Montag, 13. August 2012

Falsche Medienberichterstattung 2 - Gil Yaron erklärt uns den Fall Syrien

Gil Yaron ist ein sogenannter "Nahostexperte". Als "Experte" darf sich jemand bezeichnen, der auf der Grundlage wahrer Tatsachen und seines vertieften Kenntnisstandes über die Umstände, eine entsprechende Analyse oder gar Prognose erstellen kann. 

Das Gil Yarons Tatsachengrundlage bereits grundlegend falsch ist und er wider besseren Wissens, absichtlich Lügen verbreitet, erkennt man in seiner "Analyse" daran, dass er tatsächlich Saudi-Arabien, die Golfstaaten und die sunnitisch-islamischen Staaten der Region, die Al-Kaida, die Muslimbrüder, Salafisten und sonstige islamische Terrorgruppen unterstützen, als die "Moderaten" bezeichnet. 
Grund: Sie stehen auf der Seite der USA.

In Syrien kämpft nicht das "syrische Volk" oder "syrische Rebellen" gegen Bashar al-Assad, sondern die obigen Terrororganisationen. Hier werden Terroristen über den Irak nach Syrien geschleust, während die syrische Bevölkerung - in ihrer gesamten Pluralität - vermehrt zur Verteidigung ihres Landes gegen Al-Kaida und Co. zur Waffe greift und in die syrische Armee eintritt.
Es ist ein Kampf der vereinten Syrer gegen die "moderaten" Al-Kaida-Terroristen aus Saudi-Arabien und Co., die von den USA u.a. unterstützt werden. 

Interessant ist, dass der Autor den Freiheitskampf "sonstiger enthnischer Minderheiten" - wozu Christen, Alawiten, Drusen, Schiiten u.a. zählen - schlichtweg als von "Teheran gelenkt" verunglimpft. 

Aha, Christen und Alawiten sind also von "Teheran gelenkt" und damit die Bösen, während Al-Kaida, die Salafisten und Co. die Guten sind, weil sie von Saudi-Arabien und den USA gelenkt werden.
Das sie keine Syrer sind und nicht für die Freiheit kämpfen, sondern für die Errichtung eines islamischen Gottestaates in Syrien, ist völlig irrelevant!

Gil Yaron, DER wahre Nahostexperte erzählt uns also:  
"Das eine ist sunnitisch, moderat und pro-amerikanisch, das andere besteht aus Islamisten, Schiiten und ethnischen oder religiösen Minderheiten, die vom Iran unterstützt werden. Im Libanon, in Palästina, im Jemen, Bahrain oder im Irak: Überall führen die USA und der Iran seit Jahren einen Stellvertreterkrieg."
Analyse Syrien Syriens Schicksal
http://www.fr-online.de/aegypten-syrien-revolution/analyse-syrien-syriens-schicksal,7151782,16866834.html


Ähnlich äußerte sich zu meiner Verwunderung auch Josef Joffe, der Herausgeber der ZEIT, der die Soldaten im syrischen Einheitskampf herablassend als "Gefolgschaft Assads" bezeichnete, wohlwissend, dass diese "Gefolgschaft" und damit das syrische Volk, in seiner gesamten Pluralität (Christen, Alawiten, Schiiten, Drusen u.a.) hier gegen die islamistische Unterjochung durch Al-Kaida u.a. kämpft. 
"Die werden in Syrien nicht eingreifen. Es geht weiter wie bisher. Alle äußeren Kriegsparteien werden unter der Hand Waffen, Geld und Ausbilder schicken, die Einsätze stetig erhöhen, ohne einander direkt zu konfrontieren. Inzwischen basteln Assad und Gefolgschaft (Alawiten, Christen, Chaldäer, Aramäer…) an Plan B: einen alawitischen Küstenstaat, der sich auf die Hafenstadt Latakia stützt."

Vier Fragen an Josef Joffe Was macht die Welt?
http://www.tagesspiegel.de/zeitung/vier-fragen-an-josef-joffe-was-macht-die-welt/6964702.html


Von den "Moderaten"-Verbündeten des Westens, dürft Ihr euch gerne hier ein eigenes Bild machen:
Hoca wirft Aleviten vor ungläubige Alkoholiker zu sein


Kommentare:

  1. Der Erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit selbst. USA tut alles für seine Interessen, misachtet UNO-Resolutionen. Was ist aber mit EU? Ist es nicht Wertegemeinschaft? Die fundementalisten werden von ausländischen Mächten bewaffnet und töten die Zivilisten!Sie schwören Blutbad gegen die Minderheiten, die sich sakuläres System wünschen. EU und angeblich aufgeklärte kritische Medien in Europa schweigt dazu, macht die Augen zu! Man verliert Glaube an die Demokratie

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  2. Ich hoffe, dass das Asad Regime gegen die Terroristen gewinnen wird. Hoffentlich werden Russland und China die Syrer richtig unterstützen, damit der amerikanische Imperialismus ein auf die Säcke bekommt. Es wird schwierig, aber es ist zu schaffen.

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