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Sonntag, 3. Mai 2015

Was Völkermord ist, bestimmt die Palästina-Lobby

von Erebuni


Was Völkermord ist, bestimmen wir. So lautet der Titel eines vor kurzem erschienenen Online-Artikels von Frau Evelyn Hecht-Galinski . In diesem Artikel nimmt sie den Gedenktag der Armenier am 24.  April zum Völkermord der Jungtürken vor genau 100 Jahren im Osmanischen Reich zum Anlass, um in endlosen wirren und einer unverständlichen Aneinanderreihung paranoider und verschwörungstheoretisch anmutender Ausführungen eine Anerkennung der vielen Völkermorde, die Israel angeblich seit 1948 an den Palästinensern begangen haben soll, einzufordern. (siehe: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21563)

Frau Evelyn Hecht-Galinski ist ihres Zeichens Autorin - so zumindest ihr Facebook-Status. Sie schreibt für die Neue Rheinische Zeitung, einem Online-Blog, der sich als Online-Zeitung mit deutsch-nationaler Aufmachung und antizionistischem Inhalt präsentiert und seinen Sitz in der Türkei, genauer in Datca/Mugla, hat. Der Name des Blogs trägt den Namen der einstigen Zeitung von Karl Marx, doch im Gegensatz zu ihm, haben die Autoren des Blogs mit Marxismus nicht im Entferntesten zu tun. Sie verbreiten lieber tagein tagaus anti-israelische und antisemitische Propaganda. 

In Wikipedia gibt es seit Jahren eine Löschdiskussion darüber, ob Hecht-Galinski überhaupt von Relevanz für das Online-Lexikon sei und nicht doch besser gelöscht werden sollte, da die gute Frau nur Hausfrau und die Tochter von Heinz Galinski ist. Ihrem selbstverlegten Buch „Das elfte Gebot“, in dem sie gegen Israel hetzt, verdankt sie es wohl, dass sie doch nicht aus der deutschen Wikipedia gelöscht wurde. 

Einige Auszüge aus ihrem letzten Post über den Genozid an den Armeniern zeigen, wessen Geistes Kind Evelyn Hecht-Galinski ist: 

„Was soll also die Fokussierung auf die Aghet? Um die Türkei in ihre "Schranken" zu weisen? Denn auch die Türkei hat sich ja für das Massaker an den Armeniern entschuldigt! Auch hat die Türkei, was gerne verschwiegen wird, schon lange zu diesem Völkermord alle Archive für eine unabhängige Historikerkommission uneingeschränkt zur Verfügung gestellt.“

Jedem, der sich bereits mit der Leugnungspolitik der Türkei auseinandergesetzt hat oder damit konfrontiert wurde, fällt auf, dass hier nur noch die Dolchstoßlegende fehlt. Alles weitere ist die gescheiterte Propagandalinie der Türkei.

Das verwundert nicht, wenn man sich ihre bisherigen politischen Aktivitäten anschaut. Es wird erkenntlich, dass sie blind gegenüber den Opfern ist, die nicht in ihr Täter/Opfer Profil passen wollen. Auffällig ist die Religionszugehörigkeit der von ihr titulierten Opfer in ihrem Beitrag. Sie spricht nur von muslimischen Opfern der Konflikte in Syrien und im Irak. 

„Und wann kommt das ausgiebige Gedenken für die nicht-christlichen Opfer, also z.B. die muslimischen weltweit? Was ist mit dem Irak, wo inzwischen mehr als 665.000 Menschen getötet wurden?“

Dass dort ein Exodus der christlichen Minderheiten, der seinesgleichen sucht, stattfand und stattfindet, spielt in ihrem Weltbild keine Rolle. Diese Tatsache würde auch ihre Argumentationslinie stören, ja gar zerstören. Wahrscheinlich weiß die angebliche Nahost-Expertin gar nicht, dass die beiden Länder große christliche Bevölkerungsteile besaßen, Gemeinschaften, die gerade u. a. wegen des Genozids vor 100 Jahren in Syrien und im Irak als Nachfahren der Überlebenden lebten und zurzeit gezielten Anschlägen ausgesetzt sind. 

Sie wirft Gauck vor, er würde nur der Armenier gedenken, weil diese Christen seien, und dabei die muslimischen Opfer im Irak und Syrien ignorieren. 
"So macht es schon stutzig, dass ausgerechnet Papst Franziskus die Katastrophe für die Armenier und die Geschehnisse im Osmanischen Reich als "ersten Völkermord" im 20. Jahrhundert bezeichnet und danach ein ökumenischer Gottesdienst am 23. April in Berlin mit einer Rede von "Pfarrer Gauck" stattfand! Also muss man schon die Frage stellen: Warum wird der Leiden der Christen gedacht, während die Leiden der Muslime außen vor bleiben?"

