 
 
Ali  Yildiz,  Sprecher  des  CAF:  „Kenan  Kolat  ist  in  mehrfacher  Hinsicht  ein unglaubwürdiger  und  unehrlicher  Akteur  in  der  Debatte.  Zum  einen  zeigt  er  wenig Berührungsängste mit türkischen Radikalen, zum anderen gründet seine Kampagne darauf als SPD-Mitglied, dessen Ehefrau Dilek Kolat zudem SPD-Senatorin in Berlin ist, einen CDU-Minister anzugreifen.“ 

Eine  Aktion  wie  "Keine  Macht  den  Drogen"  kriminalisiert  ebenso  wenig  "alle" Jugendlichen,  wie  die  Aktion  "Bunt  statt  Braun"  alle  Deutschen  zu  Nazis  erklärt. Aufklärung,  Bildung  und  eine  kritische  Auseinandersetzung  scheinen  nicht  zu  den Zielen Herrn Kolats zu gehören, wenn er von Integration spricht. Dabei sind  es  diese  kritischen  Punkte,  die  sowohl  die  Ursache  als  auch  die  Lösung  der Probleme mit sogenannten „bildungsfernen muslimischen Jugendlichen“ bilden.

Das Problem mit den sogenannten bildungsfernen muslimischen Jugendlichen ist vor dem  Hintergrund,  dass  Akteure  wie der Vorsitzende der TGD die  Aufklärung und  Bildungsarbeit  verhindern  wollen,  ein  interessanter  Anknüpfungspunkt  für  die Debatte, ob es nicht an der Zeit ist, neue Partner in der Integrationspolitik zu wählen und die Themenschwerpunkte neu zu definieren.