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Samstag, 23. Mai 2015

Ex-CIA-Direktor Porter Goss als Türkei-Lobbyist angeheuert

Die türkische Propaganda- und Leugnungsindustrie erlebt derzeit einen Aufschwung. Ankara erhöht Jahr um Jahr das Budget für Lobbyisten beträchtlich. Die jährlichen Kosten gehen inzwischen in die Milliarden.

Anders als zu früheren Zeiten hat die Anzahl der freiwilligen Befürworter für Erdogans Politik abgenommen.
Gepriesen wurde sie anfänglich als Politik der "neuen Türkei", die für Stabilität, Frieden und freundschaftliche Nachbarschaftspolitik stünde. Die NATO-Partner, vorneweg die USA, unterstützten die Türkei mit schweren Waffen, modernisierten mit deutscher Hilfe das türkische Militär und etliche Lobbygruppen in Washington, Brüssel und Berlin drangen darauf die Türkei noch stärker politisch und wirtschaftlich zu stärken und in die EU aufzunehmen. 

Doch dann besinnte sich Erdogan auf seine Wurzeln zurück und kehrte ab von der sog. "Annäherungspolitik" mit Armenien, heuchelte gute Beziehungen mit Assads Syrien und dem Mullahregime im Iran vor, unterstützte offen die Hamas in Gaza und die Muslimbrüder in Ägypten und diskreditierte Israel in der internationalen Gemeinschaft als Völkermörder, sowie die westliche Gemeinschaft als islamophobe Kreuzritter. Getreu nach dem Motto, Domus'dan post, Gavur'dan dost olmaz ("Aus einem Schwein gewinnt man kein Leder und einem Ungläubigen [Christen/Juden] keinen Freund") seien sich Muslime sich selbst die Nächsten.

Die Christen eignen sich aus Erdogans Sicht, so wie aus der Sicht vieler nationalistischer Türken, nur als Laufburschen der türkischen Politik. Also engagierte er den Ex-Direktor der CIA, Porter Goss, zum Lobbyisten für die Türkei in Washington. Waffen, Einfluss und Geld, sowie die Verhinderung der Anerkennung des armenischen Genozids durch Präsident Obama zählen zu den primären Zielen der Türkei in Washington. Diese lässt sich Ex-CIA Direktor Porter Goss so einiges Kosten. Sein Honorar dürfte weitaus höher liegen als das der Türkei-Lobbyisten und Ex-Repräsentanten Robert Livingston (12 Mio. $)  und Richard Gephardt (1.3 Mio. $). Schwarzzahlungen ausgenommen.  

In den USA besteht für derartige Tätigkeiten ehemaliger Bundesbeamter, Politiker u.a. eine Registrierungspflicht beim State Department. In Deutschland wäre eine solche Registrierungspflicht sicherlich sehr sinnvoll. Hier zum Dokument: 
"Former Central Intelligence Director Porter Goss is taking an unusual swing through the revolving door: He recently registered to lobby for the government of Turkey, according to forms filed with the Justice Department.
Goss registered through his new employer, Dickstein Shapiro, which has a longstanding relationship with the Turkish government." 
https://firstlook.org/theintercept/2015/05/08/former-cia-director-porter-goss-registers-lobby-turkey/


Eingestellt von Madlen Vartian um 13:33 Keine Kommentare:
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Labels: Ankara, Armenier, Berlin, CIA, Deutschland, Dickstein Shapiro, Erdogan, Lobby, Lobbyismus, Lobbyist, Madlen Vartian, Porter Goss, Türkei, Washington

Montag, 27. April 2015

Hamas unterstützt Erdogan gegen"Genozidlüge" - Hamas Konferenz in Berlin 25.04.2015

Die Türkei erhält prominente Unterstützung seitens der palästinensischen Terror-Organisation Hamas. "Palästina steht hinter der Türkei", ließ Ismail Haniye, der Herrscher von Gaza mitteilen. 
Den Grund für die (Genozidanerkennungs-)"Welle" gegenüber der Türkei sieht er "in der standfesten Haltung der Türkei gegenüber Palästina" begründet.