Gauck hatte bei einem Gedenkgottesdienst am 23. April 2015 im Berliner Dom an die Opfer des Genozids an den Armeniern vor hundert Jahren im Osmanischen Reich gedacht. Im Jahr 1915 wurden in der Nacht zum 24. April die armenischen Eliten in Konstantinopel, insgesamt 613 Schriftsteller, Geistliche, Musiker, Anwälte, Politiker, Journalisten, verhaftet und anschließend ermordet. Dieser Tag markiert den Beginn des Genozids an den Armeniern. Mit der Ermordung der geistigen und kulturellen Elite war der Weg frei geworden für die Ermordung von 1.5 Millionen Armeniern und 300000 Aramäern, die grausam abgeschlachtet oder in der Wüste dem Tod ausgeliefert wurden. Täter waren muslimische Kurden und Türken. 

Wer sich nun über ein Medieninteresse zum 100. Jahrestag wundert, und die Gedenkveranstaltung zum Genozid an den Armeniern zum Anlass nimmt, um diesen zu leugnen und anschließend auf fünf Seiten über muslimische Opfer zu schreiben, der disqualifiziert sich nicht nur intellektuell und argumentativ, sondern verhält sich schlichtweg pietäts- und würdelos gegenüber den Opfern. (Übrigens es fällt einem schwer überhaupt von Artikel zu sprechen, der weder Hand noch Fuß hat, geschweige denn einen Kopf, der beim Schreiben zum Einsatz gekommen sein soll.)

"Was würde übrigens passieren, wenn die Türkei die mehr als 1,5 Millionen syrischer Flüchtlinge, die sie bereits aufgenommen hat, ausweisen würde und an ihre Bündnispartner abschieben würde? Oder wenn sie es wie der "Jüdische Staat" machte - Gefängnisse für Asylsuchende schwarze Flüchtlinge bauen, diese zu internieren, um sie dann in ihre Heimatländer abzuschieben und Folter und Tod auszusetzen? Und wann kommt das ausgiebige Gedenken für die nicht-christlichen Opfer, also z.B. die muslimischen weltweit?"

Ihr Hass gegenüber Christen und Juden geht soweit, dass sie diese pauschalisiert und verteufelt und den Staat Israel, - übrigens das einzig demokratische Land in dieser Region, in dem auch Muslime aber auch Christen leben - unentwegt abfällig als  "Judenstaat" bezeichnet. Nicht einmal Theodor Herzl hatte in seinem Werk "Der Judenstaat" einen homogenen Staat im Blick gehabt, sondern wünschte sich einen Staat, der allen seinen Bürgern die gleichen Rechte zugestehen und in der die Einheimischen die einwandernden Juden mit offenen Armen empfangen würden.  


"Denken wir also an die Nakba, die Katastrophe, der systematischen Vertreibung des palästinensischen Volkes, der ethnischen Säuberung Palästinas durch den "Jüdischen Staat". Ilan Pappe, der israelische Historiker, dessen Verdienst es im Besonderen ist, dass diese Ereignisse im Jahr 2007 so exakt beschrieben wurden, hat im Zusammenhang der systematischen Auslöschung der Erinnerung den Begriff des "Memorizid" geprägt.
Ich erinnere in diesem Zusammenhang an den wunderbaren Artikel von Anneliese Fickentscher und Andreas Neumann in der NRhZ vom Januar 2008."

Man könnte eine Menge anderer Zitate aus Galinskis Artikel nehmen, um ihre Unlogik, ihr Unwissen und ihre Verzerrungen der Tatsachen zu beleuchten. Doch vieles muss und sollte man nicht mehr kommentieren, denn sie stehen für sich und für ihre Gesinnung.

Abschließend lässt sich feststellen: Was anfänglich geschmacklos begann und im Hinblick auf den gesamten Artikel sich ziemlich verachtend gegenüber dem Gedenken der Nachfahren der Opfer erwies, stellt sich letztendlich als eine Projektion ihrer eigenen Absichten und Vorstellungen dar. Denn nur sie und ihre Anhängerschaft entscheiden mit ihrem rassistischen Weltbild darüber, was ein Genozid ist. Dabei verdrehen sie die Tatsachen auf eine Weise, wie es ihnen gerade in ihr verqueres Weltbild passt.

