Donnerstag, 10. Januar 2013

"Hinter der türkischen Sprache verstecken"

 "Rechtsextremismus gibt es jedoch nicht nur in der Mehrheitsgesellschaft, sondern auch unter den Bürgern türkischer Herkunft. Das Pendant zur NPD sind auf der türkischen Seite die Grauen Wölfe. Auch sie verehren Adolf Hitler und vertreten eine ethnisch-rassistisch-nationalistische Ideologie.
Unter den Vertretern der Islamverbände spricht einzig Ali Dogan diesen Punkt an. Er ist Generalsekretär der Alevitischen Gemeinde Deutschland e.V. "Wenn der Staat gegen Rechtsextremismus in der Gesellschaft vorgehen will, darf er nicht nur die NPD verbieten, sondern sollte auch ein Verbot der türkisch-nationalistischen Grauen Wölfe prüfen", sagt Dogan. "Da wären wir ohne Wenn und Aber dabei."
Es sei ein Fehler, die Grauen Wölfe einfach aus der aktuellen Diskussion auszublenden, die eine den Neonazis vergleichbare Jugendarbeit betrieben. In vielen Moscheevereinen seien die Grauen Wölfe aktiv. Bundesweit zählten sie mehrere Tausend Sympathisanten.

Hinter der türkischen Sprache verstecken

"Anders als die NPD-Vertreter werden die Grauen Wölfe zu Tagungen eingeladen und sind Gesprächspartner der großen deutschen demokratischen Parteien", sagt Dogan.
Den deutschen Politikern sei dabei nicht bewusst, mit wem sie es zu tun hätten, da sich die Grauen Wölfe hinter ihrer türkischen Sprache versteckten. "Was auf Deutsch verbreitet wird, unterscheidet sich erheblich von dem, was sie auf Türkisch sagen", sagt der Generalsekretär der Alevitischen Gemeinde.
Wie deutsche Rechtsextremisten werden auch die Grauen Wölfe vom Verfassungsschutz beobachtet."
http://www.welt.de/politik/article112394059/Ein-NPD-Verbot-ist-den-Islamverbaenden-nicht-genug.html

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