Die ISIS dürfte als nächstes ihre Solidarität gegenüber Ankara bekunden. Gefolgt von Al-Nusra, Al-Kaida und Hizbullah.

An der Gegendemo der Türken in Berlin nahmen die Teilnehmer der Hamas-Konferenz am 25.April 2015 in Berlin noch nicht teil, doch was nicht ist, kann ja noch werden. Offenbar wächst derzeit etwas zusammen, was zusammen gehört. 

Haniye: "Bize göre bu dalganın amacı Türkiye'yi içeride ve dışarıda zor duruma düşürerek, bölgede oynadığı öncü rolden koparmak ve Filistin konusundaki sabit duruşundan vazgeçirmektir" 
Ermeni iddialarına karşı Filistin'den Türkiye'ye destek geldi!
http://www.turkiyehabermerkezi.com/dunya/ermeni-iddialarina-karsi-filistin-den-turkiye-ye-destek-geldi-h18239.html

"Bei der "Konferenz der Palästinenser in Europa" wollte er für den Frieden kiffen und sich mit einem Palästinenser-Tuch annähern. Doch für Henryk M. Broders neue Freunde gibt es Israel gar nicht."
PALÄSTINA-KONFERENZ in Berlin am 25.April 2015 - Henryk M. Broder und der Hunde-Eklat
http://www.welt.de/videos/article140089150/Henryk-M-Broder-und-der-Hunde-Eklat.html

Eingestellt von Madlen Vartian um 00:27 Keine Kommentare:
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Labels: 25.04.2015, Armenier, Berlin, Demo, Genozid, Hamas, Haniye, Palästinenser, Türkei, Türken, Unterstützung, Völkermord

Montag, 13. April 2015

Pressekonferenz des ZAD in Berlin, 14.04., 11 Uhr



PRESSEKONFERENZ anlässlich des 100. Gedenktages an den Völkermord an den Armeniern Zeit: 14.04.2015 – 11.00 Uhr 
Ort: In der Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund, Tiergartenstraße 15, 10785 Berlin

Aus Anlass des 100. Gedenktages an den Völkermord an der armenischen, aramäischen und pontosgriechischen Bevölkerung des Osmanischen Reiches informiert der Zentralrat der Armenier in Deutschland auf der Pressekonferenz über die deutschland- und europaweit geplanten Veranstaltungen und Initiativen mit denen an das unermessliche Leid erinnert und der Opfer gedacht werden soll. 
Der Zentralrat der Armenier möchte dabei sowohl die derzeitige Position der deutschen Bundesregierung, als auch die Politik der türkischen Regierung in ihren historischen und aktuellen Kontexten beleuchten. Des Weiteren möchte er eine eigene Einschätzung zur Stellung der armenischen Erinnerung in Rahmen der deutschen Erinnerungspolitik formulieren, die den Gegebenheiten der multikulturellen und multiethnischen Verfasstheit der deutschen Gesellschaft Rechnung trägt.  Am 24.04.1915 ließ die Regierung des Osmanischen Reichs armenische Notabeln, Künstler und Intellektuelle in Konstantinopel verhaften und ermorden. Dieser Tag markiert den Anfang einer geplanten Politik der Vernichtung, an deren Ende bis zu 1,5 Millionen Armenier den Tod gefunden hatten. Die Folgen dieser radikalen Gewalterfahrung prägen bis heute die armenische Gemeinschaft. Sowohl die Republik Armenien, als auch die Armenier in der internationalen Diaspora erwarten den einhundertsten Gedenktag des Völkermordes mit Sorge und Spannung.  Denn auch einhundert Jahre nach dem Völkermord setzt die Republik Türkei unbeirrt ihre Politik der Leugnung des Genozids fort – dies trotz gegenteiliger Beweise und der daraus folgenden Einschätzung der internationalen historischen Forschung und trotz der Tatsache, dass bereits 1919 die Hauptverantwortlichen des jungtürkischen Regimes von einem osmanischen Gericht verurteilt wurden. Sowohl zahlreiche nationale Parlamente, als auch das europäische Parlament haben bereits in Beschlussfassungen den Völkermord an den Armeniern anerkannt, auch um dieser fortgesetzten Leugnungspolitik ein politisches Signal entgegenzusetzen. 
Mit großem Befremden beobachtet die armenische Gemeinschaft in Deutschland die aktuellen Entwicklungen bezüglich der Beschlussfassung des Deutschen Bundestages, der sich am 24. April in einer Plenardebatte der Thematik widmen wird. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen wurde die von den Abgeordneten Bergner (CDU) und Nietan (SPD) vorbereitete Resolution verwässert und die Anerkennung des Völkermordes herausgestrichen. Dieses Zugeständnis an die offizielle Position der türkischen Regierung, das letztlich eine Einwilligung in die Strategie der Leugnung bedeutet, ist des Gedenkens der Opfer unwürdig und wird der historischen Verantwortung Deutschlands, das als militärischer Bündnispartner des osmanischen Reiches während des ersten Weltkrieges eng mit der Geschichte des Völkermordes verwoben ist, in keiner Weise gerecht. 
An der Pressekonferenz wird ebenfalls der Bundesverband der Aramäer in Deutschland teilnehmen. 