Montag, 27. April 2015

Hamas unterstützt Erdogan gegen"Genozidlüge" - Hamas Konferenz in Berlin 25.04.2015

Die Türkei erhält prominente Unterstützung seitens der palästinensischen Terror-Organisation Hamas. "Palästina steht hinter der Türkei", ließ Ismail Haniye, der Herrscher von Gaza mitteilen. 
Den Grund für die (Genozidanerkennungs-)"Welle" gegenüber der Türkei sieht er "in der standfesten Haltung der Türkei gegenüber Palästina" begründet.

Die ISIS dürfte als nächstes ihre Solidarität gegenüber Ankara bekunden. Gefolgt von Al-Nusra, Al-Kaida und Hizbullah.

An der Gegendemo der Türken in Berlin nahmen die Teilnehmer der Hamas-Konferenz am 25.April 2015 in Berlin noch nicht teil, doch was nicht ist, kann ja noch werden. Offenbar wächst derzeit etwas zusammen, was zusammen gehört. 

Haniye: "Bize göre bu dalganın amacı Türkiye'yi içeride ve dışarıda zor duruma düşürerek, bölgede oynadığı öncü rolden koparmak ve Filistin konusundaki sabit duruşundan vazgeçirmektir" 
Ermeni iddialarına karşı Filistin'den Türkiye'ye destek geldi!
http://www.turkiyehabermerkezi.com/dunya/ermeni-iddialarina-karsi-filistin-den-turkiye-ye-destek-geldi-h18239.html

"Bei der "Konferenz der Palästinenser in Europa" wollte er für den Frieden kiffen und sich mit einem Palästinenser-Tuch annähern. Doch für Henryk M. Broders neue Freunde gibt es Israel gar nicht."
PALÄSTINA-KONFERENZ in Berlin am 25.April 2015 - Henryk M. Broder und der Hunde-Eklat
http://www.welt.de/videos/article140089150/Henryk-M-Broder-und-der-Hunde-Eklat.html

Samstag, 19. Juli 2014

Erdogan: "Israel verübt einen Völkermord" - Zusammenarbeit geht allerdings weiter...

Der vielleicht berühmteste türkische Premierminister der Welt, Recep Tayyip Erdogan, hat mal wieder zugeschlagen. Sein Opfer lautet wie so oft - Israel.

Israel würde versuchen die Palästinenser auszulöschen, übe Staatsterrorismus aus und würde sein unmenschliches Anlitz durch die Kindermorde von Gaza zeigen, polterte er.   

Scheinbar ist Erdogan zu den Menschenrechtler übergetreten, allerdings beschränkt sich seine Menschenliebe allein auf diejenigen, die von Israel drangsaliert werden und muslimisch sind. Die Vernichtung der Armenier, die Massaker an den Aleviten, die Unterdrückung der Kurden durch die Türkei sind für ihn eine Selbstverständlichkeit. Er befindet sich dabei in guter Gesellschaft, denn seit der Formung und Entstehung der Republik Türkei zählt die entsprechende Handhabung dieser "Angelegenheiten" zur staatlichen Tradition.  

Die aktuell von ISIS verübten Massenmorde an Alawiten und Christen in Syrien scheinen Erdo ebenfalls nicht zu stören. Im Gegenteil, die logistische und militärische Unterstützung sind den ISIS-Terroristen durch die Türkei gewiß.  
In diesem Punkt arbeiten Israel und die Türkei sogar zusammen. Denn die Terroristen werden großzügig durch Israel medizinisch versorgt und nach ihrer Kur an die syrische Grenze überführt, damit sie mit neuer Kraft die Massaker an der syrischen Bevölkerung fortsetzen können. 

Erdogan redet nicht gerne über diesen Umstand. Die Israelis allerdings schon, um der Türkei zu demonstrieren, dass sie im gleichen Boot sitzen und die gleichen Feinde haben würden. Feindbilder sind nämlich ein wichtiger Anknüpfungspunkt im türkisch-israelischen Verhältnis. Es schweißte sie in den 90er Jahren eng zusammen. Dann kam allerdings Erdo und verdarb polternd und schimpfend das Spiel. 

Es schmeckte ihm nicht, dass die Israelis argumentierten, dass die Palästinenser für die Israelis das seien, was die Armenier für die Türken darstellten. Es schmeckte Erdo auch nicht, dass die Israelis die Ereignisse um die Armenier im Jahre 1915 mit der heutigen Situation der Palästinenser verglichen. 
Dabei sollte die Message nur lauten: Türken und Israelis teilen das gleiche Schicksal. Die Israelis seien nämlich die Guten und die Palästinenser die Bösen. So, wie die Türken die Guten und die Armenier die Bösen seien. 

Der Schuss ging allerdings nach hinten los. 

Erdo und seinem Stab war diese jüdische Nähe und die durch Jerusalem propagierte schicksalhafte Verbundenheit zwischen Juden und Türken zu viel des Guten. Immerhin waren sie Muslime und die Israelis Juden. Die Türken verbaten sich daher jeden Vergleich und beschimpfen die Israelis seitdem als Völkermörder. Der israelische Premier schlägt - beleidigt von der Zurückweisung - wie immer zurück und lässt daran erinnern, dass dann auch die Vernichtung der Armenier ein Genozid sei. Wenn schon, denn schon! Wie du mir, so ich dir! 

Betrachtet man dieses hin und her objektiv, so ist sicher, dass Israel ebenso wenig auf der Achse des Guten steht, wie die Türkei. Die Hamas - der kleine Bruder Erdogans - ebenso wenig. 
Es ist schon bemerkenswert, dass Israel trotz der Schmähungen und Beschimpfungen weiterhin nachrichtendienstlich, wirtschaftlich und diplomatisch eng mit der Türkei zusammenarbeitet. Mögen sie öffentlich noch so sehr einander beschimpfen. Kein Grund zur Sorge also! 

"Regierungschef Recep Tayyip Erdoğan hatte das Vorgehen der israelischen Armee gegen die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen als "Staatsterrorismus" und "Versuch des systematischen Völkermordes" bezeichnet."

Israel zieht Botschaftspersonal aus der Türkei ab
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-07/israel-botschaft-tuerkei-demonstration

Mittwoch, 14. August 2013

"Wir sind israelische Christen, keine Araber"

Es heißt, die Christen im Nahen Osten seien hin und her gerissen zwischen den verschiedenen Fronten. 
Sunniten gegen Alawiten, Sunniten gegen Schiiten, Araber gegen Israelis, Muslime gegen Juden u.a. 
Für Israelis sind alle Christen Araber und für Araber sind Christen "Kolonien des westlichen und zionistischen Imperialismus." Es ist längst an der Zeit, das die christlichen Völker des Nahen Ostens den Mund aufmachen. So wie dieser aramäische Priester. 
          Die Brüder und Schwestern im Glauben sollten dem Folgen, statt sich aus Angst vor den Arabern                 künstlich zu echauffieren. 
"Die Charakterisierung als «arabische Christen» wird bewusst vermieden, manchmal vehement zurückgewiesen: "Wir sind Aramäer, wir sind israelische Christen. Wir lassen uns keine Arabisierung aufzwingen", kritisiert Shadi Haloul vom Offiziers-Forum.
Ihnen gegenüber stehen die offiziellen Kirchen und viele palästinensische Christen, die in der Initiative einen weiteren israelischen Versuch sehen, einen Keil in die palästinensische Bevölkerung zu treiben und Israels Christen und Muslime zu spalten." 
Bruderzwist 
http://www.domradio.de/nachrichten/2013-08-13/streit-um-armeedienst-im-heiligen-land

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Gräueltaten in Gaza

Lauter gute Freunde: Die Hamas schleift im Gaza-Streifen tote Menschen durch die Straßen. Die "gemäßigten" Muslimbrüder in Ägypten führen die Scharia ein und die "freie Syrische Armee" Al-Qaida führt einen Vernichtungsfeldzug gegen die Bevölkerung in Syrien.
Frage: Wieviele Milliarden Euro an "humanitärer Hilfe" überweist die EU an unsere "guten Freunde" jährlich? Wieviel kostet das den deutschen Steuerzahler? Kann man die "Hilfen" verweigern?

"Auf einem öffentlichen Platz werden sechs Palästinenser erschossen – von eigenen Landsleuten! Ihre Namen werden auf den Asphalt gekritzelt. Dann binden junge Männer den noch warmen, toten Körper eines Erschossenen an einen Töff. Unter Gejohle schleifen ihn dann die Motorradfahrer durch die Strassen, hinterlassen dabei eine rote Spur."
Palästinenser schleifen Verräter-Leiche durch die Strassen 
http://www.blick.ch/news/ausland/palaestinenser-schleifen-verraeter-leiche-durch-die-strassen-id2113002.html