Vorstand des Zentralrats der Armenier in Deutschland e.V. 
http://www.zentralrat.org/de/node/11017


Eingestellt von Der Kosmopolit um 01:32 Keine Kommentare:
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Labels: AA, Berlin, Bundesregierung, Genozid, Genozidleugnung, Pressekonferenz, Roth, Thomas Oppermann, Volker Kauder, ZAD, Zentralrat der Armenier

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Totgeprügelt - Migrantenverbände halten still

"Rassismus gibt es nur unter Deutschen. Rechtsextremismus ist ein rein deutsches Problem." So in etwa denkt es in den Köpfen von Multikulti-Apologeten, Gutmenschen und korrumpierten Berufspolitikern.
Wenn Deutsche auf einen Türken, Albaner oder Kameruner eintreten, sind es Nazis und die geheuchelte Empörungsmaschinerie geht seinen üblichen Gang:  Kolat schreit nach mehr Geld für Integration, die Hürriyet schreit nach mehr Einfluss der Türkei und die türkische Botschaft schreit nach mehr Türkentum in Deutschland.
Wenn aber Türken einen Deutschen totprügeln, dann rührt sich niemand. Die Akte wird als "Einzelfall" vermerkt und in die Schublade gesteckt. Denn, wehe es wird etwas gesagt, dann heißt es seitens obiger Vertreter, man nehme die Türken in Deutschland in "kollektivhaft", sei "Ausländerfeindlichkeit" und "schüre Vorurteile".

Die klugen Stimmen hört man leider nur selten. Es sollte daran gearbeitet werden, diesen Umstand zu ändert. 
"Die schweigen, solange ein Opfer nicht türkischer Herkunft ist. Erst wenn ein Türke einem Verbrechen zum Opfer fällt, ist der Aufstand groß." Als Beispiel nennt er die NSU-Morde. Lange Zeit standen auf den Internetseiten vieler Migrantenverbände nur die acht Fotos der türkischen Opfer – die Fotos des zu Tode gekommenen Griechen und der deutschen Polizistin fehlten.

Wäre das Opfer türkisch, gäbe es einen Aufschrei
http://www.welt.de/politik/deutschland/article111464365/Waere-das-Opfer-tuerkisch-gaebe-es-einen-Aufschrei.html
Eingestellt von Madlen Vartian um 23:38 Keine Kommentare:
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Labels: Ausländerextremismus, Berlin, Deutsche, Jonny K., Mord am Alex, Schlägerbanden, totgeprügelt, Türkei, Türken

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Erdogan in Berlin - Protestdemo der Aleviten

Die Alevitische Gemeinde Deutschland hat zum Besuch des türkischen Premiers Erdogan eine Großdemonstration in Berlin organisiert. Dem Aufruf der Aleviten haben sich die befreundeten Gemeinschaften der Armenier, Aramäer und Kurden angeschlossen und wollen gemeinsam gegen die brutale Minderheiten- und Syrienpolitik der Türkei demonstrieren. 
Der Zentralrat der Armenier gab zuvor bereits eine Pressemitteilung heraus, in dem sie auf die schleichende Islamisierung der Türkei hinwies und die Bundeskanzlerin Merkel aufforderte dies im Gespräch mit Erdogan zur Sprache zu bringen.

"Die Alevitische Gemeinde Deutschland ruft zu einer Großdemonstration anlässlich des Besuchs von Recep Tayyip Erdogan in Berlin am 31.10.2012, 11:00 Uhr, auf."
Großdemonstration anlässlich des Besuchs von Recep Tayyip Erdogan am 31.10.2012 in Berlin
http://www.bdaj.de/index.php?option=com_content&view=article&id=569&catid=61&fb_source=message

„Wir stehen offensichtlich vor einem gefährlichen Wendepunkt türkischer Politik. Ankara kehrt dem Westen den Rücken und orientiert sich zunehmend an den Ideen eines pantürkischen Großreichs, das den Einfluss des vergangenen osmanischen Reichs wiederherstellen soll.“
Neuester Anlass für die Sorgen der Armenier und anderer Türkei-stämmiger Migranten in Deutschland ist Erdogans programmatische Rede auf dem Parteitag seiner AKP vor wenigen Wochen."
SCHLEICHENDE ISLAMISIERUNG DER TÜRKEI. 
Armenier appellieren an Kanzlerin Merkel
 http://www.zentralrat.org/de/Armenier_appellieren_an_Kanzlerin_Merkel


Eingestellt von Madlen Vartian um 11:38 Keine Kommentare:
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Labels: Aleviten, Alevitische Gemeinde Deutschland, Angela Merkel, Aramäer, Berlin, Demonstration, Deutschland, Erdogan, Kurden, Türkei, Zentralrat der Armenier

Mahnmal für Sinti und Roma

Endlich erhalten die Sinti und Roma einen Ort des Gedenkens, einen Ort in der Erinnerungskultur Deutschlands. 
Es hat lange gedauert, doch am Ende hat die Wahrhaftigkeit ihren Platz errungen. 
Die Instrumentalisierung des Holocaustgedenkens ist von deutschen Parlamentarieren und  jüdischen Verbänden die letzten Jahrzehnte derart weit getrieben worden, dass der Holocaust zuletzt als Intrument der Heuchler, Leugner und Mörder diente, um andere Völkermorde zu relativieren und zu leugnen. 

Nach der Vernichtung, mussten die Opfer all' die Jahrzehnte auch noch um Anerkennung kämpfen und nicht selten mussten sie sich den Vorwurf anhören, sie seien  "Neider", "Relativierer" und "Opferkonkurrenten" gegen die jüdische Gemeinschaft.
Beschuldigungen, die allein den Zweck verfolgten, die jüdische Erinnerung zur Singularität zu pervertieren. Von Missgunst, Verlogenheit und Bösartigkeit getrieben. 

Doch die Wahrheit ist wie eine Luftblase, die man nicht ewig unter Wasser halten kann. Irgendwann schafft sie es, hervorzutauchen. 


„Wir haben jetzt einen Ort“
 http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/mahnmal-fuer-sinti-und-roma-wir-haben-jetzt-einen-ort-11937005.html
 

Eingestellt von Der Kosmopolit um 11:18 Keine Kommentare:
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Labels: 3.Reich, Berlin, Deutschland, Erinnerung, Gedenken, Genozid, Holocaust, Mahnmal, Nationalsozialismus, Sinti und Roma, Völkermord

Freitag, 17. August 2012

Berlin -"Wir fackeln euch ab"

Wer meint, die Integration unserer "türkischen und muslimischen Mitbürger" und das friedliche Zusammenleben in Deutschland sei mittels Döner essen, Tee trinken und Dialog machen zu erreichen, ist entweder naiv oder ignorant oder saudumm oder alles zusammen. 
Das diese "Mitbürger" ihre ureigenen völkischen Vorstellungen, Ideologien und Feindbilder nach Deutschland transportiert haben und an die nächsten Generationen der Türken in Deutschland weitergeben, kommt diesen "Döner mit türkischem Tee fressenden Dialog-Deutschen" garnicht in den Sinn.

Sie verfolgen Christen, verbrennen Aleviten, verunglimpfen nicht-Moslems als "Gavur" ("Ungläubige") und warten nur darauf, das zu wiederholen, was sie bereits in der Türkei getan haben:
Einen Genozid an den Armeniern, Pogrome an Aleviten, Verfolgung der Christen und Verbrechen an den Kurden. Die Liste lässt sich endlos fortsetzen.

Vergangene Woche versammelte sich der Mob vor dem Wohnhaus einer alevitischen Familie in BERLIN und skandierte "Tod den Aleviten" und drohte damit sie zu "verbrennen" wie einst in Sivas/Türkei 1993. 

Die Relativierer, Ignoranten und Opportunisten, kurzum das Pack, das sich mit ihren "türkischen Mitbürgern" beim Döner essen solidarisiert, dürfte jetzt darin einen weiteren Grund sehen, noch mehr "Döner-Tee-Dialog"-Abende zu veranstalten.

Die Alevitische Gemeinde zu Berlin schilderte in einer Pressemitteilung den Sachverhalt. Handeln ist gefragt. Es müssen nicht Menschen brennen, um das Problem zu erkennen und es zu lösen. 

16.8.2012
Presseerklärung der Alevitischen Gemeinde zu Berlin e.V.
Am 10. August 2012 eskalierte ein einfacher Nachbarschaftsstreit in Berlin Tempelhof zu einem „Glaubensfeldzug“ gegen eine alevitischen Familie.
Nach einem ungelösten Streit rief eine der beiden Konfliktparteien Familienangehörige und Freunde an, die sich daraufhin in kurzer Zeit vor dem Wohnhaus der alevitischen Familie
versammelten. Anschließend fing die Gruppe von 20 bis 25 Männern an, die alevitische Familie, die im Erdgeschoss wohnt, mit hasserfüllten Parolen in türkischer Sprache zu
beschimpfen und zu bedrohen: „Wir werden die Aleviten wie in Sivas verbrennen! Aleviten werden in der Hölle landen! Tod den Aleviten!“
Von der Türkei kennt man das. Aber mitten in Deutschland?

Morddrohungen gegen Aleviten gehören in der Türkei leider zum Alltag. Aleviten werden aufgrund ihrer Glaubensinhalte als Ketzer und Häretiker verunglimpft, verfolgt und wie 1993 in Sivas geschehen, lebendig verbrannt. Insbesondere in der islamischen Fastenzeit finden Angriffe auf Aleviten statt. Noch vor ca. drei Wochen eskalierte in Malatya/Sürgü ein Streit, der sich daran entzündete, dass eine alevitische Familie in dieser Zeit nicht fastete und von den Sunniten in Ruhe gelassen werden wollte und endete in einem „Glaubenskrieg gegen die gottlosen Aleviten“. 200 bis 250 Männer umzingelten das Haus der wehrlosen Familie und versuchten sie vor den Augen der Öffentlichkeit zu töten. 

Neu für uns Aleviten ist jedoch, dass ein Angriff in Berlin Tempelhof, mitten in Deutschland, mit ähnlichem Motiv stattfand. Die Freiheit der Religionsausübung gehört zu den Grund- und Menschenrechten und ist in allen Verfassungen und in den Menschenrechtserklärungen der Vereinten Nationen niedergelegt. Die Religionsfreiheit findet aber ihre Grenzen dort, wo die Rechte von Individuen verletzt werden.
Alevitische Gemeinde zu Berlin e.V.

http://www.alevi.org/


TAZ: Angriff auf liberale Muslime - Mob vor der Tür  http://www.taz.de/Angriff-auf-liberale-Muslime/!99887/




Eingestellt von Madlen Vartian um 23:04 6 Kommentare:
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Labels: Aleviten, Berlin, Muslime, muslimischer Mob, Pogrom, Rassenhass, Rechtsradikalismus, Sunniten, Türken, türkischer Nationalismus

Mittwoch, 1. August 2012

Aleviten demonstrieren in Köln und Berlin

Der Landkreis Malatya erlangte bereits vor Jahren traurige Berühmtheit als im Jahre 2007 drei Bibel-Verleger bestialisch ermordet wurden. Ihr Vergehen: Sie druckten Bibeln.

Jetzt droht dort ein Pogrom an Aleviten und die türkischen Behörden schauen billigend weg. 

Wir in Deutschland nicht! 

Am Donnerstag, den 02.08.2012 wird vor dem Generalkonsulat der Republik Türkei auf der Luxemburger Str. 285, 50354 Köln-Hürth um 11 Uhr und

am Samstag, den 04.08.2012 um 13 Uhr vor der Botschaft der Republik Türkei in Berlin eine Protest-Kundgebung stattfinden zu der die Alevitische Gemeinde Deutschlands und die Alevitische Gemeinde zu Berlin aufrufen. 

Freunde und Unterstützer der Aleviten und des Humanismus sind aufgefordert mitzudemonstrieren.


Pressekonferenz zur Kundgebung in Berlin
http://alevi.com/de/pressekonferenz-zur-kundgebung-am-04-08-2012-in-berlin-anlasslich-gewaltsamer-ubergriffe-auf-aleviten-im-ramadan/

Kundgebung vor der Türkischen Botschaft in Berlin
http://alevi.com/de/kundgebung-vor-der-turkischen-botschaft-in-berlin-am-04-08-2012/

Kundgebung vor dem türkischen Generalkonsulat in Hürth
http://alevi.com/de/kundgebung-vor-dem-turkischen-generalkonsulat-in-hurth-am-02-08-2012/

"Dogansehir wird zum Grab der Aleviten! Geht weg hier, oder wir bringen euch um!« Ja, sie erinnern sogar offen an das Massaker von 1993 im zentralanatolischen Sivas, dem 33 vorwiegend alevitische Jugendliche und Intellektuelle zum Opfer fielen und dem die Polizeikräfte stundenlang zusahen, ohne einzugreifen: »Dogansehir wird zum zweiten Sivas!« Die 15 Menschen im Haus verschanzen sich in den Zimmern; am Morgen werden Kugeleinschläge am Gebäude gefunden.

Derartige Lynchattacken waren seit einiger Zeit befürchtet worden – insbesondere seit in diesem Frühjahr im westtürkischen Didim und anderen Orten die Häuser alevitischer Bürger beschmiert worden waren. Bereits im März war das Verfahren wegen des Anschlags von Sivas aufgrund von »Verjährung« eingestellt worden. Überdies hatte es in letzter Zeit Onlineberichte gegeben, die türkische Aleviten als Unterstützer des Assad-Regimes in Syrien darstellten."
Angst, wenn die Trommel schlägt
http://www.jungewelt.de/2012/08-01/029.php

Eingestellt von Madlen Vartian um 13:17 1 Kommentar:
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Labels: AABF, Aleviten, Berlin, Botschaft der Republik Türkei, Demo, Malatya, türkische Botschaft
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